17.02.2010

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Nissan präsentiert zwei Weltpremieren in Genf

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Der Genfer Salon (4. bis 14. März 2010) ist Schauplatz von gleich zwei Nissan-Weltpremieren: einem neuen Kompaktwagen und dem kleinen Crossover Juke. Europäische Messebesucher haben darüber hinaus die Chance, den Elektrowagen Leaf erstmals live zu sehen.

Mit dem kompakten "Weltwagen", wie ihn Nissan auch bezeichnet, führt das japanische Unternehmen die komplett neu konzipierte V-Plattform ein. Diese neue Plattform-Architektur ermöglicht eine intelligente Leichtbauweise und daraus erwachsende Vorteile hinsichtlich Verbrauch und Emissionen. Im April 2010 beginnt der Verkauf zunächst in Thailand, die europäischen Märkte werden ab Herbst beschickt. Weitere Details will das Unternehmen erst im Rahmen des Automobilsalons bekanntgeben.

Die zweite Weltneuheit von Nissan soll frischen Wind in das europäische B-Segment bringen. Die Spitzenversion des Juke wird von einem neu entwickelten 1,6-Liter-Ottomotor mit Turboaufladung und Direkteinspritzung angetrieben. Seine Eckdaten: 140 kW und bis zu 240 Newtonmeter Drehmoment. Das Aggregat wird mit einem weiter entwickelten "All-Mode 4x4-i-System" kombiniert. Es kann die Kraft nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse bis zu einem Verhältnis von 50:50 splitten, sondern erstmals auch zwischen den beiden Hinterrädern variabel verteilen. So sollen Untersteuertendenzen bei Kurvenfahrt minimiert und das Handling insgesamt noch flüssiger werden.

Die zweite Motoroption für den Juke ist ein 1,6 Liter großer 16V-Benziner mit zwei Einspritzdüsen pro Zylinder. Er leistet 86 kW und mobilisiert maximal 157 Newtonmeter an Drehmoment. Dazu kommt als drittes Aggregat der bewährte 1.5-dCi-Common-Rail-Turbodiesel mit 81 kW und 240 Newtonmetern Drehmoment. Der Juke wird in Europa (ab Herbst 2010) wie auch in Japan und Nordamerika angeboten.

Der Leaf soll Vorbote einer Reihe weiterer "Stromer" sein, welche Nissan und Allianz-Partner Renault in den nächsten Jahren auf den Markt bringen werden. Das Elektrofahrzeug baut auf einer speziell für ihn entwickelten EV-Plattform auf. Er ist 4445 mm lang, 1770 mm breit und 1550 mm hoch. Den Antrieb übernimmt ein im Bug installierter und von Nissan selbst entwickelter Elektromotor, der seine Kraft auf die Vorderachse schickt. Mit einer Leistung von 80 kW und einem Drehmoment von 280 Newtonmetern fährt der LEAF 140 km/h schnell. Eine volle Batterieladung eröffnet einen Aktionsradius von bis zu 160 Kilometern.

Der Gleichstrom-Motor bezieht seine Energie aus einer laminierten Lithium-Ionen-Batterie, deren 48 Module eine Gesamtleistung von über 90 kW zur Verfügung stellen. Mit einem 50 kW starken Schnellladegerät ist es laut Nissan möglich, die Batterien in weniger als 30 Minuten auf 80 % ihrer Kapazität aufzuladen. Bis solche Stromtankstellen flächendeckend installiert sind, geht der japanische Autobauer davon aus, dass die meisten Besitzer ihren Leaf mittels einer 220-V-Steckdose und einem 16 Ampère-System aufladen werden. Diese Ladeform nimmt acht Stunden in Anspruch.

Bestellungen für den Leaf nimmt Nissan nach eigenen Angaben auf ausgewählten europäischen Märkten ab Sommer 2010 entgegen. Erste Auslieferungen - allesamt Linkslenker - sollen noch vor Ende diesen Jahres erfolgen.
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Autor(en): Caterina Schröder
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