12.08.2009

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Extra sicher - die Panzerung des neuen BMW 7er

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Parallel zur Entwicklung des BMW 7er-Serienmodells entstand das Schutzkonzept der "High Security"-Varianten des BMW 760Li und 750Li. Beide Hochsicherheitslimousinen sind nach Angaben des bayerischen Automobilherstellers die weltweit ersten Fahrzeuge, die gemäß der ballistischen Richtlinie BRV 2009 zertifiziert wurden. Beide Modelle sind in die neue Widerstandsklasse 7 eingestuft, wobei die nichttransparenten Bereiche der Karosserie bei beiden Versionen sogar den Anforderungen der Widerstandsklasse 9 entsprechen.

Vor allem die Fahrgastzelle wird durch eine besonders starke Panzerung aus Spezialstahl sowie eine neu entwickelte Sicherheitsverglasung vor Angriffen unterschiedlichster Art geschützt. Zudem verhindert der neuartige Aufbau der rund sechs Zentimeter starken Sicherheitsverglasung mithilfe einer Polycarbonatschicht auf den dem Innenraum zugewandten Seiten das Eindringen von Glassplittern. Die Panzerung deckt die Fahrgastzelle im Bereich der Türen, des Dachs, der Karosseriesäulen, des vorderen Fußraums sowie der Trennwand zwischen Fahrgast- und Gepäckraum vollständig ab, wobei die in einem speziellen Verfahren hergestellten Stahlplatten direkt an die Kontur der Karosserie angepasst wurden. Durch modellspezifisch konzipierte Spaltüberdeckungen sollen zudem kritische Bereiche wie Türfugen und Karosseriespalten zusätzlich gesichert werden. Auch der Unterboden der beiden Hochsicherheitslimousinen weist eine spezielle Panzerung auf, die für maximalen Schutz bei Sprengladungen sorgen soll.

Um optimalen Schutz mit hohem Reisekomfort zu verbinden, erfolgt die Integration der Sicherheitskomponenten als fester Bestandteil der Fahrzeugproduktion im BMW-Werk Dingolfing. Spezifische Fahrwerkskomponenten berücksichtigen dabei das durch die Panzerung erhöhte Gewicht der Limousinen. So gehören neben stärkeren Federn und Fahrwerksstreben unter anderem auch verstärkte Federbeindome zu den modellspezifischen Komponenten.

Der Einsatz einer Doppelquerlenker-Vorderachse im Zusammenspiel mit einer Integral-V-Hinterachse soll neben zahlreichen weiteren Komfort- und Dynamik-Vorteilen ein harmonisches Wank- und Übergangsverhalten bei Kurvenfahrten bewirken. Darüber hinaus sind beide Fahrzeuge mit der elektronisch gesteuerten Dynamic Damping Control ausgestattet - die Dämpfer passen sich adaptiv sowohl der Fahrbahnbeschaffenheit als auch dem Fahrstil an.

Ungeachtet des erhöhten Fahrzeuggewichts sollen beide Sicherheitsmodelle zudem über ein dynamisches Beschleunigungsvermögen aus dem Stand heraus sowie über souveräne Durchzugskraft in allen Geschwindigkeitsbereichen verfügen. Um diese Erwartung zu erfüllen, setzt BMW auf das neue V12-Aggregat sowie den 4,4 Liter großen Achtzylinder-Motor, bei dem die Turbolader im V-Raum zwischen den Zylinderbänken angeordnet sind. In beiden Motoren werden Aluminium-Bauweise, "TwinPower Turbo"-Technologie und die Benzin-Direkteinspritzung "High Precision Injection" miteinander kombiniert.

Das neu entwickelte Zwölfzylinder-Triebwerk des BMW 760Li High Security entfaltet seine Kraft von 400 kW bei einer Drehzahl von 5.250 1/min und stellt ab 1.500 1/min ein maximales Drehmoment von 750 Newtonmetern zur Verfügung. Kombiniert wird das 6,0-Liter-Aggregat mit dem neuen Achtgang-Automatikgetriebe. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h braucht der BMW 760Li High Security 6,2 Sekunden; seine Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 210 km/h limitiert

Der 4,4 Liter große Achtzylinder des BMW 750Li High Security erzeugt eine Leistung von 300 kW im Drehzahlbereich zwischen 5.500 und 6.400 1/min. Das Drehmoment erreicht einen Höchstwert von 600 Newtonmetern, der zwischen 1.750 und 4.500 1/min zur Verfügung steht. Die Schubkraft des Motors wird über ein Sechsgang-Automatikgetriebe an die Hinterräder übertragen. In 7,9 Sekunden erreicht der BMW 750Li High Security die Marke von 100 km/h. Dem Vortrieb wird ebenfalls bei 210 km/h der elektronische Riegel vorgeschoben.

Ebenso wie die Komfort- kann auch die Sicherheitsausstattung beider Security-Modelle den individuellen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. So steht zur sicheren Kommunikation eine Wechselsprechanlage zur Verfügung, über die die Insassen mit Hilfe von verborgenen Mikrofonen und Lautsprechern Kontakt zu Personen außerhalb des Fahrzeugs aufnehmen können, ohne Türen oder Fenster öffnen zu müssen. Die weiteren Sonderausstattungen beinhalten unter anderem eine Überfallalarmanlage, eine Feuerlöschanlage mit Temperaturfühler zur Bekämpfung von Bränden im Motorraum und unter dem Fahrzeug sowie Reizgassensoren zum Schutz der Insassen vor Gasangriffen. Dabei wird ab einer bestimmten Gaskonzentration der Innenraumschutz aktiviert, wobei die Fenster automatisch geschlossen, die Zentralverriegelung betätigt, die Frischluftklappen geschlossen und das Gebläse abgeschaltet wird. Eine zusätzliche Frischluftanlage ermöglicht bei geschlossener Luftzufuhr von außen die Versorgung der Passagiere mit Atemluft.

Zudem stehen spezielle Ausstattungen für Behörden, Regierungen und Botschaften zur Verfügung. Dabei reicht das Spektrum von der Standartenhalterung über die Funkanlagenvorbereitung bis zum Waffenkasten in der Mittelkonsole zur Aufnahme von zwei Maschinenpistolen. Außerdem stehen eine externe Kennleuchte mit Dachbefestigung und integrierte LED-Blitzlichter im Frontgrill zur Verfügung. Die ebenfalls auf Wunsch erhältliche akustische Signalanlage kann über das Bediensystem iDrive gesteuert werden.
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Autor(en): Caterina Schröder
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