24.06.2010

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Leichtbaudifferenziale schaffen Freiräume

Mit einer völlig neuen Gestaltung will Schaeffler die Differenzialbauweise revolutionieren. Anlässlich einer Presseveranstaltung in Wüllfrath gab das Unternehmen einen Einblick in die Innovation. Die Architektur des platzsparenden Bauteils weicht vollkommen von der Bauform traditioneller Differenziale ab. An Stelle der bislang verwendeten Kegelausgleichsräder verfügt das Leichtbaudifferenzial über auf einer Ebene angeordnete Zahnräder mit Stirnverzahnung in Form von Planetenrädern, wie sie in Automatikgetrieben zum Einsatz kommen.

Zu den Vorteilen des Leichtbau-, beziehungsweise Stirnraddifferenzials zählt Dr. Tomas Smetana, Leiter Vorentwicklung im Geschäftsbereich Getriebe der Schaeffler Gruppe Automotiven bis zu 30 Prozent weniger Gewicht im Vergleich zum klassischen Kegelraddifferenzial. Gleichzeitig schaffe die schlanke Bauform axial Freiräume von bis zu 70 Prozent. Konkret bedeutet das ein Minus von bis zu drei Kilogramm Masse pro Differenzial und 90 Millimeter zusätzlichen Bauraum im Getriebe. Damit liefert das Leichtbaudifferenzial nach Unternehmensangaben die passende Antwort auf die Herausforderung steigender Motor-Drehmomente und der gewonnene Freiraum im Getriebe schafft Platz für größere Doppelkupplungen oder Verteilergetriebe sowie Elektrokomponenten für moderne Hybrid-Lösungen.

"Die schmale Bauweise des Leichbaudifferenzials erlaubt zudem den Einsatz von neuen, reibungsoptimierten Lagerkonzepten und leistet so einen messbaren Beitrag zur Reduzierung von Kraftstoffkonsum und CO2-Emissionen", so Norbert Indlekofer, Vorsitzender der Geschäftsleitung Schaeffler Gruppe Automotive und verantwortlich für die Unternehmensbereiche Getriebe- und Fahrwerk-Systeme. Das neue Differenzial ist Bestandteil des Ideenautos "Schaeffler Hybrid".
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Autor(en): Stefan Schlott
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