Genf 2010: Infinitis erster Diesel kommt nach Europa
Infiniti wird auf dem Genfer Autosalon in den Crossover-Modellen FX und EX die Europapremiere des von der Renault-Nissan Allianz entwickelten 3,0-Liter-V6-Dieselmotors feiern und damit die zweite Phase seiner Offensive auf dem europäischen Markt einleiten. Der erste Selbstzünder in der 20-jährigen Unternehmensgeschichte zeichnet sich durch ein Common-Rail-Einspritzsystem, dessen Piezo-Injektoren mit Drücken bis zu 1.800 bar arbeiten, einem VNT-Turbolader und Ladeluftkühlung aus und verfügt über eine Nennleistung von 175 kW und ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern.
Um die hohen, durch das massive Drehmoment auf die Motorstruktur einwirkenden Kräfte zu absorbieren, wurde die Gesamtsteifigkeit des intern als "V9X" bezeichneten Motors in der Entwicklungsphase durch eine Reihe spezieller Features verbessert. Dazu zählen ein groß dimensionierter und steifer Kupplungsflansch zwischen Wandlergehäuse und Motor, eine direkte Verschraubung von Hilfsaggregaten am Kurbelgehäuse, ein in die oberen Steuergehäusedeckel integrierter Motorträger, eine in die Gesamtstruktur integrierte Ölwanne, ein besonders steifes Wandlergehäuse, ein axiales Antriebsstrang-Lager auf der Getriebeseite sowie der CGI-Block (Compacted Graphite Iron) mit verkürzten Kolbenschäften.
Um eine problemlose Installation unter den Motorhauben der EX- und FX-Modelle zu ermöglichen, weist der neue Infiniti-Motor samt seiner Nebenaggregate im Vergleich zu den für Fronttriebler verwendeten Varianten eine Reihe von Unterschiede auf. So wurden neben dem Zylinderblock und der Kurbelwelle auch der Einlasskrümmer, das Einspritzsystem, die elektronische Abgasrückführung, der Turbolader, der Ölsumpf und der Krümmerkatalysator entweder modifiziert oder komplett geändert. Von ihren Benziner-Versionen unterscheiden sich die Dieselvarianten der EX- und FX-Baureihen unter anderem durch einen neuen vorderen Hilfsrahmen und abweichende, auf optimale Luftanströmung des Motorraums ausgelegte vordere Stoßfänger.
Gekoppelt mit einem Siebenstufen-Automatikgetriebe, beschleunigt das Dieselaggregat den neuen EX30d in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Beim größeren FX30d dauert der Standardsprint 8,3 Sekunden. (Alle Messwerte vorbehaltlich der finalen Homologation.) Der Durchschnittsverbrauch des turbogeladenen 3,0-Liter-Triebwerks soll bei Einbau in einen Infiniti EX im Durchschnitt bei 8,4 Liter auf 100 Kilometer liegen, entsprechend erwartet der japanische Autobauer eine CO2-Emission von 224 g/km. Die Werte für den FX gibt Inifiniti mit 9,0 l/100 km und 240 Gramm CO2 pro Kilometer an. Metadaten anzeigen:Autor |
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