Auf der offiziellen Abschlussveranstaltung zum Pilotprojekt "return2job" in Königswinter bei Bonn kamen alle Projektbeteiligten zusammen, um den Teilnehmern ihre Zertifikate zu überreichen und das Ende dieser 15-monatigen Weiterbildungsmaßnahme zu feiern. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union finanzierten Pilotprojekt erhielten insgesamt 27 Ingenieure aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau, die wegen familiärer Verpflichtungen längere Zeit nicht berufstätig sein konnten, eine gezielte wissenschaftliche Weiterbildung in ihrem jeweiligen Fachbereich. Dadurch sollte ihnen ermöglicht werden, wieder den Anschluss an die aktuellen Erfordernisse des Arbeitsmarktes zu finden und neue Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern aufzubauen.
Für die Umsetzung der bundesweiten Qualifizierung war die Otto Benecke Stiftung e.V. (OBS) verantwortlich, die das Pilotprojekt innerhalb des Programms AQUA (Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt) in Kooperation mit der Technischen Universität Ilmenau (Maschinenbau), der Fachhochschule Trier (Informatik), der Hochschule Darmstadt (Elektrotechnik) und der ZFH (Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen) realisierte. Dabei frischten die Teilnehmenden ihre Fachkenntnisse in einem Fernstudium auf, das im September 2008 begonnen hatte und nach 12 Monaten in ein dreimonatiges Betriebspraktikum einmündete.
Wie hoch die Zufriedenheit mit der Maßnahme war, verdeutlichten die Ingenieure auf der Abschlussveranstaltung anhand von Präsentationen, die eine inhaltliche Auswertung der Theorie- und Praxisphase beinhalteten. "Nur mit einer solchen Weiterbildungen ist uns der Wiedereinstieg möglich", lautet die einstimmige Meinung. Der fachliche Kenntniserwerb während des Fernstudiums, die Erprobung der Kenntnisse und Fähigkeiten innerhalb des Praktikums und insbesondere die in den überfachlichen Seminaren vermittelten Soft Skills haben laut der Teilnehmenden maßgeblich dazu beigetragen, dass sie sich optimal für den Arbeitsmarkt vorbereitet fühlen.
Nach Angaben der ZFH hat bereits ein Viertel der Gruppe trotz der derzeit angespannten Situation auf dem Ingenieurarbeitsmarkt einen Arbeitsvertrag unterzeichnet oder ist in konkreten Verhandlungen mit Arbeitgebern. Alle anderen Absolventinnen und Absolventen befinden sich derzeit entweder noch im Praktikum oder in Bewerbungsverfahren. Metadaten anzeigen:Autor |
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