06.07.2010

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Dezir: Neue Coupé-Studie mit Elektroantrieb von Renault

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Dezir ist ein Zweisitzer mit Elektroantrieb und gegensätzlich öffnenden Flügeltüren: Auf dem Pariser Autosalon 2010 wird Renault seine neue Coupé-Studie präsentieren. Die Studie namens Dezir erlaubt einen ersten Ausblick auf die zukünftige Designlinie des Herstellers. Angetrieben wird sie von einem im Heck positionierten Elektromotor. Dort sitzt er laut Automobilhersteller aufgrund einer idealen Gewichtsverteilung.

Der Synchronmotor leistet 110 Kilowatt. Das maximale Drehmoment beträgt 226 Newtonmeter. Der Elektroantrieb ermöglicht den Spurt von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in fünf Sekunden. Die Beschleunigung von 0 auf 50 Kilometer pro Stunde ist nach Angaben des französischen Herstellers in zwei Sekunden absolviert. Die auswechselbare Lithium-Ionen-Batterie der Studie verfügt über eine Kapazität von 24 Kilowattstunden und ist senkrecht hinter den Sitzen platziert. Sie ermöglicht eine Reichweite von 160 Kilometern. Die Kühlung der Batterie erfolgt durch den gezielt zum Heck geleiteten Luftstrom und die seitlichen Lufteinlässe.

Mit drei verschiedenen Lademodi ist es möglich die Batterie der Studie wieder mit Energie zu befüllen. Die Standardladung an der Haushaltssteckdose erlaubt die vollständige Ladung der Batterien innerhalb von acht Stunden. Mit dieser Methode lassen sich die Energiespeicher beispielsweise über Nacht zu Hause oder den Tag über auf dem Firmenparkplatz aufladen. Die Schnellladung an einer 400-Volt-Drei-Phasen-Kraftstromsteckdose erlaubt eine 80-prozentige Aufladung in zirka 20 Minuten. Das Quickdrop-System ermöglicht den Wechsel der Batterie innerhalb von drei Minuten, ohne dass der Fahrer das Automobil verlassen muss. Zudem erlaubt die Elektrostudie Rekuperation. Das heißt, beim Bremsen wird Bewegungsenergie zurückgewonnen und in Form von elektrischer Energie wieder in der Batterie gespeichert.

Für eine möglichst hohe Reichweite mit dem Dezir haben die Ingenieure das Fahrzeuggewicht so gering wie möglich gehalten. Die Kevlar-Karosserie der Studie bringt 830 Kilogramm auf die Waage. Für das Chassis kam der verwindungssteife und gewichtsoptimierte Rohrrahmen des Rennwagens Mégane Trophy zum Einsatz. Ebenso übernimmt die Studie die Radaufhängung des Rennwagens mit doppelten Dreieckslenkern, die ein besonders präzises Lenk verhalten ermöglichen. Spezielles Augenmerk legt der Hersteller bei der neuen Studie auf die Aerodynamik, wie es heißt. Als Ergebnis werden der stromlinienförmige Fahrzeugboden und der Diffusor am Heck genannt. Der Cw-Wert wird mit 0,25 abgegeben.

Mit dem Akustikinstitut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) hat der Automobilhersteller eine akustische Signatur entwickelt, die genau auf den Charakter der Elektrostudie abgestimmt ist. Die aktive Geräuschkulisse warnt andere Verkehrsteilnehmer vor der nahezu geräuschlos heran rollenden Elektrostudie. Zudem kann der Fahrer nach Belieben eine Klangwelt wählen, die seinen persönlichen Wünschen entspricht.

Bereits der Name des ersten Concept-Cars von Renault Designchef Laurens van den Acker ist nach Unternehmensangaben Programm: Dezir, gesprochen wie das französische "Désir", bedeutet "Begierde". Das große Z im Modellnamen verweist auf die Signatur Z.E., die alle zukünftigen Elektromodelle von Renault kennzeichnen wird. Die Form der Fahrgastzelle erinnert an das Cockpit eines Jagdfliegers. Zwei Kameras verschaffen dem Fahrer trotz des Verzichts auf die Heckscheibe freie Rundumsicht nach hinten. Zwei gegensätzlich öffnende Flügeltüren ermöglichen den Zustieg in den Innenraum. Das Interieur wird von Leichtigkeit und einer sanften Formensprache bestimmt. Sitze, Armaturentafel und der Boden sind in weißem Leder gehalten. Die roten Armaturen und Zierelemente bilden einen warmen Kontrast. Zu den praktischen Details zählt das zentrale Display, über das sich zahlreiche Funktionen abrufen lassen. Das Navigationssystem gleicht ständig die Position mit den Terminen des Fahrers ab und schlägt bei Bedarf eine alternative Route vor. Darüber hinaus erhält der Fahrer alle Informationen zu der verbleibenden Reichweite und den nächsten Stromtankstellen. Die ansprechende Grafik erinnert an ein Videospiel.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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