01.03.2010

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Management-Buy-Out: Sick verselbständigt das Automotive Geschäft von Ibeo

Im Zuge eines Management-Buy-Out überführt der Sick-Konzern, Hersteller von Sensoren und Sensorsystemen für industrielle Anwendungen, den Produktbereich Automotive der 2000 akquirierten Hamburger Tochtergesellschaft "Ibeo Automobile Sensor GmbH" in die neu gegründete Gesellschaft "Ibeo Automotive Systems GmbH". Diese hat mit Wirkung vom 1. Januar 2010 ihr operatives Geschäft aufgenommen. Hauptziel der Gesellschaft ist die Weiterentwicklung der Laserscanner-Technologie zum Serieneinsatz in Kraftfahrzeugen für Fahrerassistenzanwendungen.

"Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Komponenten für den serienmäßigen Einbau in Pkw und Lkw folgt anderen Regeln als der industrielle Sektor, in dem der Sick-Konzern überwiegend tätig ist", erklärt Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, diesen Schritt. "Die Übernahme des Teilbetriebes Automotive durch die Führungsmannschaft der ehemaligen Ibeo Automobile Sensor GmbH ermöglicht es uns, die Serieneinführung der von uns entwickelten Laserscanner-Technologie zur Unterstützung des Fahrers zu beschleunigen", erläutert Ulrich Lages, Geschäftsführer der Ibeo Automotive Systems GmbH.

Trotz Management-Buy-Out wird die Weiterentwicklung der Technologie der Lichtlaufzeitmessung auch weiterhin ein gemeinsames Arbeitsgebiet bleiben: Die Sick AG und die Ibeo Automotive Systems GmbH beabsichtigen eine enge Kooperation auf diesem Themenfeld, das sowohl für Industrie-Anwendungen als auch für Automotive-Anwendungen Applikationsmöglichkeiten bietet.

Die Geschäftsführung der neu gegründeten Gesellschaft hat der langjährige Geschäftsführer und Mitgründer der Ibeo Automobile Sensor GmbH, Dr. Ulrich Lages (Foto), übernommen. Zu den Gesellschaftern, die gelichzeitig die Geschäftsleitung stellen, gehören neben Dr. Ulrich Lages, (51,1% Anteile) Mario Brumm (Vertriebsleiter), Michael Köhler (Leiter Systementwicklung) und Michael Kiehn (Leiter Sensorentwicklung), die jeweils 16,3% der Anteile halten.

Gemeinsam mit zirka 20 weiteren Mitarbeitern aus dem ehemaligen Automotive-Team soll das Geschäft nun weiter vorangetrieben werden: "In den vergangenen Jahren haben wir einen Technologie-Vorsprung entwickelt, der sich durch eine kleinere Baugröße und eine größere Leistungsfähigkeit unserer Laserscanner darstellt. Unsere Sensoren haben jetzt das Potential zur Serieneinführung erreicht, um den Fahrer in kritischen Situationen wie einer automatischen Notbremsung zu unterstützen, das automatische Anfahren und Abbremsen in Stausituationen zu übernehmen und vor allem die Sicherheit beim Fahren im dichten Verkehr unserer Großstädte zu erhöhen. Wir konzentrieren uns voll auf das Ziel einer zügigen Markteinführung", kommentiert Lages seine Pläne.
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Autor(en): Caterina Schröder
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