16.12.2009

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Studenten entwickeln Fahrzeug für Blinde mit SolidWorks weiter

Studenten der Universität Virginia Tech, Virginia (USA), entwickeln im Rahmen des Projektes "Virginia Tech Blind Driver Challenge" ein Fahrzeug, das Blinden hilft, mit ihren Händen und Ohren zu "sehen", damit diese selbstständig Autofahren können. Unterstützt werden die Studenten von der 3D-CAD-Software SolidWorks.

Bereits im Sommer 2009 konnten blinde Personen einen teilautonomen Dünenbuggy Probe fahren und dabei das Fahrzeug selbstständig lenken, beschleunigen und abbremsen. Bei der Lenkung folgen sie über Kopfhörer computergenerierten Steuerbefehlen, wie etwa "zwei Klicks nach rechts", da bei jeder 5-Grad-Drehung des Lenkrads ein Klickgeräusch ertönt. Mittels einer Vibrationsweste wird dem Fahrer signalisiert, wann gebremst oder angehalten werden muss. Die Anweisungen erteilt der Fahrzeugcomputer auf Grundlage von Umgebungsdaten, die von einem an der Vorderseite des Fahrzeugs angebrachten Laser erfasst werden.

Die Studenten der Virginia Tech nutzen SolidWorks, um die Konstruktion des Klickrads zu verbessern, indem sie am Rechner mehrere Konzepte für die inneren Mechanismen des Klickrads entwickeln und mehrere strukturierte Konstruktionsprüfungen durchführen. Das Team stützte sich auch beim Entwurf des Armaturenbretts und der Batteriehalter sowie für die Steuerung des Laserschneidens der Teile auf SolidWorks.

Obwohl es für Blinde eine Bereicherung ist, selbst fahren zu können, ist das studentische Team noch nicht zufrieden. Warum sollten Blinde nur den Anweisungen eines Computers folgen, anstatt selbst Fahrentscheidungen zu treffen? Aus diesem Grund soll das Fahrzeug im nächsten Schritt mit einem Gerät ausgestattet werden, das dem Fahrer in Echtzeit eine topografische Tastkarte der Umgebung bereitstellt, damit sie selbst feststellen können, wann sie wenden, bremsen oder anhalten müssen. Mithilfe dieses Gerätes namens AirPix, das in etwa wie ein Airhockey-Tisch funktioniert und bei dem Druckluft durch Löcher nach oben gelangt, können Fahrer das Terrain über ihre Fingerspitzen "erfühlen". Ein hoher Druck weist auf Hindernisse hin. Auch bei der Konstruktion dieses Gerätes verlassen sich die Studenten auf SolidWorks.

Das Team der Virginia Tech besteht aus zwölf Maschinenbaustudenten und arbeitet im Robotics and Mechanisms Laboratory (RoMeLa). Das Projekt startete nach einem Aufruf der Blindenorganisation National Federation of the Blind, die sich für mehr Unabhängigkeit für Blinde einsetzt. Nach eigenen Angaben war die Virginia Tech die einzige Organisation, die sich dieser Herausforderung stellte.
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Autor(en): Caterina Schroeder
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