Mit starken und effizienten V6-Motoren sowie einem sportlichen Fahrwerk kommt der neue Audi A7 Sportback daher. Nun feierte er Weltpremiere in München. Audi nimmt mit dem neuen Modell eine neue Fahrzeugklasse ins Visier. Der elegante große Fünftürer soll den emotionalen Charakter eines Grandcoupés, den Komfort und das Prestige einer Limousine sowie den aktiven Alltagsnutzen eines Avant vereinen. Im Herbst rollt der Sportback zu den Händlern.
Die Motorenpalette des A7 Sportback umfasst zunächst vier direkt einspritzenden V6-Motoren: je zwei Benzinern und Diesel. Mit 150 Kilowatt bis 220 Kilowatt Leistung treiben sie das Coupé an. Der 3.0 TDI Multitronic mit Vorderradantrieb und 150 Kilowatt begnügt sich laut Automobilhersteller auf 100 Kilometer durchschnittlich mit 5,3 Liter - ein CO2-Ausstoß von 139 Gramm pro Kilometer. Alle Motoren arbeiten mit Thermomanagement, einem Rekuperationssystem und einem Start-Stopp-System.
Der Automobilhersteller hat die beiden Ottomotoren, den 2.8 FSI und den 3.0 TFSI, in puncto innerer Reibung und Thermomanagement, intensiv überarbeitet. Nach dem Kaltstart kommen die Motoren rasch auf Betriebstemperatur. Über einen eigenen Wärmetauscher wird auch das Getriebe temperiert. Der 2.8 FSI hat eine weitere Effizienztechnologie an Bord - das Audi Valvelift System variiert den Hub der Einlassventile je nach Bedarf. In vielen Teillast-Bereichen kann der Motor mit deutlich reduzierten Drosselverlusten atmen. Sein Drehmoment steigt, und sein Verbrauch sinkt. Der 2.8 FSI leistet 150 Kilowatt bei 5250 1/min und stemmt 280 Newtonmeter. Das Drehmoment steht von 3000 1/min bis 5000 1/min zur Verfügung. Ausgeliefert wird die Variante in der Kombination S Tronic mit Quattro aus. Der A7 Sportback 2.8 FSI Quattro spurtet in 8,3 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde und wird 235 Kilometer pro Stunde schnell. Im Mittel verbraucht er laut Audi acht Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer, entsprechend 187 Gramm CO2 je Kilometer.
Beim 3.0 TFSI, verdichtet ein Kompressor die Ansaugluft - er steigert Effizienz und Performance der Ottomotors. Der Dreiliter-V6 kommt auf 220 Kilowatt bei 5250 1/min bis 6500 1/min und stellt ein Drehmoment von 440 Newtonmeter von 2900 1/min bis 4500 1/min zur Verfügung. Der Kompressormotor ist in Europa fest an die S Tronic und den Quattro-Triebstrang gekoppelt. Der Standardsprint ist in 5,6 Sekunden erledigt, bei 250 Kilometer pro Stunde endet der Vortrieb im Begrenzer. Der Normverbrauch beschränkt sich auf 8,2 Liter pro 100 Kilometer, respektive 190 Gramm CO2 pro Kilometer. Der 3.0 TDI steht in zwei Varianten zur Wahl. In der stärkeren von ihnen gibt der große Diesel, der von Grund auf neu entwickelt wurde, 180 Kilowatt von 4000 1/min bis 4500 1/min sowie 500 Newtonmeter Drehmoment ab. Das Drehmoment liegt im Bereich von 1400 1/min bis 3250 1/min an. Die S Tronic und der Quattro-Antrieb sind auch hier Serie. Die Beschleunigung von null auf 100 Kilometer pro Stunde dauert 6,5 Sekunden, die Spitze liegt bei abgeregelten 250 Kilometer pro Stunde. Im Mittel genügen sechs Liter pro 100 Kilometer, so der Hersteller, das entspricht einem CO2-Äquivalent von 158 Gramm pro Kilometer.
