Auf der einen Seite Kurzarbeit, Entlassungen, Einstellungsstopps und auf der anderen die stete Suche nach gut ausgebildeten Ingenieuren - diesen Spagat bewältigen derzeit fast alle Personaler in den Unternehmen der Automobilindustrie. Hinzu kommen stark gekürzte Personalmarketingbudgets.
Rüsten für den konjunkturellen Aufschwung
Doch gerade in diesen Krisenzeiten hätten auch kleine und mittelständische Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen der Branche bessere Chancen, ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen personell zu verstärken und sich für den bevorstehenden konjunkturellen Aufschwung zu rüsten. Denn häufig hatten diese Unternehmen in der Vergangenheit schlechtere Karten bei attraktiven Bewerberzielgruppen als die großen Arbeitgebermarken wie etwa die Automobilhersteller. Zudem ermöglicht die leicht gesunkene Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure deren Rekrutierung zu deutlich geringeren Kosten.
Der Arbeitsmarkt für Ingenieure
Laut VDI Ingenieurmonitor nahm die Arbeitslosigkeit im Ingenieursegment gegenüber dem Mai zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder leicht ab, aber im Vergleich mit dem Vorjahresmonat wird deutlich, wie stark die Finanzmarktkrise den Arbeitsmarkt für Ingenieure beeinflusst. Die Unternehmen in Deutschland reduzierten die Anzahl ihrer offenen Stellen im Vergleich zum Vormonat um 1,7 % auf 58.854 Stellen. Die Kombination dieser beiden Entwicklungen führte zu einer leichten Verringerung der Ingenieurslücke. Trotzdem war vor allem die Berufsordnung der Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure, die im Juni 2009 gut 45 % der gesamten Ingenieurslücke ausmachte, auch weiterhin von Fachkräfteengpässen betroffen (Quelle: VDI Ingenieurmonitor, Der Arbeitsmarkt für Ingenieure im Juni 2009).
Auch der Faktor demografische Entwicklung wird von vielen Unternehmen in ihren Planungen noch nicht ausreichend berücksichtigt. In den kommenden Jahren wird mit den Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge lediglich der Ersatzbedarf für aus dem Berufsleben ausscheidende Ingenieure gedeckt werden können (Quelle: Studie Ingenieurarbeitsmarkt 2008/09 - Fachkräftelücke, Demografie und Ingenieure 50plus, VDI e. V. und Institut der deutschen Wirtschaft). Höchste Zeit also, das Thema Ingenieurrecruiting zur Chefsache zu erklären - denn High-Tech-Unternehmen werden künftig an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, wenn sie gerade in diesem Bereich personell unterbesetzt sind. Metadaten anzeigen:Autor verbergen |
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Effizienz - elektrischer Systeme - Standards und Maßnahmen
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