31.07.2009

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Neues Materialwissenschaftliches Zentrum am KIT für 2011 geplant

Neue Werkstoffe für die elektrochemische Energiespeicherung und Energiewandlung stehen im Fokus des Materialwissenschaftlichen Zentrums (MWZ), das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entstehen wird. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung neuer Batteriematerialien und -konzepte für künftige Elektroautos. Zudem sollen Speichermaterialien entwickelt werden, die eine wesentlich höhere Energiedichte aufweisen als die derzeit erforschten Werkstoffe. Momentan lässt sich laut Institutsangaben bei diesen neuen Materialien allerdings nur ein geringer Teil des theoretischen Wertes ausnutzen. Weiter geht es darum, die Grundlagen für organische Solarzellen mit höherem Wirkungsgrad von mehr als 20 Prozent zu erforschen.

"Die Wissenschaftler am MWZ werden aber nicht nur neue Materialien erforschen, sondern
auch deren Verarbeitung und Integration in komplette Systeme wie Batterien und Solarzellen", erklärt Professor Michael J. Hoffmann vom Institut für Keramik im Maschinenbau des KIT und Koordinator des neuen Zentrums, "wir schlagen also eine Brücke zwischen den Natur- und Ingenieurwissenschaften."

Das Land stellt zur Finanzierung des neuen Zentrums 18,7 Millionen Euro aus der Zukunftsoffensive IV zur Verfügung. Das Gesamtvolumen beträgt 37,3 Millionen Euro. Für die zweite Hälfte der Finanzierungssumme müssen noch Mittel vom Bund im Rahmen der gemeinsamen Bund-Länder-Forschungsförderung von Wissenschaftsbauten eingeworben werden. Bei erfolgreichem Antrag sollen die Bauarbeiten für das MWZ im Jahr 2011 beginnen. Entstehen wird das neue Zentrum mit voraussichtlich insgesamt 180 Mitarbeitern auf dem Campus Süd des KIT zwischen Audimax und den Chemiegebäuden. Derzeit sind 18 Professoren aus fünf Fakultäten der Universität involviert. Zwei weitere materialwissenschaftliche Zentren in Baden-Württemberg sollen in Freiburg und voraussichtlich in Heidelberg entstehen.
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Autor(en): Caterina Schröder
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