23.10.2009

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Sartre-Projekt: Autonomer Kolonnenverkehr ist sicherer und spart 20 % Kraftstoff

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Sartre soll den autonomen Kolonnenverkehr auf Autobahnen Realität werden lassen. Dazu fokussiert das von der EU gestartete Forschungsprojekt "Safe Road Trains for Environment" die Weiterentwicklung und Erprobung neuer Technologien, mit denen Fahrzeuge eigenständig im Kolonnenverkehr fahren können. Das Potenzial der Technologie wird von den Projektteilnehmern als beachtlich angesehen, da es einen verbesserten Verkehrsfluss, kürzere Fahrzeiten, mehr Komfort und weniger Unfälle ermöglichen soll. Zugleich verweisen die Experten auf die positiven Umweltaspekte, denn der Kolonnenverkehr sorge für eine Verbrauchssenkung und die Reduzierung von CO2-Emissionen um rund 20 Prozent. Grund dafür sei, dass die Fahrzeuge im Kolonnenverkehr mit geringem Abstand fahren und so der Luftwiderstand deutlich reduziert wird.

Der erste Einsatz von Testfahrzeugen mit der neuen Technologie ist bereits 2011 geplant. Diese werden dann mit einem Navigationssystem sowie einer Sende- und Empfangseinheit ausgestattet sein, die mit einem Führungsfahrzeug kommunizieren. Zudem müssen die Autos selbsttätig Gas und Bremse betätigen und die Lenkung bedienen können - alles Funktionen, die in modernen Fahrerassistenzsystemen zum Einsatz kommen. Ein weiterer Vorteil der Sartre-Idee: Da das System in die Fahrzeuge integriert ist, sind für den Betrieb keine Änderungen der Verkehrsinfrastruktur erforderlich.

In der Praxis soll die Kolonne durch ein sogenanntes Führungsfahrzeugs angeführt werden, das mit voller Kontrolle des Fahrers über sämtliche Fahrzeugfunktionen betrieben wird. Die ihm folgenden sechs bis acht Fahrzeuge fahren autonom, bis der jeweilige Fahrer wieder selbst die Kontrolle über sein Fahrzeug übernimmt und die Kolonne verlässt. Die verbleibenden Fahrzeuge schließen die entstandene Lücke und setzen ihre Fahrt fort, bis sich der Konvoi schließlich auflöst.

Das Projekt Sartre wird von der EU-Kommission unterstützt. Es wurde im September 2009 gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Geleitet wird Sartre vom britischen Unternehmen Ricardo UK Ltd, zudem beteiligen sich neben Volvo das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen, SP Technical Research Institut of Sweden, The Robotiker-Tecnalia Technology Centre sowie IDIADA (beide aus Spanien) an dem Projekt.
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Autor(en): Caterina Schröder
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