Das Sensorsystem Gunyflow V10 misst Geschwindigkeit, Richtung, Turbulenzgrad und Temperatur von Gasen. Und das berührungslos, schnell sowie ohne in das Gas hineinzuragen. Um dieses zu bewerkstelligen, hat das niederösterreichische Unternehmen gunytronic gasflow sensoric systems GmbH ein Messverfahren mittels Ionisierung entwickelt und patentiert. Nun schafft der Sensor den Schritt vom Prototypen-Stadium in die Serienfertigung. Ermöglicht wurde dies durch Know-how und Risikokapital von tecnet, der Technologiefinanzierungsgesellschaft des Landes Niederösterreich.
Innerhalb einer industriellen Gasströmung gibt es Temperaturen bis zu 600 Grad Celsius, Schmutzpartikel, wechselnde Druckzustände und aggressive Gase. Mit dem Sensorsystem Gunyflow V10 hat das niederösterreichische Unternehmen eine Technologie entwickelt, die diesen Verhältnissen standhält. Der Spezialsensor ist nach Unternehmensangaben robust und schockbeständig. Zusätzlich schaffe er es, unter diesen Bedingungen exakt und in Echtzeit Daten über Gasströmungen zu liefern. Möglich gemacht wird dies durch ein Ionisierungsverfahren, das ohne Zeitverzögerung ein berührungsloses Messen erlaubt.
Die exakte Messung von Gasströmungen erlaubt erhöhte Produktivität, da sie zur Anlagensicherheit und zur Optimierung des Energieverbrauches beiträgt. So lässt sich beispielsweise in der Automobilindustrie bei einem Verbrennungsmotor die notwendige Einspritzmenge an Treibstoff exakt im Voraus berechnen. Dazu wird die Ansaugluft je Zylinder ohne Strömungsbeeinflussung und in Echtzeit gemessen. Um Produktionsprozesse in der Industrie optimal und energiesparend zu betreiben, ist es auch hier notwendig, die genaue Luft- oder Gasmenge zu kennen. Denn gerade im Bereich der Minderung von Emissionen sind zuverlässige Messungen unumgänglich.
Das Besondere des Sensorsystems ergibt sich durch Ionisierung, wie der technische gunytronic-Geschäftsführer DI (FH) Günter Weilguny erklärt: "Gase bestehen aus Molekülen mit neutraler elektrischer Ladung. Die vorbeiströmenden Moleküle der Luft oder des Gases passieren den Sensor. Dessen elektrisches Feld lädt die Moleküle positiv auf - es entstehen Ionen. Diese Ionen in der Gasströmung lassen sich detektieren." So könnten Signale vom System in Echtzeit verarbeitet und Informationen über die Eigenschaften der Strömung an das Messgerät übermittelt werden. Besonders anwenderfreundlich sei die Möglichkeit eines nachträglichen Einbaus in bestehende Industrieanlagen, da der neue Sensor im Gegensatz zur herkömmlichen Sensorik keine langen Beruhigungsstrecken benötigen würde. Metadaten anzeigen:Autor verbergen |
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Effizienz - elektrischer Systeme - Standards und Maßnahmen
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