06.09.2010

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Peugeot 508: Weltpremiere in Paris

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Als Limousine und als SW feiert der Peugeot 508 auf dem Autosalon Weltpremiere. Er soll das neue Gesicht der Marke im Segment der Reiselimousinen darstellen. Mit dem Modell hält zudem die e-HDi Technologie, ein Start-Stopp-System der neusten Generation, Einzug im Hause des französischen Automobilherstellers. Dieses System arbeitet schnell, effizient, geräuschlos und sorgt für ein optimiertes Verbrauchs- und CO2-Emissionsverhalten. Bis zu 15 Prozent weniger im Stadtverkehr, gibt der Hersteller an. Es wird für den 1,6-l-HDi FAP mit automatisiertem Sechsganggetriebe angeboten. Zur Markteinführung wird der 508 mit dem 1,6-l-e-HDi-FAP einen Verbrauch von 4,4 Liter auf 100 Kilometer im EU-Testzyklus bei einem CO2-Ausstoß von 114 Gramm pro Kilometer aufweisen. Im Laufe des Jahres 2011 wird der Wagen laut Hersteller zudem die Schwelle von 110 Gramm CO2 pro Kilometer (4,2 Liter auf 100 Kilometer) unterschreiten. Möglich werde diese Effizienzsteigerung durch Anpassung der automatischen Luftklappensteuerung.

Neu ist der 2,2-l-HDi-FAP mit 150 Kilowatt und einem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmeter bei 2000 1/min. Die technischen Merkmale dieses Aggregats - Leichtbau-Turboladerturbine aus Titan, Reibungsoptimierung, VoltControl, piezoelektrische Achtloch-Einspritzdüsen, optimierte Brennkammer etc. -, aber auch das weiterentwickelte sequenzielle Sechsgang-Automatikgetriebe, eine neuere Version des AM6, ermöglichen es dieser Antriebskombination. Sie bietet höhere Durchzugskraft und deutlich verringerte Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte: 150 Gramm pro Kilometer, was ein Minus von 33 Prozent im Vergleich zu den 223 Gramm pro Kilometer des 407 V6 HDi bedeute, so der Hersteller. In absoluten Zahlen seien dies 73 Gramm weniger.

Bereits im Jahr 2012, im Jahr nach der Markteinführung des 508, wird die "HYbrid4"-Technologie für diese Modellreihe angeboten. Dieser Antrieb, bestehend aus einem HDi-Dieselmotor an der Vorderachse und einem Elektromotor an der Hinterachse, bietet ein Leistungspotenzial von 147 Kilowatt und Allradantrieb mit "By-wire"-Steuerung. Angestrebt sein ein CO2-Ziel von 99 Gramm pro Kilometer.

Die Technik basiert auf Plattform 3 von PSA Peugeot Citroën. Ziel war die Erarbeitung eines effizienten Karosseriekonzeptes. Es sollte auf folgenden Charakteristika aufbauen: langer Radstand (+9,2 Zentimeter im Vergleich zum 407); kürzerer Überhang vorne (-4,3 Zentimeter im Vergleich zum 407) sowie längerer Überhang hinten für ausgewogenere Proportionen und höhere Alltagstauglichkeit bei gesteigertem Kofferraumvolumen; optimierte Abmessungen (Breite und Höhe) hinsichtlich der Aerodynamik. Aerodynamik sowie Gewicht standen laut französischem Hersteller von Beginn am im Fokus des Entwicklungsprozesses. Nun bringt es die 508-Limousine auf einen Luftwiderstand (Cw xA) von 0,58 (Luftwiderstandsbeiwert Cw von 0,25), die SW-Variante auf einen Luftwiderstand von 0,61 (Cw von 0,26). Die Anstrengungen zur Gewichtsoptimierung wirkten sich neben dem Verbrauchsverhalten auch positiv auf die passive Sicherheit und die fahrdynamischen Eigenschaften des Modells aus, erläutert der Hersteller. Bei vergleichbarer Motorisierung ist die Limousine 35 Kilogramm leichter als die entsprechende Variante des 407. Bei den SW-Modellen fällt die Gewichtseinsparung mit 45 Kilogramm noch deutlicher aus. Und das trotz Größenzunahme des neuen Modells: +10,1 Zentimeter bei der Limousine, +9,6 Zentimeter beim SW.

Das Karosseriekonzept schlägt sich in punkto Alltagstauglichkeit in Raumangebot und Kofferraum nieder. Der für die Insassen verfügbare Raum erreicht laut Hersteller die Abmessungen eines 607 und ist somit deutlich größer als beim 407 (5,3 Zentimeter mehr Beinfreiheit für die Fondpassagiere). Das Ladevolumen erreicht bei der Limousine 545 Liter nach Wassermethode (515 Liter nach VDA-Norm) und beim SW 660 Liter (560 Liter), was im Vergleich zu 407 Limousine und SW einem Raumgewinn von 108 beziehungsweise 112 Liter entspricht. Nach dem Umklappen der im Verhältnis 2:1 geteilten Rücklehne steigt das Ladevolumen bei der Limousine auf 1581 Liter nach Wassermethode (1381 Liter nach VDA-Norm) und beim SW auf 1865 Liter (1598 Liter). Der Ladeboden ist nach dem Umklappen der Rücksitzlehne durchgängig flach.

Für die Modellreihe bietet der Hersteller zwei verschieden Fahrwerkstypen. Auf Basis der Plattform 3 wurde eine neue McPherson-Vorderachse für die Kernmodelle entwickelt. Des Weiteren konnte das Gewicht des Modells mithilfe der neuen Vorderachse zusätzlich optimiert werden. Sie bringt zwölf Kilogramm weniger auf die Waage als die Vorderachse des 407. Beim 508 GT kommt eine Vorderachse mit zwei Dreiecksquerlenkern und entkoppeltem Achsschenkel zum Einsatz. Am Heck aller Fahrzeuge der Modellreihe kommt eine Mehrlenkerachse zum Einsatz. Sie ist auf Effizienz ausgelegt und bietet durch die Entkopplung von Längs- und Querkräften maximale Präzision und optimale Ausfilterung von Unebenheiten. Die elektrohydraulische Servolenkung (Zahnstange mit Ritzel) erlaubt eine permanente Anpassung der Lenkkraftunterstützung und erleichtert das Manövrieren bei langsamer Geschwindigkeit. Sie bietet Lenkpräzision und klares Feedback und spricht je nach Fahrwerksvariante mehr oder weniger direkt an.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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