Noch besser schlägt sich, laut Hersteller, auf diesem Feld die zweite Ausführung des 3.0 TDI - die etwas später folgt. Seine Leistung beträgt im Drehzahlbereich von 3750 1/min bis 4500 1/min 150 Kilowatt. Mit Frontantrieb und dem stufenlosen Automatikgetriebe Multitronic spielt er seine Effizienz aus: 139 Gramm CO2 pro Kilometer, und ein Durchschnittsverbrauch von 5,3 Liter pro 100 Kilometer werden angegeben. Der frontgetriebene A7 Sportback beschleunigt mit dem neuen TDI in 7,6 Sekunden auf 100 Kilometer in der Stunde und erreicht 235 Kilometer pro Stunde Höchstgeschwindigkeit. Beim 3.0 TDI mit 150 Kilowatt sind die Steuerzeiten der Nockenwellen, der Turbolader und die Common Rail-Anlage - mit 2000 bar Einspritzdruck - gezielt auf geringen Verbrauch ausgelegt. Im Zusammenspiel mit dem Frontantrieb erzeugt der V6-Diesel 400 Newtonmeter Drehmoment. Die Leistung steht durchgängig von 1250 1/min bis 3500 1/min zur Verfügung. Beim Quattro-Antrieb sind es 450 Newtonmeter, die von 1250 1/min bis 3500 1/min bereitstehen.
Ein Teil der Effizienz des A7 Sportback geht auf das Konto der Getriebe. Zwei unterschiedliche Technologien stehen zur Wahl. Die Multitronic leitet die Kräfte auf die Vorderräder, die Siebengang S Tronic ist mit dem permanenten Allradantrieb Quattro gekoppelt. Beide Getriebetypen zeichnen sich durch geringe innere Reibung und hohen Wirkungsgrad aus. Mit ihrer weiten Spreizung sind sie für hohes Fahrtempo lang übersetzt. Sie sind in das Thermomanagement des Motors eingebunden und können auf die prädiktiven Streckendaten des Navigationssystems zugreifen. Sowohl bei der Multitronic als auch bei der S Tronic liegt das Differenzial vor den Kupplungen, also direkt hinter dem Motor. So konnten die Entwickler die Vorderachse weit vorn platzieren - das macht den Radstand länger und die Verteilung der Achslasten gleichmäßiger.
Das stufenlose Automatikgetriebe Multitronic, für den Einsatz im A7 Sportback intensiv überarbeitet, lässt den Motor stets im Bereich seines optimalen Wirkungsgrads arbeiten. Im Fahralltag besticht es durch seine geschmeidige Arbeitsweise. Für ein sportliches Fahrerlebnis hält es ein Sportprogramm und einen manuellen Modus mit acht festen Fahrstufen bereit. Der Fahrer kann die Stufen, ebenso wie bei der Siebengang S Tronic, mit dem Wählhebel oder optional mit Wippen am Lenkrad wechseln. Der Schaltvorgang erfolgt durch den Wechsel zweier getrennt arbeitender Kupplungen, die unterschiedliche Gänge bedienen. Er dauert nur wenige Hundertstelsekunden und erfolgt so komfortabel, dass man ihn kaum wahrnimmt. Neben der manuellen Ebene stehen zwei vollautomatische Programme bereit.
Beim permanenten Allradantrieb Quattro präsentiert der Sportback jene neue Evolutionsstufe, die jüngst im Hochleistungscoupé RS 5 Premiere feierte. Der neue quattro-Antrieb sorgt für Stabilität und Traktion. Seine zentrale Komponente ist das so genannte Kronenrad-Mittendifferenzial. Es kann die Verteilung der Momente zwischen Vorder- und Hinterachse besonders schnell und breit variieren. Bei Bedarf strömen bis zu 70 Prozent nach vorn und bis zu 85 Prozent nach hinten. Die Standard-Auslegung ist mit der Relation 40:60 sportlich heckbetont. Das neue Differenzial baut kompakt und leicht. Das Kronenrad-Mittendifferenzial arbeitet serienmäßig mit der ebenfalls neuen radselektiven Momentensteuerung zusammen. Das elektronische System kann auf jedes der vier Räder gezielt zugreifen. Wenn ein kurveninneres Rad bei dynamischer Gangart zu stark entlastet wird, wird es ganz leicht, fast unmerklich abgebremst, noch bevor Schlupf auftritt.
