18.02.2010

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Amperas großer Bruder in Genf: Opel Flextreme GT/E Concept

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Flach und breit, mit pfeilförmigen Front- und Heckleuchten - mit dem Konzeptfahrzeug Flextreme GT/E will Opel auf dem 80. Genfer Automobilsalon 2010 (4. bis 14. März) einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Marke geben. Dabei soll die Implementierung der E-REV-Technologie (Extended-Range Electric Vehicle) in das 4,70 Meter lange fünftürige Coupé deutlich machen, dass das Konzept eines Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite auch in Autos der oberen Mittelklasse funktioniert - analog zum kompakten Opel Ampera, der 2011 auf den Markt kommt.

Um die Fahrwiderstände des 4.762 x 1.871 mm (Länge x Breite) großen Konzeptfahrzeugs möglichst gering zu halten, setzten die Entwickler auf ein aerodynamisches Design und rollwiderstandsoptimierte Reifen. So konnten sie einen cw-Wert von 0,22 realisieren. Zur optimierten Aerodynamik tragen die niedrige Stirnfläche, eine geringen Höhe von 1.308 Milli-metern und der glatte, gekapselte Unterboden bei. Durchsichtige, bündig montierte Abdeckungen der Felgen minimieren Luft-Turbulenzen an den Rädern. Ein minimaler vorderer Einlass soll den Luftfluss um die Front des Elektroautos optimieren, während am Heck der im Bogen hinaufführende Unterboden nochmals den Luftwiderstand reduziert - ähnlich wie beim Venturi-Effekt.

Zudem verfügt der Flextreme GT/E über aktive, flexible Karosserie-Komponenten: Bei Geschwindigkeiten über 50 km/h fahren aus den Entlüftungsschlitzen der hinteren Radkästen parallel zur Karosserie vertikale Spoiler aus. Die 350 Millimeter langen Leitbleche lenken die Luft strömungsgünstig um das Heck und verringern Turbulenzen.

Um Gewicht zu sparen, verwendeten die Opel-Ingenieure für die äußeren Karosserie-Bauteile Kohlefaser-Verbundwerkstoffe, bei den Fenstern Polykarbonat-Kunststoffe und für strukturelle Komponenten Aluminium-Legierungen. Das Resultat soll 40 % Gewichtsersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Materialien sein.

Herzstück des Antriebkonzepts ist das E-REV-System, wie es bereits für den Opel Ampera entwickelt wurde. Damit soll das Coupé Strecken von bis 60 Kilometern im reinen Batteriebetrieb zurücklegen. Insgesamt sei eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern möglich. Der daraus resultierende durchschnittliche Kraftstoffverbrauch liegt laut Opel bei rund 1,6 Litern pro 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen sollen weniger als 40 g/km betragen.

Anders als bei Hybrid-Fahrzeugen nutzt der Flextreme GT/E ausschließlich elektrische Energie als Antriebsquelle. Für die Strecken bis zu 60 Kilometer liefert ein T-förmig angeordneter Lithium-Ionen-Batterie-Block, der sich unter dem Rücksitz im Fahrzeugboden befindet, die Energie. Geht die Ladung der Batterien auf längeren Strecken zur Neige, liefert ein Vierzylinder-Ottomotor, der aus 1,4 Litern Hubraum 53 kW schöpft, als Generator den benötigten Strom. So wird die Reichweite auf über 500 Kilometer erweitert. Anschließend können die Batterien wieder aufgeladen werden - die Ladezeit an einer 230-V-Steckdose soll unter drei Stunden liegen -, oder der Flextreme GT/E steuert die nächste Tankstelle an.

Der 120 kW starke elektrische Antriebsmotor liefert aus dem Stand ein Drehmoment von 370 Newtonmetern an die Vorderräder und ermöglicht damit eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter neun Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.
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Autor(en): Caterina Schröder
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