30.04.2010

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Elektro-Mobilität: Schaeffler präsentiert hybridisiertes Ideenauto

Der "Schaeffler Hybrid" ist ein Ideenfahrzeug aus dem Hause Schaeffler. Es handelt sich um ein Vorentwicklungsprojekt, das den praktischen Vergleich der Möglichkeiten zum Thema E-Mobilität ermöglicht und keinen Anspruch auf Serienfertigung erhebt. Dafür lassen sich mit dem Auto verschiedene Fahrzeugkonstellationen und Fahrzustände darstellen. So verfügt der Hybrid neben dem serienmäßigen Verbrennungsaggregat des Basisfahrzeugs über einen elektrischen Zentralmotor sowie zwei Radnabenmotoren.

Die verschiedenen Elemente, die in das Ideenauto integriert wurden, sind jeweils zuschaltbar und umfassen eine große Bandbreite verschiedener Fahrzustände. Die Möglichkeiten reichen vom klassischen Betrieb mit Verbrennungsmotor über die Funktionsweise als Parallel-Hybrid und seriellem Hybrid bis hin zum vollelektrischen Fahren. Der Verbrennungsmotor kann das Fahrzeug antreiben. Zudem kann er auch als Range-Extender gekoppelt werden. Ein automatisiertes Schaltgetriebe vergrößert die Möglichkeiten. Am Getriebe kommen die auf die speziellen Anforderungen von Hybridfahrzeugen zugeschnittenen Gruppen-eigenen Kupplungsprodukte zum Einsatz. Der Energiespeicher, eine 16 Kilowattstunden starke Litium-Ionen-Batterie (400 Volt, 400 Ampere), lässt sich auf dreierlei Weisen aufladen: über Rekuperation, über den Range-Extender und auch über eine externe Stromversorgung (Plug-In-Hybrid). "Bei der Realisierung des Schaeffler Hybrid spielte für uns die Darstellung verschiedener Konzepte samt aussagekräftiger Vergleichsmöglichkeiten sowie die realitätsnahe Erprobung die maßgebliche Rolle", sagt Prof. Dr. Peter Gutzmer, als Geschäftsleitungsmitglied verantwortlich für die Technische Entwicklung innerhalb der Schaeffler Gruppe.

Die Zentraleinheit ist mittels einer Zahnkette am automatisierten Schaltgetriebe angeflanscht und treibt die Vorderräder an. Dabei handelt es sich um einen flüssigkeitsgekühlten, 50 Kilowatt leistenden und 95 Newtonmeter starken Elektromotor. Er wurde von der Schaeffler Tochter IDAM konzipiert und gefertigt. Die ebenfalls von der Gruppe entwickelten Radnabenmotoren tragen die Bezeichnung "eWheel-Drive". Die im Ideenfahrzeug montierten Exemplare leisten jeweils rund 50 Kilowatt und verfügen dabei über ein Drehmoment von rund 530 Newtonmeter. Die Radnabenmotoren bilden eine kompakte Einheit, die Radlager, Antrieb und Bremse im Rad integriert. Ein Vorteil dieser Antriebseinheiten: Sie können ohne allzu große Veränderungen einer Fahrzeugarchitektur in eine bestehende Fahrzeugplattform für Versuchszwecke integriert werden."Der Schaeffler Hybrid hat keinen Anspruch auf eine Serienfertigung", sagt Peter Gutzmer, "vielmehr dient er uns als Ideenauto. Mit dem Schaeffler Hybrid wollen wir zeigen, dass die Schaeffler Gruppe das Thema Mobilität ganzheitlich erfasst und auch innovative Produkte für das Thema E-Mobilität im Portfolio führt."

Zum Produktportfolio, das auf die Anforderungen von Hybrid-Fahrzeugen und E-Mobilität zurechtgeschnittenen ist, zählen neben den im Hybrid gezeigten Elementen unter anderem noch Hybridkupplungen - wie sie beispielsweise bei jüngst vorgestellten Oberklasse-SUV-Hybrid-Modellen zum Einsatz kommen -, elektromechanische Fahrwerks- und Lenkungsbauteile sowie verschiedene Differenziale. Dabei reicht das Angebot vom Platz sparenden Leichtbau-Differenzial mit Stirnverzahnung bis hin zum elektrischen E-Differenzial.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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