Der Mercedes-Benz Actros fährt mit dem neuen Active Brake Assist 2
Mercedes-Benz führt im Schwer-Lkw Actros die zweite Generation des Active Brake Assist ein. Langsamer vorausfahrende Hindernisse und die Gefahr eines Auffahrunfalls: bisher leitete das Sicherheitssystem in solch einem Fall automatisch eine Bremsung ein. Der Active Brake Assist 2 wird nun zusätzlich vor stehenden Hindernissen aktiv und leitet ein Bremsmanöver beispielsweise bei einem überraschenden Stau auf der Autobahn ein.
Das scannende Radar des Systems tastet einen Bereich von einem Meter bis 200 Meter der Fahrspur vor dem Lkw ab. Dabei ermittelt er fortlaufend den Abstand und die Differenzgeschwindigkeit zu einem vorausfahrenden Fahrzeug beziehungsweise zu einem stehenden Hindernis. Ist ein Unfall bei unveränderter Fahrweise unvermeidlich, wird der Fahrer zunächst optisch durch ein rot aufleuchtendes Dreieck und akustisch durch einen Warnton alarmiert. Bei einer Verschärfung der Situation reagiert das System mit einer Abbremsung. Das Warnkonzept ist so ausgelegt, dass der Fahrer eine kritische Situation selbst entschärfen kann. Durch eine vom Active Brake Assist 2 eingeleitete Bremsung mit 50 Prozent der maximalen Bremskraft gewinnt der Fahrer die Zeit, die notwendig ist den Unfall selbst zu verhindern.
Die Radartechnik des Systems arbeitet robust bei allen Witterungs- und Lichteinflüssen. Auch ist der Active Brake Assist im ganzen Geschwindigkeitsspektrum eines Lkw von langsamer Fahrt mit schnellem Fußgängertempo von 0 Kilometer pro Stunde bis zur Autobahngeschwindigkeit mit Einsatz des Begrenzers bei 89 Kilometer pro Stunde aktiv. Der Active Brake Assist 2 kann Unfälle zwar nicht immer verhindern, er verringert jedoch durch den automatischen Bremseingriff die Kollisionsgeschwindigkeit und damit die Unfallfolgen ganz erheblich.
Der Active Brake Assist 2 löst das bisherige System zum Jahreswechsel ab. Das neue System feiert seine Premiere im Mercedes-Benz Actros Ende September auf der IAA in Hannover. Metadaten anzeigen:Autor |
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