US-Regierung vergibt Milliarden-Kredit an Nissan für EV-Produktion
08.02.2010 - Die Entwicklung umweltschonender Antriebsalternativen für den Gütertransport und die Individualmobilität fördert die US-amerikanische Regierung mit einem Milliarden schweren Entwicklungsprogramm. Im Rahmen dieser Initiative bewilligte jetzt Energieminister Steven Chu der Nissan North America ein Darlehen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro). Mit Hilfe dieses Kredits sollen die für eine Produktion des Elektrofahrzeugs Nissan Leaf und von Lithium-Ionen-Batterien erforderlichen Modifikationen am Nissan-Standort Smyrna in Tennessee vorgenommen werden.
Im Laufe dieses Jahres will Nissan mit den notwendigen Bau- und Umstrukturierungsmaßnahmen beginnen. Geplant sind ein vollkommen neues Werk zur Batterieherstellung sowie die Modifikation bestehender Bänder zur Produktion des Leaf. Das Werk wird nach Fertigstellung über Kapazitäten zur jährlichen Fertigung von 150.000 Einheiten des Elektrofahrzeugs und 200.000 Einheiten von Lithium-Ionen-Batterien verfügen. Bis zu 1.300 zusätzliche Arbeitsplätze verspricht der japanische Automobilhersteller durch die neuen Produktionsanlagen bei voller Auslastung.
Gemeinsam mit Allianz-Partner Renault ist Nissan nach eigenen Angaben bisher der einzige Automobilhersteller, der sich vollends zur Großserienfertigung und weltweiten Vermarktung von reinen Elektrofahrzeugen verpflichtet hat. Das erste Modell dieser französisch-japanischen Initiative, der fünfsitzige Kompaktwagen Nissan Leaf, ist ab Dezember 2010 in den USA, Japan sowie auf ausgewählten europäischen Märkten erhältlich und steht sowohl gewerblichen Flottenkunden wie privaten Autofahrern zur Verfügung.
Autor(en): Caterina Schröder
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