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Der neue Audi A8: Motoren, Getriebe und Fahrwerk

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Audi startet die nächste Generation des A8 und will neue Maßstäbe bei Limousinen der Luxusklasse setzen. Die elegant gezeichnete Karosserie besteht in der Audi-Space-Frame-Bauweise aus leichtem Aluminium, die Motoren sind stark und effizienter als ihre Vorgänger, die Kraftübertragung und das Fahrwerk sollen Dynamik mit Komfort vereinen. Neuartige Assistenzsysteme wie der Nachtsichtassistent mit Wärmebildkamera und die Tempolimitanzeige erhöhen ebenso die Sicherheit wie das neue Sicherheitssystem "Audi pre sense" zur Vermeidung von Unfällen und zur Minderung ihrer Folgen.

Der neue Audi A8 startet mit zwei starken V8-Motoren auf den Markt, einem Ottomotor und einem TDI. Ein zweiter Diesel mit sechs Zylindern folgt wenig später. Die Leistungsspanne dieser drei Aggregate liegt zwischen und 184 kW und 273 kW. Alle Motoren erhalten ihren Kraftstoff per Direkteinspritzung, und sollen bis zu 22 Prozent weniger verbrauchen als ihre Vorgänger. Dazu haben die Motoren Bausteine aus dem "Modularen Effizienzbaukasten" von Audi an Bord. Das Rekuperationssystem wandelt die kinetische Energie beim Verzögern in elektrischen Strom um, der in der Batterie zwischen gespeichert wird. Beim Thermomanagement kontrolliert ein Rechner mehrere Stellern, um die Wärmeströme zwischen Motor, Getriebe und Innenraum in jeder Situation ideal zu verteilen. Nach dem Kaltstart wird der Motor vorübergehend ganz vom Kühlkreislauf abgekoppelt, um die Warmlaufphase mit ihren hohen Reibungsverlusten zu verkürzen.

Der 4.2 FSI schöpft aus 4.163 Kubikzentimetern 273 kW, bei 3.500 1/min produziert er sein Maximum von 445 Newtonmetern Drehmoment. Er beschleunigt den A8 in 5,7 Sekunden von null auf 100 km/h, der Vortrieb endet - wie bei allen Motorisierungen - bei elektronisch abgeregelten 250 km/h. Im EU-Zyklus verbraucht sich der starke Benziner laut Audi 9,5 Liter/100 km - eine Reduzierung um 1,4 Liter oder 13 Prozent gegenüber dem Vorgänger, bei einem Leistungs¬zuwachs von 16 kW. Der CO2-Ausstoß beträgt entsprechend 219 Gramm pro Kilometer. Der wichtigste Grund dafür ist die Senkung der inneren Reibung, vor allem im Kettentrieb für die Nockenwellen und Nebenaggregate sowie die effizient geregelte Ölpumpe, die zwischen zwei Druckstufen umschaltet. Wie alle Ottomotoren von Audi nutzt der V8 die Direkteinspritzung FSI. Sie erlaubt eine hohe Verdichtung von 12,5:1, welche die Leistung und die Effizienz steigert.

Der 4.2 TDI entwickelt 258 kW und bis zu 800 Newtonmeter Drehmoment - letztere stehen schon zwischen 1.750 und 2.750 Touren zur Verfügung. Der V8 beschleunigt den A8 aus dem Stand auf 100 km/h ist in 5,5 Sekunden. Der Output ist um 18 kW und 150 Newtonmeter gewachsen, der Normverbrauch hingegen um 1,8 Liter/100 km beziehungsweise 19 % gesunken, so dass der neue A8 4.2 TDI laut Hersteller 7,6 l/100 km benötigt, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 199 g/km. Die gesteigerte Performance resultiert vor allem aus einem erhöhten Druck der Common Rail-Anlage - sie spritzt jetzt mit 2.000 bar ein. Die Reduzierung der inneren Reibung war ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt, wie auch die beiden Turbolader und die Abgasrückführanlage.

