21.09.2009

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Update: New Small Family mit E-Motor

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Volkswagen zeigt jetzt in Frankfurt auf der IAA 2009 eine Studie, die sehr realitätsnah zeigen soll, wie sich VW technisch, optisch und im Hinblick auf eine sinnvolle Größe einen Volkswagen mit reinem E-Antrieb vorstellt. Während Verbrennungsmotoren für die Wolfsburger bis auf weiteres unschlagbar auf mittleren und langen Distanzen sind, gibt Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Elektroautos wie dem E-Up! ab 2013 vor allem in der City eine Chance.

Die unter der Leitung von Dr. Ulrich Hackenberg, Volkswagen-Markenvorstand für den Geschäftsbereich Entwicklung, konzipierte Zero-Emission-Studie basiert auf Modulen der für das Jahr 2011 erwarteten New Small Family, ist mit einer Länge von 3,19 Metern aber nochmals kompakter (Breite: 1,64 m, Höhe: 1,47 m).

Angetrieben wird der 135 km/h schnelle 3+1-Sitzer von einem Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 60 kW (Dauerleistung: 40 kW). Aus dem Stand heraus entwickelt der vorn eingebaute Motor des Fronttrieblers ein maximales Drehmoment von 210 Newtonmetern. Den Vor- oder Rückwärtsgang aktiviert der Fahrer per Drehknopf in der Mittelkonsole. Für den Sprint von null auf Tempo 100 benötigt die Studie 11,3 Sekunden, der innerstädtischen Zwischenspurt von 0 auf 50 km/h ist in 3,5 Sekunden absolviert. Diese Dynamik ist einerseits auf die Drehmomentcharakteristik des Elektromotors, andererseits auf das niedrige Gesamtgewicht des E-Up! von 1.085 Kilogramm zurückzuführen.

22 % davon entfallen auf die 240 Kilogramm wiegende Lithium-Ionen-Batterie. Mit der realisierten Batteriekapazität von 18 kWh sollen je nach Fahrweise Distanzen von bis zu 130 Kilometern zurückgelegt werden können. "Betankt" wird der E-Up! zuhause in der Garage, im Parkhaus oder unterwegs an einer der angedachten City-Stromsäulen, die via Chipkarte freigeschaltet werden. In Abhängigkeit von der vorhandenen Ladeinfrastruktur und dem aktuellen Ladezustand soll die Speicherbatterie in gut einer Stunde auf bis zu 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität nachgeladen werden können. Die integrierte Schnittstelle verbirgt sich unter dem klappbaren VW-Logo auf der Motorhaube.

Zusätzliche Energie sowie Kühlung des Innenraums im Stand bringen Solarzellen, die auf einer Fläche von 1,4 Quadratmetern auf dem Dach angeordnet sind. Diese Fläche zwischen dem hinteren Teil des Dachkantenspoilers und der Windschutzscheibe kann durch das Herunterklappen der ebenfalls mit Solarzellen bestückten Sonnenblenden auf insgesamt 1,7 Quadratmeter vergrößert werden.

Die Batterien selbst befinden sich im Unterboden des E-Up!. Um das Gewicht des Batteriesystems optimal zu verteilen, gibt es eine spezielle, crashgeschützte Wanne in der Bodengruppe, die die Zellen aufnimmt. Für einen konstanten Wärmehaushalt innerhalb der Batterie sorgt eine Luftkühlung. Die hierfür benötigten Lüfter und Wärmetauscher wurden im vorderen Bereich des Unterbodens untergebracht.

Alle wesentlichen Antriebs- und Nebenaggregate haben die Teams der Konzept- und Aggregate-Entwicklung vorn im Motorraum integriert. Ein elementarer Beitrag zur Gewichtssenkung und Reduzierung des Bauraumbedarfs für die Antriebseinheit wird durch eine integrierte Form des elektrischen Antriebes geleistet. Hintergrund: Im sogenannten Integralantrieb werden in kompakter Form alle für den Triebstrang wichtigen Komponenten vereint. Hierbei bildet der Elektromotor zusammen mit dem Getriebe und dem Differential das Herzstück dieses Antriebs. Die Energieversorgung erfolgt über einen Hochleistungs-Pulswechselrichter, der zusammen mit dem 12-Volt-Bordnetz-DC/DC-Wandler und dem Ladegerät zum kompakten Integralantrieb zusammengefasst ist. Mit einem Gewicht von 140 Kilogramm ist der Integralantrieb zudem sehr leicht.

Um den Energiehaushalt der Elektroautos nicht unnötig zu belasten, wurden Features wie die Außenspiegeleinstellung und die Fensterheber manuell ausgelegt. Modern fällt dagegen das touchscreen-basierte HMI (Human Machine Interface) mit intelligenten Anzeigen und Assistenzfunktionen. Während der Navigation berücksichtigt das System beispielsweise permanent den aktuellen Ladezustand der Batterien, eingeschaltete Verbraucher wie Licht und Klimaanlage, aktuelle Verkehrsdaten, Höhenprofile der möglichen Strecken und die Position der verfügbaren Ladestationen. Über das HMI kann zudem der Ladevorgang auf die Minute genau geplant werden. Ebenso kann der Ladevorgang auch außerhalb des Fahrzeugs über eine auf einem iPhone oder einem ähnlichen mobilen Geräten installierte Applikation aktiviert werden. Zugleich kann über die Applikation der aktuelle Ladezustand und die Position des Fahrzeugs abgefragt werden.

Um verhältnismäßig großzügigen Platzverhältnisse zu schaffen, reduzierten die Innenraumdesigner das Armaturenbrett in seiner Größe und verlagerten es nach vorn Richtung Motorraum. Möglich wurde dies unter anderem durch eine Optimierung der Bauteile innerhalb der Schalttafel. Zudem befindet sich der Beifahrersitz dank der nach vorn verlagerten Armaturen um 50 Millimeter weiter vorn. Durch den so im Fond vergrößerten Knieraum sollen auf der Beifahrerseite bequem zwei Erwachsene sitzen können. Der Platz hinter dem Fahrer wurde dagegen als Notsitz ausgelegt.

Zusätzliche Bewegungsfreiheit verschafft den Fond-Passagieren der abgesenkte Mitteltunnel vor der Rücksitzbank; er dient dabei als zusätzliche Fußablage. Möglich macht das der Einsatz einer elektrischen Parkbremse im Stile des Passat, so dass auf der Fußablage kein Hebelwerk im Wege steht.

Zur Komfortoptimierung im Fond ist die Rücksitzlehne 40 zu 60 teilbar. Mit dem Umklappen der Lehne auf der Fahrerseite (40-Prozent-Teil) vergrößert sich das Ladevolumen von 85 auf 180 Liter (bei Beladung bis zur Oberkante der Vordersitzlehne). Dieser Stauraum kann durch eine aus der umgelegten Lehne herausklappbare Laderaumbegrenzung seitlich geschlossen werden. Sobald die Rücksitzlehne komplett umgeklappt wird, ergibt sich ein Kofferraumvolumen von 320 Litern.
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Autor(en): Caterina Schröder
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