14.08.2009

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
BOOKMARK
RSS-Feed
NEWSLETTER

Verschmelzung von Porsche mit VW für 2011 geplant

Der Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, hat in seiner gestrigen Sitzung mit Wirkung ab 15. September 2009 Prof. Dr. Martin Winterkorn (Foto) zum Vorstandsvorsitzenden und Hans Dieter Pötsch zum Finanzvorstand der Gesellschaft bestellt. Sie werden ihre neue Funktion neben ihrem jeweiligen Vorstandsmandat bei der Volkswagen AG ausüben. Prof. Dr. Winterkorn ist seit 2007 Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, Hans Dieter Pötsch seit 2003 Finanzvorstand des Wolfsburger Automobilkonzerns.

Dem Vorstand der Porsche SE gehört darüber hinaus der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Michael Macht, an, der in die Konzernleitung der Volkswagen Aktiengesellschaft berufen werden soll, um dort die Marke Porsche zu vertreten. Ebenfalls Mitglied des Porsche SE-Vorstandes ist Thomas Edig, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Er verantwortet in der Porsche SE das Ressort Administration.

Zudem haben sowohl der Aufsichtsrat der Porsche SE, als auch der Aufsichtsrat der Volkswagen AG in seiner außerordentlichen Sitzung am 13. August 2009 einer zwischen den Vorständen der Porsche SE und der Volkswagen AG, den Arbeitnehmervertretungen beider Unternehmen sowie den Stammaktionären der Porsche SE verhandelten Grundlagenvereinbarung zur Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns mit Porsche unter Führung von Volkswagen zugestimmt. Demnach soll die Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG im Laufe des Jahres 2011 vollzogen werden, sofern dann die rechtlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Für den Fall, dass es nicht zu einer Verschmelzung kommt sieht der Aufsichtsrat Put-Optionen für die Porsche SE und Call-Optionen für Volkswagen auf den Verkauf beziehungsweise den Erwerb der bei der Porsche SE verbliebenen Beteiligung an Porsche AG vor; der Kaufpreis ist auf der Basis der Bewertungsparameter der Kapitalerhöhung bei der Porsche AG berechnet.
Laut Grundlagenvereinbarung wird sich Volkswagen zunächst mit 42,0 Prozent bis Ende 2009 an der Porsche AG beteiligen. Die Beteiligung erfolgt im Wege einer Barkapitalerhöhung mit einem Gesamterlös von voraussichtlich bis zu 3,3 Milliarden Euro auf der Grundlage eines Unternehmenswertes der Porsche AG von 12,4 Milliarden Euro. Zudem ist eine Barkapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Vorzugsaktien bei der Volkswagen AG im ersten Halbjahr 2010 geplant, der die Porsche SE zustimmen wird. Volkswagen gewährt den Gesellschaftern der Porsche GmbH, Salzburg, das Recht, das operative Vertriebsgeschäfts dieser Gesellschaft an Volkswagen zu veräußern. Eine Barkapitalerhöhung bei der Porsche SE soll aller Voraussicht nach im ersten Halbjahr 2011 durch Ausgabe neuer Stamm- und Vorzugsaktien mit gekreuztem Bezugsrechtsausschluss erfolgen. Die Stammaktionärsseite der Porsche SE wird dieser Kapitalerhöhung zustimmen.
Als weiteren Schritt sieht die Vereinbarung die Abstimmung über zwei Satzungsänderungen bei VW bei der nächsten Hauptversammlung des Wolfsburger Konzerns vor. Zum einen soll dem Land Niedersachsen ein Recht eingeräumt werden, als Volkswagen-Aktionär zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat von Volkswagen zu entsenden, solange Niedersachsen mindestens mit 15 Prozent an den Stammaktien der Volkswagen AG beteiligt ist. Die Verankerung des Entsendungsrechts in der Satzung der Volkswagen AG führt dazu, dass die Porsche SE die VW AG zukünftig nicht mehr im Wege der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss einbeziehen wird. Zum anderen muss die Satzungsbestimmung bestätigt werden, wonach für Beschlüsse, für die nach dem Aktiengesetz eine Mehrheit von mindestens 3/4 des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erforderlich ist, eine Mehrheit von mehr als 80 Prozent des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich ist.

