11.06.2010

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Gemeinsame Unfallforschung im Forschungsnetzwerk Trauma-Biomechanik

Mit einer offiziellen Gründungsfeier startet heute das Forschungsnetzwerk Trauma-Biomechanik an der Hochschule Regensburg. Gründungsmitglieder sind unter anderen die deutschen Automobilhersteller Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen sowie weitere Partner. Ziel dieses Forschungsnetzwerkes ist es, Kenntnisse über die Entstehung von Verletzungen speziell im Zusammenhang mit Unfällen im Straßenverkehr durch die Zusammenführung von Hochschulforschung, Medizin und Automobilindustrie zu erarbeiten und zur optimalen Verletzungsprävention zu verwenden. Diese Wissensbasis und das notwendige Wissensmanagement sollen im Forschungsnetzwerk Trauma-Biomechanik aufgebaut werden. Dies erfordert die Zusammenführung von unterschiedlichen Wissensgebieten, dem der Medizin und der Ingenieurswissenschaft.

Die beteiligten Hersteller werden im Forschungsnetzwerk durch die gemeinsam im Jahr 2002 gegründete Gesellschaft der "Partnership for Dummy Technology and Biomechanics" (PDB) vertreten. "Detailliertes Wissen über Verletzungsmechanismen durch biomechanische Forschung ist Grundlage für die Reduzierung des Verletzungsrisikos von Fahrzeuginsassen und Verkehrsteilnehmern", erklärt Klaus Bortenschlager, Geschäftsführer der PDB. Das Netzwerk solle eine Informationsplattform einrichten, Forschungsthemen identifizieren und den Wissenstransfer über Fachgrenzen hinaus fördern. Einen wichtigen inhaltlichen Schwerpunkt wird dabei die Computersimulation des menschlichen Körpers bilden. Das Forschungsnetzwerk wird dazu das Wissen unterschiedlicher Arbeitsgebiete bündeln und damit die vorhandene Kompetenz im Bereich der Berechnung, Analyse und Visualisierung von Verletzungsvorgängen ausbauen.

Neben den fünf Automobilunternehmen gehören auch die Bundesanstalt für Straßenwesen, das Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Abteilung Unfallchirurgie der Universität Regensburg und die Fakultät Maschinenbau der Hochschule Regensburg zu den Gründungsmitgliedern.

Deutsche Ingenieurs- und Forschungskunst ist seit jeher gefragt: Neueste Errungenschaften der Fahrzeugsicherheit gehören mittlerweile zum weltweiten Standard. So lief das erste Auto mit Fahrer-Airbag in Deutschland vom Band. Und selbst die inzwischen selbstverständliche Knautschzone fand zuerst bei einem deutschen Fahrzeug Anwendung. Um deutsche Innovationsleistungen fortan zu sichern, bedarf es einer ständigen Verbesserung der Fahrzeugsicherheit. Das gilt insbesondere im Zusammenhang mit aktiven Sicherheitssystemen und neuen Elektro-Fahrzeugen, die veränderte Bedingungen schaffen und so neue Forschungsmethoden erfordern.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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