Volkswagen präsentiert nun in Paris die Weltpremiere des gänzlich neuen Passat - und zwar als Limousine und als Variant. Bereits ab Mitte November wird die nunmehr siebte Version des Modells auf dem europäischen Markt erhältlich sein: Und zwar mit einem Verbrauch von 4,2 Liter und mit dem Design der Frontpartie im Stile des Phaeton. Im Jahr 1973 wurde der Passat erstmals vorgestellt. Für das Design der jetzt siebten Generation wurde ein völlig neues Layout geschaffen, das im Frontbereich dem erst Mitte des Jahres neu gestalteten Phaeton folgt, gleichzeitig aber die hohe Eigenständigkeit des Passat in die Zukunft führt.
Alle zehn Motoren die der Automobilhersteller für das neue Modell anbietet - von 77 Kilowatt bis 220 Kilowatt - sind sparsam. Und zwar um bis zu 18 Prozent, laut Aussage des Herstellers. Bei den zehn Antrieben handelt es sich um direkteinspritzende Vierventilmotoren. Vier dieser Aggregate sind klassische Hightech-Ottomotoren. Sie leisten 90 Kilowatt (1.4 TSI), 118 Kilowatt (1.8 TSI), 155 Kilowatt (2.0 TSI) und 220 Kilowatt (V6). Die Topmotorisierung setzt auf sechs Zylinder, alle anderen Benziner sind aufgeladene Vierzylinder. Ebenfalls aufgeladen ist der auf Erdgas ausgelegte 110 Kilowatt-Motor (1.4 EcoFuel). Ein weiteres Derivat des 1.4 TSI ist der auf den Einsatz von bis zu 85 Prozent Ethanol ausgelegte Multi-Fuel- Motor mit 118 Kilowatt Leistung. Als Turbodiesel kommen vier Motoren in drei Leistungsstufen zum Einsatz; die Vierzylinder leisten 77 Kilowatt (1.6 TDI), 103 Kilowatt (2.0 TDI und 2.0 BlueTDI) sowie 125 Kilowatt (2.0 TDI). Bis auf den 77 Kilowatt starken TDI lassen sich zudem alle Motoren des neuen Passat mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombinieren. Im Fall des 3.6 V6 ist diese Automatik bereits serienmäßig an Bord.
Die Pace bei den Ottomotoren mache der Passat 1.4 TSI mit optionaler Blue-Motion Technology, erklärt der Hersteller. Er leistet 90 Kilowatt und verbraucht 5,8 Liter pro 100 Kilometer (respektive 138 Gramm CO2 pro Kilometer). Während hier bereits der Vorgänger einen nahezu identisch niedrigen Verbrauch an den Tag legte, seien die Verbrauchssenkungen bei den stärkeren Motoren drastischer, so der Konzern. Beispiel Passat 1.8 TSI mit 118 Kilowatt: Hier reduzierte die Entwicklungsmannschaft den Durchschnittsverbrauch von 7,4 auf 6,9 Liter pro 100Kilometer. Der dadurch erzielte CO2-Wert beträgt 160 Gramm pro Kilometer. Nicht weniger signifikant sei die Verbrauchsreduzierung beim nun 155 Kilowatt starken TSI. Hier ergibt sich nun ein Durchschnittsverbrauch von 7,2 Liter pro 100 Kilometer. Damit verbrauche er 0,6 Liter weniger Kraftstoff als der Vorgänger. Der CO2-Wert reduzierte sich analog von 183 auf 169 Gramm pro Kilometer. Niedriger fällt mit 9,2 Liter pro 100 Kilometer auch der Durchschnittsverbrauch der Topversion aus, dem Passat V6 mit 220 Kilowatt und Allradantrieb (zuvor 9,8 Liter). Der neue CO2-Wert beträgt 215 Gramm pro Kilometer.
Für den Passat Eco-Fuel wurde mit der neuen Version ein Durchschnittsverbrauch von 6,6 Kubikmeter Erdgas ermittelt. Das entspricht einer CO2-Emission von 117 Gramm pro Kilometer und einer Verbrauchsreduzierung von 0,4 Kubikmeter. Speziell für den Einsatz in Schweden und Norwegen entwickelt wurde auf der Basis des doppelt aufgeladenen 1.4 TSI ein 118 Kilowatt starker Multi-Fuel-Twincharger. Dieser Motor kann mit einem Ethanolanteil von bis zu 85 Prozent im Benzin betrieben werden.
