22.10.2009

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MultiAir-Technik feiert bei Fiat Premiere im Punto Evo

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Ein "prägnanteres Karosseriedesign" mit "noch höherwertigerem Innenraum" kennzeichnet den neuen Fiat Punto Evo, der am kommenden Samstag in den Verkaufsräumen der Händler stehen wird. Der Nachfolger des Grande Punto bietet bereits in der Basisversion eine erweiterte Sicherheitsausrüstung mit sieben Airbags, ESP und eine Berganfahrhilfe. Auffallendes Merkmal des als Drei- und Fünftürer erhältlichen Modells ist die markantere Fahrzeugfront mit in die Hauptscheinwerfer integrierten Tagfahrleuchten und ein breiter wirkendes Heck. Wie es am 21. Oktober 2009 bei der Präsentation des B-Segment-Vertreters im Stuttgarter Meilenwerk hieß, kann der Kunde zwischen sieben Motorvarianten, darunter drei Dieselaggregaten, wählen, wobei ihm ein Leistungsspektrum von 48 bis 99 kW angeboten wird.

Neu im Fiat-Programm sind bei den insgesamt vier angebotenen Ottomotoren die beiden 1,4-l-MultiAir-Aggregate, die mit 77 beziehungsweise 99 kW Leistung offeriert werden. Das von Fiat Powertrain Technologies entwickelte und patentierte System zeichnet sich dadurch aus, dass auf der Einlassseite die Ventile nicht mehr über eine mechanische Nockenwelle angetrieben werden. Die Ventilsteuerung übernimmt ein elektrohydraulisches Steuersystem und ermöglicht eine voneinander unabhängige Betätigung der Einlassventile. "Durch diese zylinderselektive Steuerung sind sowohl Länge als auch Zeitpunkt und Anzahl der Ventilöffnungen unbegrenzt variabel", hieß es. Dies ermögliche einen deutlich höheren Wirkungsgrad des Motors. Da das System auch die Luftzufuhr zu den Zylindern steuere, entfalle die bisherige konventionelle Aufgabe der Drosselklappe im Ansaugtrakt. Drosselklappenverluste seien damit kein Thema mehr. Wie Fiat betont, ist MultiAir Teil der Downsizing-Strategie, um aus kleinerem Hubraum gleiche oder höhere Leistung zu holen. Künftig soll diese Technik auch in den Dieselmotoren zu finden sein.

Topmotor bei den Selbstzündern ist der 1.6 16V Multijet mit einer Leistung von 88 kW bei 3750 1/min und einem maximalen Drehmoment von 320 Newtonmetern bei 1750 1/min. Mit ihm beschleunigt das 193 km/h schnelle Fahrzeug in 9,6 Sekunden auf 100 km/h. Den Verbrauch gibt Fiat mit 4,5 l/100 km an, die CO2-Emissionen mit 119 g/km.

Darunter steht dem Käufer ein 1,3-l-Dieselmotor mit Multijet-Direkteinspritzung der zweiten Generation zur Verfügung, der in zwei Leistungsvarianten (55 und 70 kW) angeboten wird. Konstruktive Unterschiede finden sich dabei besonders im Turbolader, der im Gegensatz zum 70-kW-Aggregat in der schwächeren Version eine feste Schaufelradgeometrie aufweist. Wie es in Stuttgart hieß, zeichnen sich die neuen Multijet-Motoren durch neue Einspritzventile und eine höhere Anzahl von Einspritzungen (acht statt fünf) aus. Der motornahe Anbau des Katalysators und ein zusätzlicher AGR-Kühler sollen eine optimierte Verbrennung und reduzierten Verbrauch gewährleisten.

Die Multijet-II-Direkteinspritzung gewährleiste eine Senkung des Verbrauchs um zwei Prozent, um 30 Prozent reduzierte Stickstoff-Emissionen, eine gegenüber den bisherigen Turbodiesel-Motoren um fünf Prozent höhere Leistung und 25 Prozent mehr Drehmoment. Beide Motortypen sind mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet. Alle Common-Rail-Selbstzünder sind mit Partikelfilter ausgerüstet und erfüllen die Vorgaben von Euro 5.
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Autor(en): Ulrich Knorra
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