Als optionale Ergänzung gibt es auch das Sportdifferenzial - ein Achsgetriebe, das die Kräfte aktiv zwischen den Hinterrädern verteilt. Beim Anlenken oder Beschleunigen in der Kurve strömen die Momente überwiegend zum kurvenäußeren Rad und drücken so das Auto in die Kurve hinein. Das System wirkt jeder Tendenz zum Unter- oder Übersteuern schon im Ansatz entgegen und verleiht dem großen fünftürigen Coupé ein Maximum an Dynamik und Fahrpräzision.
Alle Lenker des A7 Sportback-Fahrwerks und viele weitere Bauteile sind aus Aluminium gefertigt, die Spur ist mit 1,64 Meter vorn und 1,63 Meter hinten breit. Er hat eine Fünflenker-Vorderachse und eine spurgesteuerte Trapezlenker-Hinterachse. Die elektromechanische Lenkung des A7 Sportback ist völlig neu entwickelt. Ihre Servounterstützung orientiert sich an der gefahrenen Geschwindigkeit. Das Lenkgefühl ist präzise und feinfühlig, die Übersetzung mit 15,87 sehr direkt. Die neue elektromechanische Servolenkung arbeitet hocheffizient, weil sie bei Geradeausfahrt keine Energie aufnehmen muss. Sie spart insgesamt bis zu 0,3 Liter. Die Lenkung arbeitet eng mit dem optionalen Assistenzsystem Audi Active Lane Assist zusammen. Serienmäßig rollt das Coupé mit einer komfortablen Stahlfederung vom Band. Ein optionales Sportfahrwerk mit 10 Millimeter Tieferlegung ist ebenfalls im Angebot. Zudem offereriert die quattro GmbH ein nochmals strafferes Sportfahrwerk. Auf Wunsch liefert Audi auch eine Luftfederung mit vier elektronisch geregelten Stoßdämpfern. Die Adaptive Air Suspension präsentiert sich neu entwickelt - an der Vorderachse arbeiten Federbeine, im Heck getrennte Luftfedern und Dämpfer. Das System stellt die Höhenlage der Karosserie auf drei verschiedenen Niveaus ein, je nach Geschwindigkeit und Wunsch des Fahrers. Auf der Autobahn legt es die Karosserie tiefer - das erhöht die Stabilität und senkt den Kraftstoffverbrauch. Ein weiteres Feature ist das Fahrdynamiksystem Audi Drive Select. In seiner Serienversion bindet es das Automatikgetriebe, die elektromechanische Servolenkung und die Motorsteuerung ein. Der Fahrer kann die Arbeitsweise dieser Komponenten in den vier Stufen Comfort, Auto, Dynamic und Individual steuern. Optional lassen sich weitere Bausteine integrieren - die Adaptive Air Suspension, Quattro mit Sportdifferenzial und das Adaptive Light.
Vor eineinhalb Jahren hat Audi den A7 Sportback auf der North American International Automobile Show in Detroit angekündigt - mit der Studie Audi Sportback Concept. Die Unterschiede zum Serienmodell waren gering, sie lagen vor Allem im Bereich der Scheinwerfer, des Singleframe-Grills, der Lufteinlässe und der Außenspiegel sowie am Heck. Auch im Interieur sind fast alle neuen Ideen in die Serie eingeflossen. Bei Audi gehen häufig Showcars fast unverändert in Produktion. Welche Sicherheits- und Multimediasysteme in das Modell integriert worden sind, ist in Kürze in einem zweiten Teil zu lesen.
Mit dem neuen A7 Sportback nimmt Audi eine neue Fahrzeugklasse ins Visier. Nun feierte der A7 Sportback Weltpremiere in München. Der elegante große Fünftürer soll den emotionalen Charakter eines Grandcoupés, den Komfort und das Prestige einer Limousine sowie den aktiven Alltagsnutzen eines Avant vereinen. Der A7 Sportback hat eine leichte Karosserie, starke und effiziente V6-Motoren, ein sportliches Fahrwerk und hochentwickelte Assistenz- und Multimedia-Systeme. Im Herbst rollt der Sportback zu den Händlern. Über die Sicherheitssysteme und weitere technische Features dieses neuen Modelles informiert ATZonline in einem zweiten Teil: Der Audi A7 Sportback: Sicherheitssysteme. Metadaten anzeigen:Autor verbergen |
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