27.05.2010

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Neuer kostengünstiger Lenkwinkelsensor von Bosch

Sein Angebot an Lenkwinkelsensoren erweitert Zulieferer Bosch nun um eine kostengünstige Variante. Der neue LWS6 erfüllt alle Standardanforderungen heutiger Sicherheits- und Komfortsysteme und bietet sich damit insbesondere für ESP-Anwendungen in Fahrzeugen der Kompaktklasse und darunter an. Zudem lassen sich die Signale des neuen Sensors für Systeme wie die elektrohydraulische Servolenkung oder die adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC nutzen. Erst kürzlich ist der neue Sensor in Serie gegangen.

Lenkwinkelsensoren messen die aktuelle Position des Lenkrades. Diesen Wert nutzen immer mehr Systeme als Richtungsvorgabe des Fahrers. Beim neuen Lenkwinkelsensor handelt es sich um einen relativ messenden Sensor mit unbegrenztem Messbereich. Eine typische Auflösung seines Lenkwinkelsignals liegt bei 1,5 Grad. Im Unterschied zum absolut messenden Lenkwinkelsensor LWS5, der auf der GMR-Technologie (Giant Magneto Resistance) basiert, nutzt der Lenkwinkelsensor LWS6 den Hall-Effekt. Hierfür ist ein Multipol-Magnet an die Bewegung des Lenkrads gekoppelt. Hall-Elemente detektieren Änderungen seines Magnetfelds kontaktfrei und ohne Zahnräder. Mittels zweier oder mehrerer Hall-Elemente werden bei der Drehbewegung Rechteck-Signale erzeugt, die eine bestimmte Phasenverschiebung zueinander aufweisen. Diese Rechtecksignale werden direkt an das Steuergerät übertragen, so dass die Auswertelogik im Sensor entfallen kann. Die Verarbeitung der Sensorsignale übernimmt das Systemsteuergerät, das die Position sowie Drehrichtung und -geschwindigkeit des Lenkrades berechnet. Des Weiteren führt das Steuergerät eine Diagnose der Sensorausgangssignale durch und erkennt zum Beispiel Kurzschlüsse. Aufgrund des inkrementalen Messprinzips entfällt zudem das Kalibrieren des Sensors beim Fahrzeughersteller. Durch das neue Konzept des Lenkwinkelsensors ist es nach Angaben des Zulieferers gelungen, die Kosten des Sensors als auch die des Gesamtsystems senken.

Der Sensor ist verschleißfrei, da keine mechanische Kopplung zwischen den Hall-Messelementen und der magnetisierten Nabe besteht. Im Gegensatz zu optischen Sensoren ist der LWS6 aufgrund seines magnetischen Messprinzips robust gegenüber Verschmutzungen wie Staub, die über die Lebensdauer ins Gehäuse eindringen können. Wie auch der LWS5 benötigt der Neue bei abgestelltem Fahrzeug keinen Ruhestrom. Kundenspezifische Designs bieten umfassende Anpassungsmöglichkeiten für eine variable Lenksäulenmontage oder Integration in das Schaltermodul. Der Sensor ist gemäß den aktuellen Umweltanforderungen entwickelt und aus bleifreien Komponenten gefertigt.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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