19.04.2010

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Der neue Audi A8 L mit langem Radstand und Zwölfzylinder-Motor

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Audi präsentiert nun seine große Limousine mit einem Zwölfzylindermotor und langem Radstand. Genannt wird diese neue Version A8 L. Der Antrieb der langen Limousine leistet 368 Kilowatt und erreicht bei 3250 1/min sein maximales Drehmoment von 625 Newtonmeter. Gegen Ende des Jahres kommt der A8 L mit dem Zwölfzylinder-Motor und den allen bereits aus dem A8 bekannten Aggregaten gegen Ende des Jahres.

Schon in der ersten Generation des A8 bot der Automobilhersteller ab dem Jahr 2001 einen Zwölfzylindermotor an. In einer weiterentwickelter Form kam er von 2004 an auch in der Folgebaureihe zum Einsatz. Jetzt haben die Ingenieure den W12 grundlegend überarbeitet - sein Hubraum wurde vergrößert, eine Benzin-Direkteinspritzung steigert die Leistung und die Effizienz. Der 6.3 FSI leistet 368 Kilowatt. Sein maximales Drehmoment von 625 Newtonmeter mobilisiert der Motor bei 3250 1/min. Das Aggregat beschleunigt den A8 mit langem Radstand von null auf 100 Kilometer pro Stunde km/h in 4,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 Kilometer pro Stunde abgeriegelt. Den Verbrauch gibt der Automobilhersteller mit 12,0 Liter pro 100 km im EU-Zyklus an. Der Vorgängermotor, der aus 6,0 Liter Hubraum 331 Kilowatt schöpfte, habe sich noch 13,6 Liter pro 100 Kilometer Kraftstoff gegönnt. Der Rückgang betrage 1,6 Liter auf 100 Kilometer oder zwölf Prozent.

Die Abkürzung W12 bezeichnet die Bauform des Motors. Denn er setzt sich aus vier Reihen von jeweils drei Zylindern zusammen. Jeweils zwei Reihen stehen sich, gegeneinander versetzt, im Winkel von 15 Grad gegenüber und sind zu einer einzigen, breit bauenden Bank zusammengefasst. Die beiden Zylinderbänke bilden einen V-Winkel von 72 Grad. Aufgrund dieses Designs ist der Motor kompakt: Er ist ein bisschen länger als 50 Zentimeter und rund 70 Zentimeter breit sowie hoch.
Der W12, der 6299 Kubikzentimeter Hubraum aufweist, ist langhubig ausgelegt (Bohrung x Hub 86,0 x 90,4 Millimeter). Die geschmiedete Kurbelwelle weist zwölf Grad Hubzapfenversatz auf. Auf diese Weise zünden die zwölf Zylinder im Abstand von 60 Grad.

Der Motor wiegt 247 Kilogramm. Das Kurbelgehäuse, das an diesem Gewicht beteiligt ist, wird aus einer hochfesten und leichten Aluminium-Silizium-Legierung gegossen. Eine Traverse mit eingebetteten Lagerstühlen aus Grauguss bildet das Unterteil. Die Kolben sind aus einer hochfesten Leichtmetalllegierung geschmiedet. Ihre Oberflächen sind wegen der V-Stellung innerhalb der Zylinderbänke geschrägt. In den Aluminium-Zylinderköpfen des Aggregats rotieren jeweils zwei Nockenwellen, die sich hydraulisch um je 52 Grad Kurbelwinkel verstellen lassen. Sie betätigen die 48 Ventile über reibungsarme Rollenschlepphebel und werden ihrerseits über eine Zwischenwelle von Ketten angetrieben.

Für den Einsatz im A8 mit langem Radstand stellten die Ingenieure den W12 auf die Benzindirekteinspitzung FSI um. Der Kraftstoff wird mit bis zu 130 bar Druck in die Brennräume injiziert.

An der Effizienz des A8 L ist auch das Getriebe beteiligt. Eine schnell schaltende Achtstufen-Tiptronic staffelt ihre acht Gänge eng und erzielt zugleich eine große Gesamtspreizung zwischen erstem und letztem Gang. Das Mittendifferenzial, das Hauptbauteil im permanenten Allradantrieb quattro, teilt die Antriebsmomente auf - im normalen Fahrbetrieb verteilen sich 40 Prozent von ihnen auf die Vorderachse und 60 Prozent auf die Hinterachse. Wenn es die Situation erfordert, können bis zu 60 Prozent nach vorn und 80 Prozent nach hinten strömen. Auf Wunsch verteilt das Sportdifferenzial die Kräfte aktiv zwischen den Hinterrädern.

Auch mit dem langen Radstand bleibt die Linienführung in Balance. In Länge und Radstand übertrifft der neue A8 L die Normalversion um jeweils 130 Millimeter. Die beiden Maße sind auf 5267 beziehungsweise 3122 Millimeter gewachsen; die Breite von 1949 Millimeter blieb unverändert, die Höhe nahm um 2 auf 1462 Millimeter zu. Die Karosserie entsteht in der Audi Space Frame-Bauweise (ASF) aus Aluminium, sie wiegt etwa 40 Prozent weniger als ein vergleichbarer Aufbau aus Stahl. Die ASF-Karosserie ist aus Gusselementen, Strangpressprofilen und Aluminiumblechen aufgebaut und integriert ultrahochfeste B-Säulen aus formgehärtetem Stahl. Ihre souveräne Steifigkeit bildet die Grundlage für das präzise Handling, die akustische Ruhe an Bord und die hohe passive Sicherheit.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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