28.07.2010

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Der Audi A7 Sportback: Sicherheitssysteme

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Der Audi A7 Sportback ist ein großer Fünftürer mit dynamisch gespanntem Heck. Seine Weltpremiere feierte er nun in München. Seine Karosserie baut dank zahlreicher Komponenten aus Aluminium leicht. Im Bereich der Assistenz- und Infotainment-Systeme verfügt das Coupé Fahrerassistenzsysteme der jüngsten Generation oder über ein Head-Up-Display. Auf die Sicherheitssysteme geht ATZonline in diesem 2. Teil ein. Die vier effizienten V6-Motoren und das sportliche Fahrwerk mit neuen Lösungen wie eine elektromechanische Servolenkung hat ATZonline bereits in einem ersten Teil besprochen.

Die Fahrerassistenzsysteme der jüngsten Generation im A7 Sportback sind untereinander und mit weiteren Systemen im Fahrzeug eng vernetzt. Das macht sie leistungsfähig und vielseitig. Die entsprechenden Steuergeräte werden durch das Bussystem Flexray miteinander verbunden. Dadurch lassen sich die Fahrerassistenz- und Fahrwerksysteme sehr präzise regeln. Kernstück der Fahrerassistenz-Systeme ist die neue Adaptive Cruise Control mit Stopp-and-Go-Funktion (ACC). Sie nutzt die Daten von vier Radarsensoren, einer Videokamera und den Ultraschallsensoren, bezieht Navigationsdaten mit ein und wertet eine Vielzahl weiterer Signale aus: von der Blinkeraktivität über den Lenkwinkel bis zur Anhängererkennung. Ihr Einsatzbereich reicht vom automatisch geregelten Stopp-and-Go im Feierabendstau bis zur elektronisch überwachten Hochgeschwindigkeitsfahrt auf der Autobahn bei 250 Kilometer pro Stunde.

Ein Head-Up-Display ist im A7 Sportback auf Wunsch erhältlich. Das Display projiziert die wichtigsten Daten als Symbole und Ziffern auf die Frontscheibe - sie scheinen in etwa 2,5 Meter Entfernung zu schweben. Der Fahrer nimmt diese Informationen extrem schnell auf. Dadurch, dass die Augen beim Fahren an Fernsicht gewöhnt sind, müssen sie sich nicht umstellen. Über das Multimedia Interface (MMI) kann der Fahrer festlegen, welche Informationen - etwa die Geschwindigkeit, die Navigations-Pfeile oder die Anzeigen der Assistenzsysteme - das Head-Up Display zeigen soll.

Wie sich das Fahrzeug im ACC-Modus Verhalten soll, wählt der Fahrer individuell über das Multimedia Interface (MMI)-System. Er kann zwischen den Modi "Dynamisch", "Standard" und "Comfort" wählen. Dynamisch steht für kraftvoll beschleunigend bei freier Fahrt, spontan und direkt in der Folgefahrt, Standard heisst, in allen Situationen ausgewogen und Comfort heisst entspannt und kraftstoffsparend cruisen. Der Audi Side Assist, der den Fahrer ab einer Geschwindigkeit 30 Kilometer pro Stunde beim Spurwechsel auf kritische Situationen hinweist, ist ein weiteres System. Der Raum hinter dem A7 Sportback wird per Radar beobachtet. Die Tempolimitanzeige erkennt wichtige Verkehrszeichen und ihre Zusatzschilder mit einer Kamera und spielt sie im Display des Kombiinstruments oder optional im Head-Up Display ein. Der Nachtsichtassistent arbeitet mit einer Wärmebildkamera und markiert Personen, die er vor dem Fahrzeug erkennt. Er projiziert seine Schwarzweiß-Bilder auf das Display im Kombiinstrument. Nimmt er eine potenziell gefährliche Situation wahr, markiert er die Person rot und zeigt optional ein Warnsymbol im Head-Up Display an.

