"Partikelfilter für alle Diesel-Pkw"
Strenge Abgasgrenzwerte haben dazu geführt, dass die verkehrsbedingten Luftschadstoffe in der Vergangenheit deutlich abgenommen haben. Doch gerade beim Diesel fordert die Politik im Hinblick auf Partikelfilter mehr und schürt damit einigen Unmut besonders in der deutschen Automobilindustrie. all4engineers hatte Gelegenheit, exklusiv mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin ein paar Takte über das Thema Diesel zu reden.
Herr Bundesumweltminister, was sind ihre konkreten Forderungen an die deutsche Automobilindustrie im Hinblick auf Dieseltechnologie?
Vordringlich geht es um die Einführung von Partikelfiltern für alle Diesel-Pkw. Nicht durch Bauvorschriften, sondern durch europaweit gültige Grenzwerte.
Was spricht aus Ihrer Sicht dagegen, sowohl für Otto- als auch für Dieselmotoren einheitliche Emissionsgrenzwerte vorzuschreiben?
Einheitliche Emissionsgrenzwerte für Diesel- und Otto-Pkw sind im Grundsatz richtig und anzustreben. Bei der Grenzwertfestsetzung sind die technischen Möglichkeiten zur Emissionsminderung bei den einzelnen Antriebssystemen und deren Kosten sowie die Auswirkung auf den Kraftstoffverbrauch mit zu berücksichtigen.
Wären die Anreize, besonders beim Diesel Kraftstoff zu sparen, nicht ungleich höher, wenn die Kfz-Steuer entfiele und auf die Mineralölsteuer umgelegt würde? Natürlich müssten die entstehenden Verluste in den Kassen der Länder vom Bund kompensiert werden.
Der Vorschlag ist richtig, wenn es um Anreize zum Spritsparen geht , andererseits hätten wir dann kein Instrument mehr, um emissionsärmere Autos, zum Beispiel Diesel-Pkw mit Partikelfilter, steuerlich zu fördern.
Wie kann die Politik dem Partikelfilter in Deutschland über zeitlich befristete Steuererleichterungen hinaus zum Durchbruch verhelfen?
Steuerliche Anreize zur Einführung moderner Abgasreinigungstechnik haben sich in der Vergangenheit als außerordentlich wirksam erwiesen. Daneben setze ich auf Öffentlichkeitsarbeit, damit die Autofahrer das Angebot von Fahrzeugen mit Partikelfiltern aufgreifen. Deshalb möchte ich auch an dieser Stelle an alle Käufer von Diesel-Pkw appellieren, wenn möglich, ein Fahrzeug mit Partikelfilter zu erwerben.
Vielen Dank, Herr Trittin, für das Gespräch
Autor(en): Thomas Jungmann
» "Die Gewichtsspirale ist durchbrochen"
Das zunehmende Bewusstsein über die Endlichkeit der Ressourcen und die drängende Diskussion um eine Reduzierung der CO2-Emissionen geben dem Thema Leichtbau in der Fahrzeugentwicklung ein neues Gewicht. Neben der Karosserie stehen dabei auch alle anderen Techniken auf dem Prüfstand. Im Interview mit der ATZ nennt Dr.-Ing. Klaus Rohde-Brandenburger, Leiter Fahrleistung/Verbrauch und Gewichte für Pkw bei der Volkswagen AG, die wichtigsten Ansatzpunkte.
» mehr...
» "Die Zukunft liegt in hybriden Systemen"
Getriebe für mobile Arbeitsmaschinen werden fortlaufend weiterentwickelt. Hierdurch ergeben sich immer wieder neue Anwendungsmöglichkeiten. So kommen zum Beispiel seit 2010 stufenlose Getriebe mit hydrostatisch-mechanischer Leistungsverzweigung auch in Baumaschinen zum Einsatz. Für Heinz Aitzetmüller, Geschäftsführer der VDS Getriebe GmbH, steht bei der Getriebeentwicklung die Betrachtung des Gesamtsystems im Vordergrund.
» mehr...