Bestandteil der Grundlagenvereinbarung ist auch die Absprache, dass für die Zeit bis 2020 kein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zwischen der Porsche SE und der Volkswagen AG abgeschlossen wird.

Zu den Voraussetzungen für den Vollzug dieser Grundlagenvereinbarung gehören laut Porsche vor allem die Zustimmung der Konsortialbanken der Porsche SE sowie die abschließende Klärung verbliebener struktureller Fragen.
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): Caterina Schröder
   mehr Beiträge vom 14.08.2009:
» Nachrichten:

start
DOSSIERS ZUM THEMA
Karosserie und Leichtbau Hand in Hand
Karosserie und Leichtbau Hand in Hand 30.04.2012 - Konstruktiver und werkstofflicher Leichtbau erhalten durch die steigenden Kraftstoffpreise und die anhaltende Klimadiskussion einen neuen Schub. Da sich das Konstruktionsprinzip eines intelligenten Werkstoffmixes durchgesetzt hat, buhlen zahlreiche Lösungen um ihren... » mehr
Downsizing: Motoren mit kleinem Hubraum (16.04.2012)

Produktivität: Mehr Zug auf die Produktivitätsschraube (19.03.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
start
FACHARTIKEL ZUM THEMA
Der modulare Ottomotorbaukasten von Volkswagen
Der modulare Ottomotorbaukasten von Volkswagen 11.05.2012 - Volkswagen hat eine neue Generation von Drei- und Vierzylinder-Ottomotoren in Reihenbauweise entwickelt. Die Motorfamilie mit der internen Bezeichnung EA211 wurde insbesondere auf die Anforderungen des neuen modularen Querbaukastens des Volkswagen-Konzerns hin... » mehr
Assistenzsystem: Vorausschauende energieeffiziente Fahrzeuglängsregelung (28.02.2012)

Gemischbildung: Der 1,4-l-TSI-Ottomotor mit Zylinderabschaltung (10.02.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
WHITEPAPER ZUM THEMA
Dräxlmaier Group – Moving ahead the automotive future
Dräxlmaier Group – Moving ahead the automotive future 01.08.2008 - Der Name Dräxlmaier steht für automobile Innovationen. Moderne Fahrzeuge von der ersten Idee bis hin zum komplexen Bordnetz, Gesamtinterieur oder Tür-/Cockpitmodul zu betreuen und den Kundenanforderungen gerecht zu werden – diese Leistungen aus einer Hand sind es,... » mehr
start
INTERVIEWS ZUM THEMA
"Die Gewichtsspirale ist durchbrochen"
"Die Gewichtsspirale ist durchbrochen" 30.04.2012 - Das zunehmende Bewusstsein über die Endlichkeit der Ressourcen und die drängende Diskussion um eine Reduzierung der CO2-Emissionen geben dem Thema Leichtbau in der Fahrzeugentwicklung ein neues Gewicht. Neben der Karosserie stehen dabei auch alle anderen Techniken... » mehr
Downsizing: "Die Kundenpreise in akzeptablen Größenordnungen halten" (16.04.2012)

Getriebe: "Ich habe keine Angst, dass das Getriebe mit dem E-Auto verschwindet" (28.11.2011)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
WebTV ZUM THEMA
Zum Dritten: Volkswagen präsentiert den Beetle
Zum Dritten: Volkswagen präsentiert den Beetle 19.04.2011 - 1938, 1998 und 2011: Das sind die wichtigen Jahreszahlen in der Geschichte des Beetles. 1938 kam die Urversion des Fahrzeugs auf den Markt, im Jahr 1998 folgte der New Beetle und nun feierte die komplett neue Generation des Modells weltweit Premiere. Und zwar... » mehr
Porsche Panamera S debütiert mit Hybrid-Antrieb in Genf (16.02.2011)

