22.02.2010

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Genf 2010: Neuer Polo GTI um 25 Prozent sparsamer

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Auf dem Genfer Autosalon 2010 (4. bis 14. März) feiert der Polo GTI sein Comeback. Die Kombination aus Direkteinspritzung, Kompressor und Turbolader unter einer Motorhaube schenkt dem kleinen Bruder des Golf GTI 132 kW, die der neue 1,4-Liter-TSI-Motor bei 6.200 1/min entwickelt. Das Drehmoment von bis zu 250 Newtonmetern - das Maximum steht zwischen 2.000 und 4.500 1/min zur Verfügung - wird serienmäßig über ein Siebengang-DSG an die Vorderräder weitergeleitet. Eine elektronische Quersperre (XDS) sorgt dabei dafür, dass die Leistung selbst in engen Serpentinen sauber auf die Straße gebracht wird.

So bestückt, beschleunigt der 1.194 kg wiegende Sportler in 6,9 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h. Der Durchschnittsverbrauch liegt laut Volkswagen bei 5,9 Litern auf 100 Kilometern. Das entspricht einer CO2-Emission von 139 g/km. Zum Vergleich: Sein im Hinblick auf die Leistung direkter Vorgänger, noch mit einem 132 kW starken 1,8-Liter-Turbomotor ausgerüstet, verbrauchte 7,9 Liter (analog 188 g/km CO2 ). Damit ist der Neue 25 % sparsamer. Als erster Polo wird der GTI darüber hinaus mit Bi-Xenonscheinwerfern inklusive Kurvenlicht, LED-Tagfahr- und Positionslicht sowie einem Panorama-Schiebedach erhältlich sein.

Um die hohe Leistung sportlich und sicher auf die Straße zu bringen, ist die Polo-Topversion unter anderem mit dem GTI-Sportfahrwerk inklusive ESP und dem elektronischen Querdifferential XDS ausgestattet. Das Fahrwerk basiert auf dem Grundlayout aus McPherson-Vorderachse und Verbundlenker-Hinterradaufhängung in Kombination mit einer dynamischeren Abstimmung. Neben Stoßdämpfern mit strafferen Kennlinien umfasst dies auch entsprechend angepasste Federn, die das Fahrwerk im Vergleich zu den "Normalversionen" um 15 Millimeter absenken. Effekt: geringere Karosserieneigungen und ein niedrigerer Schwerpunkt. Beides wirkt sich positiv auf die Kurvendynamik aus.

Den Blick auf die Sicherheit richteten die Entwickler, als sie den neuen Polo GTI serienmäßig mit dem Stabilisierungsprogramm ESP sowie weiteren elektronischen Modulen wie dem Antiblockiersystem (ABS), dem Berganfahrassistenten, der Antriebsschlupf¬regelung (ASR), der Motorschleppmomentregelung (MSR) und den elek¬tronischen Differentialsperren (EDS) ausstatteten. Den Reifenfülldruck überwacht die ebenfalls serienmäßige Reifendruckkontrollanzeige (RKA).

Eine moderne Erweiterung der bekannten ESP-Funktionen ist die elektronische Quersperre XDS, wie sie Volkswagen erstmals für den Golf GTI vorgestellt hat. Sie soll bei schneller Kurvenfahrt das Handling verbessern und den Wagen weiter in Richtung "neutral" kalibrieren, indem das XDS ein Durchdrehen des kurveninneren, entlasteten Rades per aktivem Bremseingriff unterbindet und so die Traktion verbessert. Hierfür greift das im Polo GTI serienmäßige System auf existierende Sensordaten wie Lenkradwinkel, Gierrate und Raddrehzahl zurück.

Das neue Topmodell der Polo-Baureihe gibt sich auf den ersten Blick als GTI zu erkennen. So hat er von seinem Vorbild - dem größeren Golf GTI - die Wabenstruktur der Belüftungseinsätze in der eigenständig gestalteten Frontschürze adaptiert. GTI-spezifisch sind zudem die Schwellerverbreiterungen und der in Wagenfarbe lackierte Heckspoiler. Zu den weiteren Exterieur-Details des Polo GTI zählen die 17-Zoll-Leichtmetallräder sowie eine eigenständige Heckschürze mit Diffusor-Optik im unteren Bereich. Auf der linken Seite integriert: das verchromte Doppelendrohr der Auspuffanlage.

Die Tradition der sportlichen Polo-Topvarianten reicht fast ein Vierteljahrhundert zurück und basiert auf dem Polo Coupé G40 von 1986. Sein Motor leistete 83 kW und machte den Polo G40 fast 200 km/h schnell. Im Gegensatz hierzu setzte der Vorgänger des neuen Polo GTI im Jahr 2006 erstmals auf Turbotechnik. Er leistete in der Grundversion 110 kW; die "Cup Edition" brachte es dann auf besagte 132 kW.

Ende Mai 2010 sollen die ersten neuen Polo GTI in Deutschland, dann gleitend in Europa und in Japan ausgeliefert werden.
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Autor(en): Caterina Schröder
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