14.04.2010

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Ultraleichtes Conceptcar Nios mit Brennstoffzelle und E-Motor

Das Team Hydrokultur präsentiert auf der Auto Mobil International (AMI) das Urban Concept Car "Nios". Für die Entwicklung von Nios haben sich Studierende der Hochschule Merseburg (FH), der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle und der TU Chemnitz im Team Hydrokultur zusammengefunden.

Nios ist ein ultraleichtes Fahrzeug, 3,2 Meter lang und 1,28 Meter breit. Es ist im Gegensatz zu den meisten Showcars ein voll einsatzfähiger Fahrzeugprototyp. Bei ihrer Arbeit an dem von ökologischen Kriterien, Materialinnovationen und außergewöhnlichem Design bestimmten Fahrzeug wurden die Studenten von den Lehrenden an der Halleschen Kunsthochschule, Prof. Bernd Hanisch und Karl Schikora unterstützt. Das Fahrwerk des "Nios" entwickelten Studenten der Hochschule Merseburg, das Design stammt von der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle und die Brennstoffzelle sowie die Fahrzeugelektronik kommen vom Team "Fortis Saxonia" der TU Chemnitz.

Der Prototyp wird von einer Brennstoffzelle und einem Elektromotor angetrieben. Angestrebt ist eine Reichweite von 500 km. Zudem können sich zwei Passagiere plus Gepäck im urbanen Raum ohne den Verzicht auf Sicherheit, Ergonomie und Stauraum fortbewegen. Die Fahrzeugmasse beträgt 160 Kilogramm, dennoch konnte durch den Einsatz von Holz, Baumwolle und Basalt die Gesamtenergiebilanz gesenkt werden. 70 Prozent des Autos besteht aus regenerativen Materialien.

Die Grundstruktur bildet eine Holzrahmenkonstruktion, die sich schützend um die Fahrgastzelle legt. Das auffälligste Detail sind die beiden Holzellipsen, die sowohl die Türrahmen darstellen als auch einen Überrollschutz bieten. Auch die Übersichtlichkeit kommt nicht zu kurz: Die großen, transparenten Türen lassen eine gute Rundumsicht für den Fahrer zu.

Nachdem der Prototyp auf der AMI präsentiert worden ist, geht es für Nios und das Team weiter: Denn sie werden beim Shell Eco-Marathon 2010 in der Klasse "UrbanConcept" starten. Dieser Energie-Effizienzwettbewerb richtet sich an studentische Teams aus ganz Europa. Für den Eco-Marathon gilt, ein Fahrzeug zu entwerfen, zu konstruieren und zu realisieren, das dann im Rennen mit einem Liter Kraftstoff über die größte Distanz fahren kann. Dementsprechend standen bei der Entwicklung des Fahrzeugs für die Studierenden zwei Kriterien im Mittelpunkt: das Reglement des Wettbewerbs und der konstruktive Einsatz ökologisch vertretbarer Materialien im Fahrzeugbau. Der Einfluss des Reglements spiegelt sich in der seriennahen Anmutung des Autos wider. Darüber hinaus war es das Ziel, Wege der Gestaltung zu finden, die es ermöglichen, die verwendeten Materialien und das Konstruktionsprinzip sichtbar zu präsentieren. Zusätzlich orientiert sich das Wettbewerbsfahrzeug trotz seiner klaren Auslegung für den Wettbewerb an Maßstäben aus dem realen Straßenverkehr.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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