04.03.2010

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Genf 2010: Volkswagen feiert Weltpremiere des rundum erneuerten Sharan

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Volkswagen präsentiert auf dem Genfer Automobilsalon (4. bis 14. März 2010) eine neue Generation des Sharan, der erstmals mit Schiebetüren im Fond ausgestattet ist und in "allen Bereichen" verbessert wurde. So sind neben In- und Exterieur alle Technologien, inklusive der TDI- und TSI-Motoren und Getriebe (optional DSG), neu an Bord des Van.

Mit der neuen Motorenpalette, die jeweils zwei Otto- (TSI) und Diesel-Motoren (TDI) mit Turbolader und Direkteinspritzung umfasst, soll der Verbrauch des MPV (Multi Purpose Vehicle) um bis zu 21 % sparsamer ausfallen. 110 kW und 147 kW leisten die zwei TSI; 103 kW und 125 kW entwickeln die TDI. Bis zu einer Leistung von 125 kW kommen serienmäßig ein Start-Stopp-System und die Rekuperation zum Einsatz. So soll der 194 km/h schnelle Sharan 2.0 TDI eine Durchschnittsverbrauch von 5,3 Litern (analog 145 g/km CO2) realisieren können. Beide TDI sind zudem mit einem SCR-Katalysator (selective catalytic reduction) ausgestattet, der Stickoxyde (NOx) eliminiert. Alle vier Euro-5-Motoren können in Verbindung mit den Doppelkupplungsgetrieben (DSG) von Volkswagen kombiniert werden; im Falle des 147-kW-TSI ist das DSG serienmäßig an Bord. Neben dem standardmäßigem Frontantrieb wird es auch die dritte Sharan-Generation wieder mit Allradantrieb geben (Sharan 2.0 TDI 4Motion mit 103 kW).

Die Fahreigenschaften des neuen Volkswagen-Van sollen das Dynamik- und Komfort-Niveau des Passat erreichen. So sorgen eine elektronische Parkbremse und der Parklenkassistent 2.0 (automatisches Lenken beim Einparken in kleinere Lücken, sogar auf Bordsteinen, zwischen Bäumen sowie in Kurven und nun auch quer zur Fahrtrichtung) für ein Plus an Komfort und Sicherheit. Ebenfalls neu für diese Baureihe: die adaptive Fahrwerksregelung (DCC) und eine Niveauregulierung.

Die dritte Sharan-Generation ist die erste Van-Baureihe des Unternehmens, die Walter de Silva (Konzern-Chefdesigner) und Klaus Bischoff (Marken-Chefdesigner) komplett auf der Matrix der neuen Volkswagen-Design-DNA entwarfen. Besonders deutlich wird dies in der Frontgestaltung mit ihrer Betonung der Waagerechten und ihrer klaren Geometrie. Neben der in die V-Kontur der Motorhaube einbezogenen Doppelscheinwerfer in Standard- oder Bi-Xenonausführung wird es erstmals im Sharan eine weitere Scheinwerferversion mit einer Fernlichtautomatik (Light Assist) geben. Die dynamische Fernlichtregelung erkennt als kamerabasiertes System den Gegenverkehr ebenso wie vorausfahrende Verkehrsteilnehmer und passt den Lichtkegel so an, dass einerseits niemand geblendet wird, andererseits für den Fahrer die bestmögliche Ausleuchtung der Fahrbahn realisiert werden kann.

Ebenso klar gegliedert wie die Fronpartie präsentiert sich die Grafik des Hecks. Optisch dominant sind hier der Dachkantenspoiler, die weit nach unten reichende Heckklappe (Ladekantenhöhe: 0,67 Meter) und die stilistisch mit den Scheinwerfern korrespondierenden Rückleuchten. Mit 4,85 Metern ist der neue Sharan 22 Zentimeter länger geworden. Parallel wuchs die Breite (Messpunkt an den vorderen Türgriffen) um 9,2 Zentimeter auf nun 1,9 Meter. Gleichzeitig ergibt sich eine um 1,2 Zentimeter niedrigere Höhe von jetzt 1,72 Metern.

Im Inneren des neuen MPV setzten die Entwickler auf ein neues Konzept mit fünf, sechs oder sieben Sitzplätzen. Dabei müssen die Einzelsitze der zweiten und dritten Sitzreihe dank des variablen Sitzsystems "EasyFold" nicht mehr ausgebaut, sondern können im Fahrzeugboden verstaut werden. Außerdem bietet die neu ausgerichtete Sitzergonomie beispielsweise in der zweiten Sitzreihe mehr Beinauflage, da unter anderem die Sitzhöhe um 58 Millimeter angehoben wurde. Des weiteren sind die Fondsitze der zweiten Sitzreihe nun um 160 Millimeter in der Länge sowie um 20° in der Lehnenneigung einstellbar. Die Innenhöhe blieb indes auf dem gleichen Niveau. Der Zustieg in die dritte Sitzreihe wurde durch die weit öffnenden Schiebetüren verbessert. Zudem können die äußeren Sitze der zweiten Sitzreihe via "Easy Entry"-Funktion nach vorn gefahren und gekippt werden.

Der Kofferraum fasst bei eingeklappter dritter Sitzreihe und bis zur Höhe der Fensterkante beladen 711 Liter. Werden die Sitze in der zweiten Reihe ebenfalls eingeklappt, entsteht eine durchgängige Ladefläche, die - gemessen bis zu den Lehnen der Vordersitze - 2,1 Meter lang ist. In diesem Maximalausbau des Laderaums steht ein Volumen von bis zu 2.297 Litern bei dachhoher Beladung zur Verfügung.

Bereits ab Ende März kann der neue Volkswagen in den ersten Ländern bestellt werden; die Markteinführung beginnt im Hochsommer.
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Autor(en): Caterina Schröder
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