03.08.2010

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Ford: Gurt-Airbags im neuen Explorer

Ford präsentiert den 2011 Explorer mit Gurt-Airbags für die Rücksitzbank. Die Gurt-Airbags sind laut amerikanischem Hersteller eine einzigartige Technologie in der Automobilindustrie. Passagiere auf dem Rücksitz - Kinder sitzen bevorzugt hinten - sind laut Ford vor allem an Kopf, Brust oder Nacken verletzungsgefährdet. Der aufblasbare Rücksitzgurt verteilt die Kräfte, die bei einem Aufprall entstehen, fünf Mal besser, als ein herkömmlicher Gurt. Das reduziere den Druck auf die Brust während die Kontrolle der Kopf- und Nackenbewegung unterstützt werde.

Der ausblasbare Anschnallgurt kombiniert die Vorteile eines herkömmlichen Gurtes mit denen eines Airbags, um für die Passagiere im Fond größere Sicherheit zu bieten. Der Gurt wird zunächst im 2011 Explorer angeboten, Ford plant aber, die Technologie in Fahrzeugen weltweit anzubieten. Der Gurt-Airbag kann sich bei einem Unfall binnen 40 Millisekunden über den Torso und die Schulter entfalten. Bei einem frontalen Crash oder auch bei einem Seitenaufprall unterstützt der aufblasbare Gurt mit seinem größeren Durchmesser dabei, den schutzbedürftigen Passagier in der richtigen Sitzposition zu halten. Das helfe, das Verletzungsrisiko zu reduzieren, heißt es bei Ford. Fahrzeug-Sicherheits-Sensoren ermitteln die Schwere der Kollision und entfalten die Gurt-Airbags. Der schlauchförmige Airbag eines jeden Gurts entfaltet sich mit kalt komprimiertem Gas. Der Gaszylinder befindet sich unter den Sitz. Es wird kalt komprimiertes Gas genutzt, damit sich der gefüllt Airbag nicht wärmer als die Umgebungstemperatur auf dem Körper anfühlt. Auch füllt sich der Airbag mit einem niedrigeren Druck und mit einer langsameren Geschwindigkeit als andere Airbags, da keine Lücke zwischen Körper und Gurt geschlossen werden muss. Der Gurt-Airbag verteilt die Aufprallkraft fünf Mal besser über den Oberkörper als ein traditioneller Gurt, was den Schutzbereich vergrößert und das Verletzungsrisiko reduziert. Nachdem sich der Gurt entfalten musste, bleibt er für einige Sekunden aufgeblasen, bevor das eingeblasene Gas durch die Poren des Airbags entweicht.

Beim normalen, täglichen Gebrauch, funktioniert der aufblasbare Gurt wie ein herkömmlicher und ist auch mit Kindersitzen kompatibel. In einer Forschungsarbeit des Automobilherstellers, hätten 90 Prozent der Teilnehmer, die den neuen Gurt getestet haben, bestätigt, dass er entweder ähnlich wie ein herkömmlicher Gurt oder sogar komfortabler zu tragen sei, weil er sich weicher und gepolsterter anfühlt. Dieser Komfort-Faktor könnte, so Ford, die 61 prozentige Nutzungsrate der Rücksitzgurte in den USA noch steigern.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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