Das Sicherheitssystem Audi Pre Sense steht im neuen Coupé in verschiedenen Varianten zur Wahl. Es nutzt die hochvernetzten Systeme an Bord und leitet präventive Maßnahmen ein, falls eine Kollision bevorsteht. In der Ausführung Pre Sense Basic reagiert das System, wenn es einen instabilen Fahrzustand erkennt folgendermaßen: die vorderen Gurte werden elektrisch gestrafft, Schiebedach und Seitenscheiben werden bis auf einen Spalt geschlossen, der nachfolgende Verkehr wird gewarnt. In Kombination mit der ACC Stopp-and-Go ist die Version Pre Sense Front zu haben. Ihre Aufgabe ist es, Auffahrunfälle wenn möglich zu vermeiden, beziehungsweise ihre Folgen zu mindern. Wenn der Fahrer in einer kritischen Lage nicht stark genug bremst, erhöht das System den Bremsdruck selbst. Falls nötig, leitet es eine Teilbremsung ein und zieht die Gurte vorbeugend straffer. Reagiert der Mensch am Steuer noch immer nicht, erhöht das System in einer zweiten Stufe die Bremskraft und leitet die präventiven Maßnahmen ein. Falls Pre Sense Plus eingebaut wird, und der Unfall nicht mehr zu vermeiden ist, folgt zuletzt eine Vollbremsung, welche die Geschwindigkeit um bis zu 40 Kilometer pro Stunde reduziert.

Das System Pre Sense Rear ist an den Side Assist gekoppelt. Wenn es eine kritische Situation, beispielsweise einen drohenden Heckaufprall, erkennt, sorgt es dafür, dass der nachfolgende Verkehr über die Warnblinkanlage alarmiert wird. Falls sich die Lage zuspitzt, werden die präventiven Schutzmaßnahmen aktiv. Die elektromechanische Servolenkung erlaubt den Einsatz von zwei neuen Assistenzsystemen. Eines davon ist der Active Lane Assist, der die Spur-Markierungen auf der Fahrbahn per Kamera erfasst. Wenn der Fahrer den Kurs nicht hält, hilft er ihm über sanfte Eingriffe in die Lenkung, den Wagen zurückzusteuern. Dabei können Fahrzeuge und Objekte auf der Nachbarspur berücksichtigt werden. Das zweite System ist der Parkassistent. Er ist das oberste der drei Einparkhilfe-Systeme, die der Automobilhersteller anbietet. Er nutzt Ultraschallsensoren, die bei langsamer Fahrt die Längs- und Quer-Parklücken am Straßenrand erfassen. Wenn eine Lücke groß genug ist, übernimmt das System auf Tastendruck das Rückwärts-Einparken. Der Fahrer obliegt lediglich noch das Gas geben und das Bremsen. Der Parkassistent manövriert den Coupé in kleinste Parklücken. Einparken ist parallel zur Fahrbahn mehrzügig vorwärts/ rückwärts und auch quer zur Fahrbahn in Parklücken möglich.

Das Infotainment und die Navigation sind zwei weitere Technikfelder im A7 Sportback. Neben dem serienmäßigen MMI Radio liefert der Hersteller drei optionale Systeme: das MMI Radio plus, das MMI Navigation und das MMI Navigation plus mit MMI touch. Alle vier Anlagen verfügen über einen ausfahrbaren Monitor. Außer der MMI Navigation plus nutzen alle MMI Varianten einen Monitor mit 6,5 Zoll Diagonale. In Verbindung mit MMI touch verfügt es über einen Monitor mit acht Zoll. Es integriert eine große Festplatte, die auch als Musik- und Datenspeicher dient, eine Sprachbedienung sowie eine Bluetooth-Schnittstelle. Der hochauflösende Acht-Zoll-Bildschirm stellt Kartenbilder und Sehenswürdigkeiten dreidimensional dar.

