09.09.2009

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Fraunhofer und DLR gründen zwei Leichtbau-Forschungsgruppen

Faserverbundwerkstoffe sollen nicht nur Flugzeuge und Fahrzeuge, sondern auch Maschinenelemente leichter und damit energiesparender machen. Vor diesem Hintergrund erfolgte in Augsburg am 7. September 2009 der erste Spatenstich für die Fraunhofer-Projektgruppe "Funktionsintegrierter Leichtbau" und das "Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie" des DLR.

Schwerpunkt der Projektgruppe "Funktionsintegrierter Leichtbau" ist es, neue Werkstoffe und Verfahren für die Automobil- und Maschinenbauindustrie zu entwickeln. Die Projektgruppe wurde im Februar diesen Jahres als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie ICT in Augsburg gegründet. Sie wird vom Land Bayern gefördert und soll sich in den kommenden Jahren zu einem eigenständigen Institut entwickeln. Für den Aufbau der Fraunhofer-Einrichtung stellt das Land Bayern 22 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt Augsburg beteiligt sich mit 3,5 Millionen Euro am Neubau. Der 2600 m² große Bau wird auf fünf Etagen Büros, Laboratorien, Technika und Werkstätten für die Bearbeitung der Forschungsaufträge zur Verfügung stellen und den Ausbau der Projektgruppe auf etwa 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis Ende 2013 ermöglichen.

Im ZLP arbeiten Forscher des DLR an automatisierten Produktions- und Montagemethoden, flexiblen Robotersystemen sowie mechatronischen Handhabungssystemen für Faserverbundkunststoff-Strukturen der Luftfahrzeuge der nächsten Generation. Gefördert wird das neue Zentrum durch das Land Bayern und das Bundeswirtschaftsministerium.

"Der Leichtbau gehört im Zeichen eines steigenden Umweltbewusstseins und schwindender Ressourcen zweifelsohne zu den wichtigsten Zukunftstechnologien im Flugzeug-, Fahrzeug- sowie Maschinenbau. Eine besondere Rolle kommt hierbei den Hochleistungsfaserverbundwerkstoffen zu, die nicht nur das höchste Leichtbaupotenzial, sondern gleichzeitig vielfältige funktionale Vorteile bieten", betont Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Die größte Bedeutung haben hierbei kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe. Sie sind etwa 30 Prozent leichter als Aluminium und 60 Prozent leichter als Stahl. Voraussetzung für die Nutzung dieses enormen Leichtbaupotenzials seien neue Konzepte, die eine faser- und textilgerechte konstruktive Gestaltung, neuartige Bauweisen, aber auch neue Struktur- und Werkstoffkonzepte sowie großserienfähige Fertigungstechnologien mit hohem Automatisierungsgrad einschließen.
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Autor(en): Caterina Schröder
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