Zu den beiden V8-Motoren kommt kurz nach dem Marktstart ein Sechszylinder - auch der 3.0 TDI wurde grundlegend überarbeitet. Er mobilisiert aus seinen 2.967 Kubikzentimetern Hubraum 184 kW und stemmt zwischen 1.500 und 3.000 1/min 550 Newtonmeter auf die Kurbelwelle - 13 kW und 100 Newtonmeter mehr als bisher. Der V6-Diesel bringt den A8 in 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h und soll im Mittel 6,6 Liter Kraftstoff pro 100 km verbrauchen - eine Verbesserung von 1,9 l/100 km oder 22 Prozent. Pro Kilometer emittiert er somit 174 Gramm CO2. Der 3.0 TDI arbeitet serienmäßig mit einem Start-Stop-System zusammen.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird Audi eine zweite Variante des V6-TDI mit 150 kW auflegen, die ausschließlich die Vorderräder antreibt. Im EU-Fahrzyklus liegt der neue Motor nach Angaben des Ingolstädter Automobilherstellers bei 6,0 Litern auf 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 159 g/km entspricht.

Alle Motorisierungen rollen zunächst mit einem neuen, elektronisch gesteuerten Achtstufen-tiptronic-Getriebe und einem permanenten Allradantrieb vom Band. Auf Wunsch baut Audi das dynamische Sportdifferenzial ein, das beim 4.2 TDI quattro Serie ist. Die Achtstufen-tiptronic ist ein neu entwickeltes Automatikgetriebe, dessen Besonderheit in der hohen Gesamtspreizung von 7,0:1 zwischen der kürzesten und der längsten Übersetzung liegt. Sie soll den Kraftstoffverbrauch um etwa sechs Prozent reduzieren.
Die Achtstufen-tiptronic erzielt einen hohen Wirkungsgrad. Einer der Gründe dafür ist ihre effiziente Pumpe zur Ölversorgung, ein anderer die Heizung des Öls nach dem Kaltstart durch das Kühlwasser; sie senkt die Reibungsverluste. Im Zusammenspiel mit dem 3.0 TDI ist ein Hydraulikspeicher an Bord, der die Start-Stop-Funktion gewährleistet. Beim Neustart wird sein Ölvolumen per Federkraft ins System gepresst, was das Automatikgetriebe in kürzester Zeit startklar macht.

Das Dynamische Schaltprogramm DSP, welches das Getriebe steuert, hält die automatischen Betriebsarten D und S bereit. Eine Innovation ist seine Vernetzung mit den detaillierten Streckendaten, die das optionale System MMI Navigation plus liefert. Mit ihnen bezieht das DSP nahende Kurven in seine Schaltstrategie ein - auf einer engen Straße wechselt es nicht unnötig zwischen den Gängen hin und her.

Die Einbaulage der neuen tiptronic folgt einem speziellen Layout: Das Differenzial liegt vor dem Drehmomentwandler. Dadurch rückt die Vorderachse nach vorn, was einen langen Radstand und kurzen vorderer Überhang sowie eine austarierte Gewichtsverteilung ermöglicht.

Mit dem Ziel, den neuen A8 zur "sportlichste Limousine der Luxusklasse" zu machen, ist das Fahrdynamiksystem Audi drive select serienmäßig an Bord, das unter Einbindung der "adaptive air suspension", des Motors, der Achtstufen-tiptronic und der geschwindigkeitsabhängigen servotronic drei feste Kennlinien und eine individuell programmierbare Einstellung zur Verfügung stellt. Zudem ist auf Wunsch die Dynamiklenkung zu haben.

Der Hilfsrahmen für den Motor und die Vorderachse bildet das Rückgrat der vorderen Radaufhängung. Die Vorderachse ist aus fünf Lenkern pro Rad aufgebaut; ihre Ausführung als Aluminium-Schmiedeteile sorgt für geringe ungefederte Massen und eine hochpräzise Radführung. Das Layout der Hinterachse folgt dem Trapezlenker-Prinzip. Während die beiden hohlgegossenen Trapezlenker, die Radträger, die oben liegenden Querlenker und die Spurstangen aus Aluminium bestehen, bilden vier stählerne Rohre den hochsteifen Achsträger. Die Audi-Ingenieure haben die Aufhängung tiefgreifend weiterentwickelt. Die Federbeine stützen sich jetzt direkt am Radträger ab, dadurch sollen die Dämpfer noch feinfühliger ansprechen.
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Autor(en): Caterina Schroeder
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