22.09.2010

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E-Scooter: Elektro-Smart auf zwei Rädern

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Mit dem rein elektrisch angetriebenen "escooter" präsentiert Smart auf dem Automobilsalon in Paris die Weltpremiere einer Zweirad-Studie. Sie soll die Vorteile des Smart Fortwo Electric Drive auf zwei Räder übertragen. Für den Antrieb sorgt im Hinterrad ein scheibenförmiger, kompakter Radnaben-Elektromotor mit vier Kilowatt Leistung. Der bürstenlose Gleichstrom-Nabenmotor überträgt seine Kraft direkt aufs Hinterrad. Das Einsatzgebiet des E-Scooters soll die Großstadt sein, wo er vielfältige Einsatzmöglichkeiten biete, so das Unternehmen. Im urbanen Verkehr stelle der Elektro-Roller eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zum Auto dar.

Angetrieben wird das Zweirad im Hinterrad von einem scheibenförmigen, kompakten Radnaben-Elektromotor mit vier Kilowatt Leistung. Der bürstenlose Gleichstrom-Nabenmotor überträgt seine Kraft direkt aufs Hinterrad. Da der Motor keinen Platz im Chassis beansprucht, steht dort mehr Stauraum zur Verfügung. Da das volle Drehmoment sofort beim Anfahren zur Verfügung stehe, erklärt der Hersteller, sei ein zügiger Start möglich. Vorder- und Hinterrad werden jeweils an Einarmschwingen geführt. Die maximale Geschwindigkeit des Elektro-Rollers liegt bei 45 Kilometer pro Stunde. Den Strom liefert eine Lithium-Ionen Batteriepaket mit 48 Volt. Aufgrund einer Kapazität von 80 Amperestunden seien Reichweiten von bis zu 100 Kilometer möglich, heißt es. Aufgeladen werden kann das Zweirad in drei bis fünf Stunden an jeder üblichen Haushaltssteckdose. Die Ladedose dafür ist in der Front des Rollers untergebracht, das Ladegerät ist bereits im Roller integriert.

Der E-Scooter wurde überdies, laut Unternehmen, mit moderner Sicherheitstechnik ausgestattet. Dazu zählen zum Beispiel ein für Zweiräder adaptiertes Antiblockiersystem (ABS), ein in der Verkleidung unter dem Lenker integrierter Airbag sowie der Totwinkel-Assistent, der den Fahrer - etwa bei einem beabsichtigten Spurwechsel - auf dicht hinter ihm folgende, im toten Winkel der Rückspiegel aber nicht erkennbare Fahrzeuge aufmerksam macht. Wie in der Mercedes-Benz E-Klasse blinke in solchen Fällen ein Warndreieck im Rückspiegel auf, erklärt der Hersteller. Zum sicheren Bremsen genüge nur ein einziger Handgriff, um das Vorder- und das Hinterrad des Rollers gleichzeitig zu verzögern. Bei der vorne montierten hydraulischen Scheibenbremse sorgt ein Antiblockiersystem auch bei Notbremsungen für maximale Bremswirkung. Parallel zum Vorderrad wird das Hinterrad abgebremst, allerdings nicht mechanisch, sondern elektrisch. Diese Aufgabe übernimmt der Radnabenmotor im Hinterrad, der dort ansonsten für Vortrieb sorgt. Wird der Bremshebel betätigt, kehrt sich das Arbeitsprinzip um: Der Motor wird zum Generator, der Widerstand sorgt für die gewünschte Bremswirkung. Die dabei gewonnene Bremsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt und in der Lithium-Ionen Batterie des Rollers gespeichert. Die ohnehin hohe Energieeffizienz wird durch zusätzliche Solarzellen in der Front des Scooters gefördert. Die Sonnenkollektoren unterstützen das Aufladen des hochmodernen Lithium-Ionen Batteriepakets bei Sonnenschein auch während der Fahrt.

Die Lithium-Ionen Batterien sind Platz sparend und gut geschützt hinter der Verkleidung im Fußbereich untergebracht. Die daraus resultierende Massenzentrierung und der tiefe Schwerpunkt fördern die Agilität und eine sichere Straßenlage. Die tragende Chassisstruktur des Elektro-Rollers wurde bewusst der Tridion-Sicherheitszelle des Smart Fortwo nachempfunden. Der Rahmen aus Stahl und Aluminium ist mit Bodypanels aus Kunststoff verkleidet, die vollständig austauschbar sind.

Zudem bietet der Roller auch Fahrspaß für zwei: Das ermöglicht ein ausklappbarer Sitz, der optisch über dem Hinterrad schwebt. Die zugehörigen Fußstützen für den Sozius fahren beim Ausklappen des Zusatzsitzes automatisch mit aus. Sollte der Fahrer alternativ mehr Stauraum benötigen, so kann der Soziussitz durch eine Gepäckbrücke ersetzt werden.

Eine besondere Rolle spielen Smartphones bei dem neuen zweirädrigen Elektromobil. Ein smartes Telefon dient als Steuer- und Kommunikationszentrale: Vor dem Start des Elektro-Rollers wird das Smartphone in eine eigens dafür entworfene Halterung in der Mitte des Lenkers eingesetzt. Damit ist es vollständig mit der Technik des Rollses vernetzt. Zeitgleich werden sowohl Wegfahrsperre als auch Diebstahlschutz deaktiviert und das Gefährt kann gestartet werden. Eine neue, weiterentwickelte Smart Drive Kit App ermöglicht es, unterwegs - bei Zwischenstopps - Onlinedienste zu nutzen. Während der Fahrt übernimmt das Smartphone die Funktion des Tachometers. Zusätzlich werden im Display auch Informationen zur Reichweite beziehungsweise zum Ladezustand der Batterie und zur Navigation angezeigt.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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