Für die Scheinwerfer nutzt der A7 Sportback serienmäßig die Xenon Technik mit integrierter Allwetterlichtfunktion. Optional liefert der Hersteller hier das Adaptive Light, das in der Stadt, beim Abbiegen, auf der Landstraße und auf der Autobahn stets die passende Ausleuchtung bietet. Es integriert die gleitende Leuchtweitenregulierung, die andere Fahrzeuge erkennt und das eigene Licht mit weichen Übergängen anpasst. Auf Wunsch bietet Audi die Voll-LED-Scheinwerfer an. Das weiße Licht der LED-Scheinwerfer ähnelt dem Tageslicht und ist extrem energieeffizient. Die wartungsfreien LED-Scheinwerfer erzeugen unverwechselbare Grafiken, am Tag und in der Nacht. Drei Module aus Hochleistungs-Leuchtdioden, in getrennten Kammern untergebracht, generieren das Abblendlicht. Dazu kommen das Fern-, das Abbiegelicht, sowie das Allwetter- und das Autobahnlicht. Das Tagfahrlicht, aus 18 LED aufgebaut, erscheint als durchgehendes Band am unteren Rand. Unter ihm liegt noch das Blinklicht aus elf LED. Als ergänzende Technologie steht der Fernlichtassistent bereit, der zwischen Fern- und Abblendlicht umschaltet.

Der A7 Sportback ist ein Auto mit eleganten, sportlichen Proportionen, mit langer Motorhaube, langem Radstand, kurzen Überhängen und athletisch gewölbten Außenkonturen. Mit seiner niedrigen, dynamisch gespannten Dachlinie und den ausgewogenen Proportionen wirkt er wie ein Coupé. Die Seitenansicht des Wagens bildet eine kraftvoll gespannte Linie. Der Dachbogen spannt sich als flache Kuppel, die C-Säule läuft in einem langen Zug nach hinten und in die Karosserieschulter ein. Sie integriert ein drittes Seitenfenster, dessen Spitze nach oben zieht. Die scharfe Tornadolinie, das wichtigste Designelement, spannt sich über die gesamte Seite. Die Linie beginnt an den Scheinwerfern und läuft über die Kotflügel, die Türen und die hinteren Seitenwände zu den Heckleuchten. Der Sportback ist 4,97 Meter lang und weist einen Radstand von 2,91 Meter auf. Er ist 1,91 Meter breit und 1,42 Meter hoch. Der cw-Wert liegt bei 0,28, die Stirnfläche bei 2,29 Quadratmeter. Die Stahl-Aluminium-Mischbau-Karosserie ist zirka 15 Prozent leichter als eine vergleichbare Ganzstahlkarosserie. Exemplarisch sei an dieser Stelle der 3.0 TDI mit 150 Kilowatt und Multitronic genannt. Das gesamte Auto kommt in der Basisversion auf 1695 Kilogramm (ohne Fahrer). Mehr als 20 Prozent des Aufbaus sind aus leichtem Aluminium gefertigt. Das Modell ist als Viersitzer konzipiert. Der lange Radstand sorgt auch dort für großzügige Platzverhältnisse. Der große Gepäckraum lässt sich, auch dank der niedrigen Ladekante, komfortabel nutzen. Schon im Grundmaß bietet er 535 Liter Volumen, durch Umklappen der geteilten Fondlehnen wächst er auf 1390 Liter. Die Heckklappe hat serienmäßig einen elektrischen Antrieb. Sie öffnet hoch und ihr Öffnungswinkel lässt sich am Heckklappen-Innentaster programmieren. Mit der Anhängerkupplung darf der A7 Sportback bis zu 2100 Kilogramm Gewicht ziehen.

Über die Motoren und das Fahrwerk des A7 Sportback hat ATZonline bereits berichtet: Der Audi A7 Sportback: Motoren und Fahrwerk.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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