Der neue Porsche Boxster Spyder (05.11.2009)

mehr  MEHR ANZEIGEN
start
NACHRICHTEN ZUM THEMA
Volkswagen will Mitarbeiter mit internem Innovationspreis motivieren
Volkswagen will Mitarbeiter mit internem Innovationspreis motivieren 21.05.2012 - Volkswagen hat am Dienstagabend, 15. Mai 2012, zum ersten Mal seinen neu geschaffenen internen Innovationspreis für hervorragende Produkte und Prozesse verliehen. Anlass der Verleihung, zu der Professor Dr. Werner Neubauer, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen... » mehr
Downsizing: Downsizing erhöht Marktdurchdringung von Ottomotoren (18.05.2012)

Fahrsimulation: Porsche Panamera S Hybrid für das WHZ-Fahrsimulationslabor (18.05.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
FIRMEN ZUM THEMA
KRATZER AUTOMATION Aktiengesellschaft
KRATZER AUTOMATION Aktiengesellschaft
D 85716 Unterschleißheim

Carmeq GmbH
(D 10587 Berlin)

ITI GmbH
(D 01067 Dresden)

mehr  MEHR ANZEIGEN
start
BÜCHER ZUM THEMA
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik 01.11.2011 - Aus der Reihe: ATZ-MTZ Fachbuch Kfz-Wissen aus erster Hand von über 100 Autoren Fahrzeugingenieure in Praxis und Ausbildung benötigen den raschen und sicheren Zugriff auf Grundlagen und Details der Fahrzeugtechnik sowie wesentliche... » mehr
Lenkkinematik: Lenkungshandbuch (15.06.2011)

Kraftfahrzeug: Fahrzeugentwicklung im Wandel (04.05.2010)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
 
start
PREMIUM PARTNER
start
LOGIN FACHARTIKEL-ARCHIV
 
start
NEUES THEMENDOSSIER ONLINE
Alternative Kraftstoffe - Energiequellen und -träger der Zukunft

ThemendossierMit den Online-Themendossiers für automobile Ingenieure greift ATZonline Titelstrecken der Fachmagazine der ATZ-Familie auf und erweitert sie um aktuelle Nachrichten, Fachbeiträge und Interviews aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung beim Hersteller & Zulieferer zum Thema Auto und Technik.

Aktuell: Alternative Kraftstoffe - Energiequellen und -träger der Zukunft
start
LESEPROBE KOSTENLOS ONLINE BLÄTTERN

Lesen Sie hochaktuelle Beiträge zu den Themen Auto & Technik auf technisch wissenschaftlichem Niveau aus Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Produktion der Automobilindustrie.

» ATZ: Seit 1898 in der Automobilindustrie die Zeitschrift für Auto & Technik

» MTZ: In der Auto-Motor-Entwicklung die Zeitschrift für Ingenieure

» ATZelektronik: Die Auto-Zeitschrift für Elektronik & Elektrotechnik

» ATZproduktion: Die Technik-Zeitschrift für die Automobilindustrie-Produktion
start
NEWSLETTER
Mit dem Newsletter erhalten Sie zwei Mal in der Woche aktuelle News, Berichte, Events und Interviews aus der Automobiltechnik und Automobilentwicklung. Natürlich kostenlos!

Exklusiv für Newsletter-Abonnenten:
regelmäßig kostenlose Fachartikel

  
start
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE
Das Wissen der Experten:
Qualitätsgeprüft. 25.000 Stichwörter. Kostenlos.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen
start
KOOPERATIONEN
eCarTecElektro-Mobil Kongress
 
RSS Home Springer Automotive Media Mediadaten AGB/Datenschutz Impressum Kontakt

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2012