03.03.2010

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Genf 2010: Audi zeigt mit A8 hybrid Technikarchitektur des Q5 hybrid

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Audi präsentiert auf dem Genfer Automobilsalon den A8 hybrid als Technikstudie und liefert damit einen Ausblick auf die Technikarchitektur des ersten Hybrid-Serienmodells bei Audi - den Audi Q5 hybrid, der noch 2010 vorgestellt werden soll.

Der A8 hybrid verfügt über zwei Antriebsquellen - ein 2.0 TFSI und ein Elektromotor -, die zusammen 180 kW Systemleistung und 480 Newtonmeter Drehmoment abgeben. Das Vierzylinderaggregat kombiniert die Benzin-Direkteinspritzung mit der Turboaufladung und dem "Audi valvelift system" AVS, das den Hub der Auslassventile in zwei Stufen umschaltet. Zusammen mit der verstellbaren Einlassnockenwelle verbessert das AVS den Ladungswechsel und sorgt für einen kraftvollen Drehmomentaufbau. Zwei Ausgleichswellen im Kurbelgehäuse kompensieren die Massenkräfte zweiter Ordnung und sorgen somit für einen schwingungsarmen Lauf. Der 2.0 TFSI entwickelt aus 1.984 Kubikzentimetern Hubraum 155 kW und 350 Newtonmeter, die zwischen 1.500 und 4.200 1/min anliegen.

Der Verbrennungsmotor ist über eine hydraulisch betätigte Nasskupplung mit dem Elektromotor verbunden. Dieser Synchronmotor bringt es auf 33 kW sowie 211 Newtonmeter Drehmoment und dient zugleich als Generator. Weil auch die E-Maschine Wärme entwickelt, sind in ihrem Gehäuse Kühlkanäle integriert.

Zwischen dem Elektromotor und dem Radsatz des Achtstufen-tiptronic-Getriebes, das rein elektronisch geschaltet wird, liegt eine weitere Trennkupplung. Zusammen mit der E-Maschine ersetzt sie den Drehmomentwandler.

Der Energiespeicher des Audi A8 hybrid, eine Lithium-Ionen-Batterie, ist im Hinterwagen untergebracht. Ihre Nominal-Energie liegt bei 1,3 kWh, die Betriebsspannung beträgt 266 V. Ein hochfestes Gehäuse gewährt der Batterie Schutz. Ein Belüftungsmodul soll dafür sorgen, dass sie stets im idealen Temperaturfenster arbeitet. Der Gepäck¬raum des Audi A8 hybrid reduziert sich im Vergleich zum Serienmodell um 110 auf 400 Liter.

Die Batterie ist wie die E-Maschine über ein Hochvolt-Kabel mit einer Leistungselektronik verbunden, die im Motorraum untergebracht ist. Sie regelt das Zusammenspiel der Systeme: Ihr Puls¬wechselrichter dient als Regler zwischen Batterie und Elektromotor, der DC/DC-Wandler übernimmt die Versorgung der Verbraucher im Bordnetz.

Einige Aggregate, die in einem konventionellen Personenwagen vom Motor angetrieben werden, wurden für den Einsatz im Audi A8 hybrid modifiziert. So arbeitet der Kompressor der Klimaanlage rein elektrisch und die Lenkung ist elektromechanisch ausgeführt. Der Bremskraftverstärker wird zusätzlich über eine bedarfsgeregelte elektrische Vakuumpumpe versorgt. Bei den elektrischen, also rekuperativen Bremsvorgängen sorgt eine Regelung dafür, dass die ABS- und ESP-Funktionen erhalten bleiben.

Der Audi A8 hybrid, der 1.885 kg wiegt, beschleunigt aus dem Stand auf 100 km/h in 7,6 Sekunden und weiter auf bis zu 235 km/h. Der Verbrauch beträgt laut Audi 6,2 Liter auf 100 Kilometer, entsprechend 144 Gramm CO2 pro Kilometer.

Der Hybridantrieb ist für rein elektrisches Fahren bis 65 km/h und mehr als zwei Kilometern Reichweite ausgelegt. Ab 65 km/h übernimmt der Verbrennungsmotor die Arbeit alleine. Die E-Maschine liefert jetzt in der Regel die Energie, um die Verbraucher zu versorgen und die Batterie nachzuladen. Nur bei Vollgas aktiviert die Steuerelektronik vorübergehend die gesamte Systemleistung Wenn der Fahrer vom Gas geht, wird der Verbrennungsmotor vom Antriebsstrang abgekoppelt - der Audi A8 hybrid "segelt". In Brems- und Ausrollphasen arbeitet der E-Motor als Generator - hier gewinnt er Energie zurück und speist sie in die Batterie ein.

Wenn es die Bedingungen erlauben, kann der Fahrer den elektrischen Modus auch über eine separate E-Taste im Cockpit aktivieren. Sowohl der Bildschirm im Kombi-Instrument als auch der große Monitor des Bediensystems MMI in der Instrumententafel stellen alle momentanen Kraftflüsse dar.
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Autor(en): Caterina Schröder
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