Einen Besucher- und Ausstellerrekord meldet die Messe Embedded World in Nürnberg zum Toresschluss: Im Vergleich zum Vorjahr mit 730 ausstellenden Unternehmen ein Plus von vier Prozent. 18.350 Fachbesucher zählte der Veranstalter, 16 Prozent mehr als in 2009. "Messen wie die Embedded World, die klar auf ein Thema fokussiert sind, haben Erfolg", erklärt Richard Krowoza, Mitglied der Geschäftsleitung, Nürnberg Messe. Einige Aussteller sehen das etwas anders. Die Embedded World ist einfach gut besucht, man trifft in einigen Themengebieten sowohl mehr als auch qualifiziertere Fachbesucher als auf der Electronica in München. So zeigen sich selbst Anbieter von Displays, die "ja irgendwie ja auch embedded sind" und über einbettete Systeme verfügen, sagt ein Aussteller. Die Nürnberg Messe forciert das breitere Portfolio unter anderem mit Parallelveranstaltungen wie der "electronic displays Conference".
Zu einer der Premieren der Embedded World zählte der "Student Day". Aus ganz Deutschland kamen über 700 Hochschüler nach Nürnberg, um die Messe als Karriere-Sprungbrett zu nutzen. Sehr positive und "motivierende" Resonanz fand die Vorlesung von Professor Steve Furber von der Universität Manchester mit dem Thema: "Building Brains - neural modelling with embedded processors".
Erstmals traf sich die europäische Initiative "Advanced Research & Technology for Embedded Intelligence and Systems" (ARTEMIS) zu ihrem Frühjahrs-Event in Nürnberg, die an einem Tag über ihre Arbeit berichtete. ARTEMISIA wurde gegründet, um europäische Forschung und Technologie im Bereich der Embedded-Intelligenz und -Systeme zu fördern und eine globale Führungsrolle zu übernehmen. "Wir sehen eine besondere Bedeutung dieser gemeinsamen Veranstaltung für alle Beteiligten im Bereich Design und Einsatz von Embedded-Systemen, aber auch für Entscheidungsträger", sagt Dr. Klaus Grimm von Daimler. Der Präsident von ARTEMISIA unterstreicht. "Wir hoffen, dass diese kombinierte Veranstaltung Inspiration und Impulse erzeugt, um die weitere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungsinstituten, KMUs, EU und nationalen Förderern zu unterstützen." ARTEMISIA, ein Mitglied im ARTEMIS Joint Undertaking, hat eine gemeinsame strategische Forschungsagenda mit Schwerpunkt Embedded-Software-Systeme. Das ARTEMIS-Programm ist ein junges Förderprogramm und gilt als Sprungbrett für F&E-Akteure in Europa.
Ab diesem Jahr unterstützt der ZVEI die Embedded World. "Die deutsche Elektroindustrie bildet das Thema in seiner gesamten Breite der Messe ab - von den Anbietern bis hin zu den Anwendern, die Embedded-Systeme in ihre Endprodukte integrieren", erklärt Dipl.-Ing. Stephan Gurke vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Abteilung. Forschung, Berufsbildung, Fertigungstechnik. Metadaten anzeigen:Autor |
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