16.08.2010

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Rapid-Manufacturing-Teile schon im Entstehungsprozess identifizierbar

An der Technischen Universität (TU) Ilmenau ist es nun gelungen, Rapid-Manufacturing-Teile schon im Entstehungsprozess unverwechselbar zu machen. Die Forscher integrierten während des Herstellungsprozesses eines Rapid-Manufacturing-Produktes einen unverkapselten RFID-Chip (RFID steht für Radio-Frequency Identification; übersetzt bedeutet es Identifikation mithilfe elektromagnetischer Wellen). Der Chip verfügt über eine per Funk lesbare, eindeutige Identifikationsnummer. Das hergestellte Produkt ist ein funktionsfähiges und homokinetisches Gleichlaufgelenk für Fahrzeuge aus neun Einzelteilen, das in einem einzigen Arbeitsschritt gefertigt wurde.

RFID ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen und erleichtert damit die Erfassung und Speicherung von Daten. Der Pilotversuch im Fachgebiet Fabrikbetrieb der TU Ilmenau stellt einen wichtigen Fortschritt auf dem Weg zum Rapid-Manufacturing dar, heißt es aus Ilmenau. Beim Rapid-Manufacturing werden nicht mehr nur Muster, sondern verwendungsfähige Erzeugnisse direkt aus Computerdaten - also ohne Werkzeug und ohne Montage - produziert. Diese sollten bereits unmittelbar nach ihrer Fertigstellung automatisch identifizierbar sein. Damit wird eine entscheidende Grundlage für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen geschaffen.

Die Wissenschaftler kooperierten hierbei mit der Erfurter Microsensys GmbH, die den weltweit kleinsten RFID-Chip mit Antenne produzieren, heißt es. Zum Schreiben und Lesen von Daten werde ein "Pen" aus demselben Unternehmen verwendet. Der Chip hat einen Platzbedarf von etwa 1,5 Kubikmillimeter und widersteht der stundenlangen thermischen Belastung beim Einbau. In den vergangenen Monaten war es den Ilmenauern bereits gelungen, verschiedenartige maschinell lesbare optische Kennzeichnungen zu erzeugen, die zum Teil für das menschliche Auge unsichtbar sind.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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