Die sparsamste Version des neuen Passat ist der 1.6 TDI Blue-Motion mit 77 Kilowatt. Bereits im Vorgänger sorgte dieser Motor für niedrige Verbrauchswerte. Aufgrund des aerodynamischen Designs, weiterem innermotorischen Feinschliff und Technologien wie dem Start-Stopp-System und der Rekuperation sinkt der Verbrauch im Fall des neuen Passat Blue-Motion (Limousine) nun auf 4,2 Liter pro 100 Kilometer; das entspricht laut Hersteller einem CO2-Wert von 109 Gramm pro Kilometer. Zum Vergleich: Beim Vorgänger waren es 4,4 Liter und 114 Gramm pro Kilometer. Reduziert wurde auch der Verbrauch des 103 Kilowatt starken Passat 2.0 TDI Blue-Motion-Technology; 4,5 Liter (119 Gramm CO2 pro Kilometer) entsprechen hier fast dem 77-Kilowatt-Blue-Motion-Modell des Vorgängers. Fortschritte ergeben sich beim Passat 2.0 BlueTDI und dem Passat 2.0 TDI mit 125 Kilowatt Leistung. Für den besonders emissionsarmen Passat 2.0 BlueTDI (Abgasnorm Euro 6) mit SCR-Katalysator und 103 Kilowatt Leistung ergibt sich eine Verbrauchsreduzierung um 0,6 Liter pro 100 Kilometer auf nunmehr 4,6 Liter (122 Gramm CO2 pro Kilometer). Der Durchschnittsverbrauch des 125 Kilowatt starken Passat 2.0 TDI beträgt 4,7 Liter pro 100 Kilometer (123 Gramm CO2 pro Kilometer) - 0,9 Liter weniger als beim Vorgänger. Die entsprechenden Werte für den Variant - und das gilt für alle Motoren des Passat - liegen mit minimalen Abweichungen von +/- 0,1 Litern auf dem gleichen Niveau.
Weitere Fortschritte realisierte der Konzern im Bereich der Sicherheit. Bereits der Vorgänger erzielte fünf Punkte im Euro-NCAP-Crashtest. Das neue Modell verfügt darüber hinaus mit Sicherheitsfeatures wie einer automatischen City-Notbremsfunktion. Die Notbremsfunktion reagiert als Bestandteil der optionalen, automatischen Distanzregelung ACC im Bereich unterhalb 30 Kilometer pro Stunde im Fall der Fälle selbsttätig und kann so dazu beitragen, Auffahrunfälle zu vermeiden. Permanent aktiv ist die erstmals bei Volkswagen und in dieser Klasse eingesetzte Müdigkeitserkennung; sie registriert die nachlassende Konzentration des Fahrers und warnt ihn entsprechend mit einem akustischen Signal und einer optischen Pausenempfehlung im Kombiinstrument. Neu an Bord des Passat ist zudem das maskierte Dauerfernlicht mit der Bezeichnung Dynamic Light Assist, wie es erstmals für den neuen Touareg vorgestellt wurde. Der optionale Dynamic Light Assist erlaubt in Verbindung mit Bi-Xenonscheinwerfern das permanente Fahren mit Fernlicht; via Kamera erkennt das System Gegenverkehr und vorausfahrende Autos und blendet nur die relevanten Bereiche automatisch ab. Folge: eine in nahezu allen Situationen verbesserte Ausleuchtung der Straße.
Die Traktion in Kurven verbessert darüber hinaus das erstmals für den Golf GTI vorgestellte elektronische Quer-Sperrdifferential XDS. Parallel zum bereits im Vorgänger verfügbaren Lane Assist (Spurhalteassistent) gibt es fortan auch den sogenannten Side Assist, der via aufblinkender LEDs in den Außenspiegeln auf Fahrzeuge aufmerksam macht, die sich seitlich hinter beziehungsweise neben dem Passat befinden respektive von hinten schnell herannahen. Ein neues, direktmessendes Reifendruckkontrollsystem signalisiert indes spezifisch für jedes Rad einen eventuellen Druckverlust. Zudem kann der Luftdruck aller Reifen im Kombiinstrument angezeigt werden. Metadaten anzeigen:Autor verbergen |
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