20.07.2010

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Volkswagen: Weltweiter Forschungsverbund zur Elektromobilität

Volkswagen bündelt die weltweiten Aktivitäten bei Forschung und Vorentwicklung für Elektro-Fahrzeuge. Professor Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, gab nun im Electronics Research Laboratory (ERL) im kalifornischen Palo Alto, einen Einblick in die Arbeiten seines US-Teams. Das ERL betreibt Vorentwicklung für den Konzern zu Batteriesystemen und Leistungselektronik und bildet einen von drei Forschungssatelliten des Konzerns.

Die Konzernforschung in Wolfsburg ist zuständig für alle Marken der Volkswagen AG. Die Koordination der Forschungsaufträge und Ergebnisse findet dort statt. Für die strategische Ausrichtung in den wichtigsten Weltmärkten betreibt die Konzernforschung internationales Trend- und Technologie-Scouting mit Forschungssatelliten. Neben dem ERL in Palo Alto sind es das Volkswagen Research Lab China (VRC) und das Technical Representative Tokyo (VTT).

Im ERL arbeiten rund 100 Mitarbeiter. Neben der Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme geht es dabei vor allem um die Elektromobilität. Auf den in diesem Jahr eingeführten Touareg Hybrid sollen laut Angaben des Konzerns im Jahr 2012 der Jetta Hybrid sowie im Folgejahr der E-Up! und der Golf Blue-e-Motion folgen. Eines dieser Modelle werde auch das erste vollelektrische Fahrzeug der Marke in den USA sein.

In diesem Forschungs- und Vorentwicklungsverbund werden verschiedene Speicherkonzepte untersucht. Dabei geht es im Bereich der Lithium-Ionen-Technik um den Wettbewerb zwischen eigens entwickelten Batteriezellen und den aus Notebooks und anderen Geräten bekannten sogenannten Consumer-Zellen. Das ERL im Silicon Valley untersucht in diesem Zuge den Batterieverbund bei Consumer-Zellen. Die ideale Paketierung von Batteriezellen im Auto sowie Steuerungen (Leistungselektronik) der gespeicherten Energie sollen möglichst hohe Reichweiten sicherstellen. In der Vorentwicklung für künftige E-Modelle des Konzerns werden sämtliche Anforderungen an Batterien ermittelt: Dazu zählen Lebenszeit und entsprechende Kosten, Zuverlässigkeit sowie Reichweite und Sicherheit der Batterie.

Das 1998 gegründete ERL arbeitet markenübergreifend. So werden dort Paketierungen für Varianten des Audi e-Tron wie auch für solche des Golf Blue-e-Motion konzipiert. Entscheidend ist für Volkswagen eine enge, weltweite Kooperation und Vernetzung der Expertengruppen. Der Aufbau von Prototypen und die gemeinsame Beurteilung der Leistung und Spezifikation in Automobilen geschieht daher im direkten Vergleich mit anderen Batterie-Konzepten aus dem Forschungsverbund. Der Volkswagen-Konzern investiert jährlich mehr als fünf Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, 23.000 Mitarbeiter sind für diesen Bereich weltweit tätig. Eine Schlüsselfunktion für die Autos von morgen hat dabei der Bereich E-Mobilität.
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