07.04.2010

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Continental und Kathrein entwicklen umfassendes Antennenmodul

Bisher waren im Fahrzeug zahlreiche Antennen als Einzelelemente verstreut. Nun ersetzt eine neue Komplettlösung der Hersteller Continental und Kathrein die Elemente. In einer Einheit integriert das neue intelligente Modul die Antennen für die drahtlose Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur, die Antennen für den Fahrzeuginnenraum sowie die dazugehörige Sende- und Empfangselektronik.

Laut Unternehmensangaben soll das intelligente Antennenmodul die Verkabelung vereinfachen, den Bauraum reduzieren, die Signalqualität verbessern und die Systemkosten reduzieren. Ein digitaler Bus verknüpft das Antennenelement mit den Steuergeräten im Fahrzeug, die die Daten verarbeiten und alle Anwendungen für den Fahrer zentral zur Verfügung stellen. Das neue Bauteil setzen die Hersteller im Bereich der Dachhaut, an der Heckscheibe oder in den Kofferraumdeckel ein.

Vorteile des neuen Systems sollen sich aus dem geringeren Verkabelungsaufwand ergeben. Grund dafür ist die Platzierung der Elektronik direkt an den Antennen. Im Idealfall soll, so erklärt das Unternehmen, künftig eine einzige Datenbusverbindung zum Transport der Empfangs- und Sendedaten zwischen dem Antennenmodul und den Endgeräten ausreichen. Zudem sei das neue System hoch skalierbar. Beliebige Mischformen aus Koaxial- und Datenbusverbindung sind möglich. Kabel, Steckverbinder und aufwändige Zwischenverstärker entfallen. Dieser geringe Komponentenbedarf addiere sich zu einem erheblichen Kosten- und Gewichtsvorteil. Zudem erhöhe die neue Lösung die Leistungsfähigkeit des Systems.

Die durch Koaxialleitungen hervorgerufenen Dämpfungsverluste werden durch die digitale Busverbindung vermieden. Die für Störungen empfindliche analoge Übertragungskette ist nun in einem Gehäuse zusammengeführt und gegen störende elektromagnetische Einflüsse geschützt. Länderspezifische Frequenzvarianten, die sich bisher in vielen Steuergeräten mit Funkelektronik ergeben, sollen künftig nur noch auf ein Modul verlagert werden. Laut Unternehmen vermindere sich so der Koordinierungsaufwand, da nur noch ein Entwicklungspartner - der für die Antenneneinheit - die Elektronik an neue Standards anpassen muss. Darüber hinaus senke das neue Modul den Energieverbrauch von Klimaanlagen mithilfe einer Klimaschutzverglasung, ohne dabei die Funksysteme zu beeinträchtigen. Dazu wird mit internen und externen Antennen gearbeitet. Zudem ermöglicht das neue Konzept durch seine Offenheit für verschiedene Funktechnologien, dass die Fahrzeughersteller jeweils die gewünschten Techniken zu günstigen Preisen in das System einbeziehen können.
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Autor(en): Christiane Brünglinghaus
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