15.09.2009

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Der erleichterte MX-5

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Nur drei Monate blieben dem Team um Chefdesigner Peter Birtwhistle, nachdem die Entscheidung gefallen ist, den Roadster "Mazda MX-5 Superlight Version" als Konzeptfahrzeug auf der IAA 2009 in Frankfurt zu zeigen. Die Aufbauarbeit begann mit dem Lackieren der Karosserie in Weiß. Dann werden die Sportschalensitze sowie Lenkrad, Schalt- und Handbremshebel im Mazda Designstudio mit Leder bezogen und eingebaut. Es folgen alle extern vorgefertigten Kohlefaser-Bauteile. Zum Schluss legen die Designer Hand an die Mittelkonsole, die Armauflagen, Sicherheitsgurte und Überrollbügel. Dabei brachten sie ihre Ideen zu Papier, entschieden und modellierten umgehend in Originalgröße aus modellierbarem Ton. Das Cockpit entstand zusammen mit den Streben der Türinnenseiten. Alle Bauteile wurden dann digitalisiert. Die Daten gingen an ein externes Studio für Prototypen-Bau, wo die Teile aus glasfaserverstärktem Kunststoff und Kohlefaser gebaut und später eingepasst wurden. Auf diese Weise entstand auch Mittelkonsole mit Gangschalt- und Handbremshebel. Parallel dazu wurde der serienmäßiger MX-5-Motor MZR 1.8 um jene Bauteile erleichtert, die später erneuert wurden. Unter Federführung von Mazda-Designern und Fahrwerksingenieuren entstand so ein fahrbereiter "Rohling" der MX-5 Superlight Version, der 995 Kilogramm wiegt. Allerdings ist dabei zu beachten, dass auch die Ausgangsbasis, das Serienfahrzeug MX-5, lediglich 1.075 Kilogramm wiegt.

Um das Gesamtgewicht möglichst niedrig zu halten, stellen die Entwickler all die Bauteile auf die Waage, die nicht unmittelbar dem Fahren dienen. Die Sicherheitselemente bleiben unangetastet. Im Einzelnen werden durch Weglassen und Substitution Windschutzscheibe mit Rahmen und Scheibenwischern, Faltdach mit Klappmechanismus, Seitenscheiben inklusive Fensterhebern, Türgriffe und die äußeren Rückspiegel eingespart - ihre Funktion übernimmt ein zentrale Spiegel mit erweitertem Sichtfeld. Ebenso entfallen Innenverkleidungen, Teppiche und Geräuschisolation, die serienmäßige Sitzanlage, Klimaanlage, Wärmetauscher und Lüftungssystem sowie Armaturenträger, Mittelkonsole, Schalt- und Handbremshebel sowie die Armauflage zwischen den Sitzen.

Für den Vortrieb sorgt im leichten Roadster ein 1,8-Liter-Vierzylindermotor. Das schwingungsarme Aggregat entwickelt 93 kW sowie ein maximales Drehmoment von 167 Newtonmetern bei 4.500 1/min und ist mit dem ebenfalls aus dem Serienmodell bekannten Fünfganggetriebe gekoppelt. So beschleunigt die Studie in 8,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und verbraucht laut Mazda im Durchschnitt 6,3 Liter auf 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen liegen entsprechend bei 150 Gramm pro Kilometer.

Seine höheren Fahrleistungen verdankt das Konzeptfahrzeug der in Summe rund 100 Kilogramm leichteren Gesamtkonstruktion und dem geringeren Luftwiderstand der Karosserie. Für den entsprechenden Klang der Antriebseinheit sorgen eine neue Luftansauganlage aus Edelstahl sowie die vom Mazda3 MPS übernommene Abgasanlage. Sie soll einerseits einen höheren Luftmassendurchsatz und andererseits einen geringeren Abgasgegendruck gewährleisten.

Der höheren Fahrdynamik verpflichtet, kommt eine Vier-Kolben-Festsattel Bremsanlage mit gelochten Bremsscheiben zum Einsatz. Sie stammt von Brembo und erfordert wegen ihrer Einbaugröße eine Spurverbreiterung um 50 Millimeter. Mit Hilfe eines speziell abgestimmten Fahrwerks mit Stoßdämpfern von Bilstein und Federn vom Spezialisten Eibach kauert die Karosserie um 30 Millimeter tiefer über dem Asphalt als der serienmäßige MX-5. Die sportlich spitz ausgelegte, servounterstützte Zahnstangenlenkung bleibt unverändert.
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Autor(en): Caterina Schröder
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