01.10.2009

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Build-to-Order in der SMT-Fertigung

Stetig wechselnde Stückzahlen, kleine Losgrößen und eine wachsende Variantenvielfalt beeinflussen auch die Elektronikfertigung. Die Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co.KG (SEAS) hat darauf reagiert und heute, 1. Oktober 2009, anlässlich einer Pressekonferenz im Vorfeld der Münchner Fachmesse "Productronica" mit "Siplace SX" den weltweit ersten ganz auf Build-to-Order-Prozesse ausgerichteten Bestückautomaten vorgestellt. Damit einher geht ein neues Konzept für die skalierbare, "atmende" Elektronikfertigung: Über spezielle, schienengeführten Wechselportale kann die Bestückleistung von Siplace SX-Linien erstmals unabhängig von der Stellplatzkapazität skaliert werden. Der Ein- und Ausbau der Wechselportale kann von nur einer Person binnen weniger Minuten bewerkstelligt werden. Neu eingebaute SX-Wechselportale kalibrieren sich selbst. Ihre in elektronischen Speichern gehaltenen spezifischen Daten werden beim Einbau automatisch an die Maschinenplattform übertragen. Capacity-on-Demand bedeutet dementsprechend, die Bestückleistung einfach entsprechend der jeweiligen Fertigungssituation auf und ab zu skalieren. Aber auch Feeder-Stellplätze können so flexibel und unabhängig von der Leistung hinzugefügt und die Bauelemente-Bereitstellkapazität somit "on demand" ebenfalls flexibilisiert werden.

Ergänzt werden die Siplace SX und ihre Wechselportale mit einer weiteren Produktneuheit, dem "Siplace Multistar CPP"-Bestückkopf. Der neuentwickelte 12-Segment-Bestückkopf beherrscht drei Bestückmodi: Collect&Place für kleine und mittelgroße Standardbauteile, Pick&Place für Groß- und Sonderbauteile sowie ein Mixed Mode, der beide Modi kombiniert. Zwischen jedem Bestückvorgang kann softwaregesteuert zwischen diesen drei Modi gewechselt werden. Damit lässt sich der Siplace Multistar CPP auf den Siplace SX-Wechselportalen flexibel über die ganze SMT-Linie einsetzen und passt sich auch bei Produktwechseln der jeweiligen Aufgabe an. Mit den neuen Technologien ist es Elektronikfertigern erstmals möglich, die Bestückleistung ihrer SMT-Linien zu skalieren und ihre Fertigung den aktuellen Produkten und der schwankenden Auftragslage anzupassen. Davon profitieren im aktuellen Branchenumfeld nicht zuletzt Automobilzulieferer und ihre Vorlieferanten.
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Autor(en): Stefan Schlott
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