05.03.2010

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Genf 2010: Hyundai entwickelt Dieselhybrid-Studie im Zeichen der Bionik

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Hyundai feiert auf dem Genfer Automobilsalon 2010 die Weltpremiere der von der Bionic inspirierten Dieselhybrid-Studie HED-7 (Hyundai European Design), auch "i-flow" genannt. Im D-Segment zuhause, gibt die 4,78 Meter lange, 1,85 Meter breite und 1,42 Meter hohe Studie einen Ausblick auf den europäischen Sonata-Nachfolger, der 2011 zuerst als Kombi und dann als Limousine auf den Markt kommt. Darüber hinaus soll das in Kooperation mit BASF entwickelte Konzeptauto den aktuellen Stand der Entwicklung von Materialien und Technologien im Automobilbau zeigen.

Angetrieben wird der HED-7 von einem neuen 1,7-Liter-Common-Rail-Dieselmotor mit zweifacher Turboaufladung, der an einen Elektromotor gekoppelt ist. Ausgerüstet mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe soll der milde Hybrid mit 3,0 Litern Diesel auf 100 Kilometer auskommen und 85 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Gespeist wird der Elektromotor aus einer Hyundai-eigenen Lithium-Ionen-Polymer-Batterie, die sowohl via Rekuperation als auch über Solarzellen im Dach und Armaturenbrett geladen wird.

Um die CO2-Emission möglichst niedrig zu halten, hat das Navigationssystem einen Öko-Assistenten an Bord, der auf Wunsch die Route mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß wählt. Zudem erreicht der Motor durch die Umkapselung mit einem Hartschaum-Isolationssystem aus Polyurethan (PU) von BASF schneller seine Betriebstemperatur. Die thermische Motorkapselung unterstützt auch die Effizienz des thermoelektrischen Generators, der die Abwärme des Abgassystems nutzt, um das Bordnetz mit elektrischer Energie zu unterstützten. Ein neuartiger Katalysator des Ludwigshafener Chemiekonzerns verbindet vier Technologien zur Senkung der Emissionen in zwei Bauteilen. Dies führt dazu, dass die zunehmend strengen Abgasnormen von Automobilen zu vergleichsweise günstigen Kosten eingehalten werden können. Gleichzeitig spart diese Lösung Gewicht und Platz.

Mit passivem Wärmemanagement wollen Hyundai und BASF weitere Einsparungen im Energieverbrauch erzielen. So sorgt im Innenbereich des Fahrzeugs eine Palette an infrarottransparenten und infrarotreflektierenden Pigmenten für kühlere Kunststoffoberflächen von Armaturenbrett, Sitz oder Mittelkonsole. Pigmente der Produktfamilien "Sicotan", "Sicopal" und "Lumogen" ergeben dunkle oder schwarze Oberflächen, die unter Sonneneinstrahlung spürbar kühler bleiben sollen, und tragen so zu mehr Komfort sowie geringerem Energieaufwand für die Klimatisierung bei. "Luquafleece" sorgt als Feuchtigkeitsabsorbierendes Gewebe in den Sitzen dafür, dass die Insassen auch im Sommer angenehm klimatisiert reisen.

Ein Beispiel für den ressourcenschonenden Einsatz von stabilen Leichtbauwerkstoffen ist ein Konzept für das Sitzgestell des HED-7. Dazu gehört "Ultramid Balance", ein Polyamid, das zu 60 % aus erneuerbaren Rohstoffen gefertigt wird, aber auch andere thermoplastische Kunststoffe sowie Energie-absorbierende Schäume. Zudem konnte mithilfe eines BASF-eigenen Verfahrens zur Untersuchung der Beanspruchung von Sitzen deren Struktur optimiert- und überflüssiges Gewicht gespart werden. "Elastollan", das thermoplastische Polyurethan-Elastomer, bildet auch aufwändigere Oberflächendesigns detailgetreu ab, ist abriebfest und lässt sich in den aktuellen dunklen und hellen Interieurfarben einfärben. Bei der Armaturentafel zeichnet sich der BASF-Kunststoff "Elastoskin", ein Polyurethan-Werkstoff, durch eine weiche Oberfläche bei gleichzeitig größtmöglicher Designfreiheit für Farbe und Oberflächenstruktur aus. Der geteilte, im zentralen Blickfeld liegende Bildschirm mit OLED-Technologie reagiert nicht nur auf Berührung, sondern auch auf Gesten von Fahrer oder Beifahrer.

Von außen strahlt die Sportlimousine in hochglänzender "Liquid Metal"-Effektlackierung, einer Erfindung von BASF Coatings, die durch Lichtreflexionen Teile der Karosserie wie poliertes Metall erscheinen lässt. Der Klarlack "iGloss" gibt der Oberfläche des Lacks zudem eine widerstandsfähige Schutzschicht gegen Kratzer und Umwelteinflüsse. Ebenso zählt "Sprayskin" - ein Hi-Tech-Verfahren zur Behandlung von Oberflächen, das beispielsweise dem Armaturenbrett einen hochwertigen Glanz verleihen soll, zu den Materialneuerungen.
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Autor(en): Caterina Schröder
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