16.09.2009

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Mann + Hummel entwickelt Dieselpartikelfilter mit neuartiger Fertigungstechnik

Bei der Entwicklung eines neuen Dieselpartikelfilters setzt Mann + Hummel auf ein neues Konzept. Anstelle der aktuell gängigen Werkstoffe Cordierit und Siliciumcarbid wird der neue Partikelfilter aus dem Keramikwerkstoff Aluminiumtitanat bestehen, einer Oxidverbindung aus Aluminium und Titan. Diese hat im Vergleich zum bisher üblichen Cordierit eine höhere Temperaturbeständigkeit und dehnt sich im Betrieb deutlich weniger aus als das ebenfalls verbreitete Siliciumcarbid. Dank dieser Eigenschaften ist es möglich, einen temperaturbeständigen Filter in einem Teil herzustellen.

Für die Produktion greift das Unternehmen auf die Fertigung von Kompaktluftfilterelementen zurück. So dient eine abgewandelte Form des Kompaktluftfilters aus Papier als Träger für den neuen Dieselpartikelfilter. Dazu erzeugt man einen homogenen Papierkörper mittels Wickeltechnik, wie er in dieser Form der Luftfilterherstellung üblich ist. Dann wird die neuartige CCP-Technologie (Ceramic Coated Paper) angewendet. Dabei wird der Träger aus Papier in eine Keramiksuspension eingetaucht, die die Papierfasern vollständig umschließt. Anschließend wird das Papier ausgebrannt, gleichzeitig werden die Keramikteilchen gesintert. Da beim Wickelprozess des Papierkörpers bereits ein Keramikklebstoff zwischen die Papierlagen eingebracht wird, erfolgt das für die Filtration essenzielle wechselseitige Verschließen der Kanäle automatisch. Am Ende des neuen Fertigungsprozesses steht der fertige Dieselpartikelfilter.

Der neue Filter soll eine verbesserte Speicherkapazität für Rußpartikel aufweisen. Wegen des geringeren Abgasgegendrucks können weiterhin die CO2-Emissionen gesenkt werden. Außerdem soll die Neuentwicklung den Konstrukteuren größere Freiheiten in Sachen Bauraum und Design einräumen. Da Form und Größe des Filters einzig vom verwendeten Trägerpapier und der Wickeltechnik abhängen, wird das neue Produkt vor allem in puncto Kanalgeometrie und Filterform mehr Flexibilität und neue Möglichkeiten bieten. Anzahl und Geometrie der Filterkanäle werden sich leichter und schneller verändern lassen, sodass konische Kanäle ebenso möglich sind wie Öffnungen zwischen den Kanälen.

Ende 2009 wird auf einer Pilotanlage in Ludwigsburg die Produktion mit rund 60.000 Filtern pro Jahr beginnen. Eine Großserienanlage ist für 2012 geplant.
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Autor(en): Moritz-York von Hohenthal
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