04.10.2010

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Mit Elektroantrieb: Konzeptstudie Jaguar C-X75 debütiert in Paris

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Jaguar präsentiert in Paris auf dem Automobilsalon eine Supersportwagen-Studie mit Elektroantrieb und Reichweitenverlängerung. Die Studie soll eine Höchstgeschwindigkeit von 330 Kilometer pro Stunde fahren und in 3,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen können. Vier jeweils 145 Kilowatt starke Elektromotoren an jedem Rad leisten insgesamt rund 574 Kilowatt und entwickeln ein Gesamtdrehmoment von 1600 Newtonmeter. Die von zwei Mikro-Gasturbinen mit einer Drehzahl von 80.000 1/min erzeugte Elektrizität kann die Reichweite auf bis zu 900 Kilometer verlängern; bei einem CO2-Ausstoß von 28 Gramm pro Kilometer. Allein mit Batteriekraft beträgt die Reichweite des Konzept-Sportwagens 110 Kilometer.

Der allradgetriebene Supersportwagen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 330 Kilometer pro Stunde und besitzt allein mit seinem abgasfreien Elektroantrieb nach sechsstündiger Aufladung der Batterien an der häuslichen Steckdose eine Reichweite von bis zu 110 Kilometer. Mithilfe der schnellen Wiederaufladung der Lithium-Ionen-Batterien durch die drei Mikro-Gasturbinen verlängert sich die Reichweite im Fahrbetrieb theoretisch auf bis zu 900 Kilometer. Dieses System zur Verlängerung der Reichweite ist das Ergebnis eines Neuansatzes, den die Forschungsingenieure bei ihren Überlegungen zum Antriebskonzept für künftige Supersportwagen gewählt haben. Der C-X75 bedient sich Gasturbinen. Gemeinsam mit Bladon Jets gelang den Ingenieuren die Entwicklung der ersten Axial-Mikroturbine mit der für eine praxistaugliche Stromquelle nötigen Verdichtung und Effizienz. Jede dieser Mikro-Gasturbinen wiegt 35 Kilogramm und erzeugt bei einer Konstantdrehzahl von 80.000 1/min eine Leistung von 70 Kilowatt.

Die von den Turbinen erzeugte Energie wird in den Batterien gespeichert und von vier voneinander unabhängigen Elektromotoren auf die Straße übertragen. Der Einsatz von Einzelmotoren bietet Vorteile hinsichtlich Gewicht und Gewichtsverteilung, sowie hinsichtlich Packaging und Effizienz. Jeder der 50 Kilogramm schweren Motoren leistet 145 Kilowatt und entwickelt so viel Drehmoment, dass in der Summe ein Gesamtmoment 1600 Newtonmeter zur Verfügung steht.

Aufgrund dessen, dass jedes Rad von einem eigenen Elektromotor angetrieben wird, soll die Studie von den Traktions- und Sicherheitsvorteilen eines Allradantriebs profitieren - ohne die Gewichtsnachteile einer rein mechanischen Konstruktion -, erklärt der britische Hersteller. Und weil zudem in diesem Konzept die Möglichkeit angelegt ist, das Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich unabhängig auf die einzelnen Räder zu verteilen, ließe sich daraus ein stufenlos und spontan variables Traktions- und Stabilitätsregelsystem mit unübersehbaren Vorteilen für Stabilität und Kontrolle entwickeln, erklärt der britische Automobilhersteller.

Aufgrund der Fixierung der Sitze, passen sich Lenkrad, Bedienteile, Instrumente und Pedalerie der Sitzposition des Fahrers an. Wie bei einem einsitzigen Rennwagen sind die Sitze an der Schottwand fixiert, während beidseits Kanäle in der Karosserie die nötige Kühlluft zu den Turbinen leiten. Auch eine neue Mensch/Maschine-Schnittstelle wurde für das Konzeptfahrzeug entwickelt. Das Jaguar "Co-Pilot"-Display in der Mittelkonsole hilft dem Fahrer durch eine nahtlose Informationsvermittlung, das volle Potenzial des Wagens zu nutzen. Das Hauptinformationsdisplay sitzt im Kombiinstrument. Schwebende Nadeln an der Außenkante der zwei Blöcke informieren über den Betriebsstatus und die Drehzahl der beiden Turbinen.

Jaguar hat seit über 50 Jahren Erfahrung mit dem Werkstoff Aluminium, angefangen bei den ersten XK120, über die leichten E-Types und den XK, bis zum komplett neuen XJ 2010. Bei letzterem hat Jaguar die Vorteile dieses leichten Werkstoffs hinsichtlich Leistung, Agilität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in einem Luxusauto voll ausgeschöpft. Beim C-X75 wurden diese Konstruktionstechniken mit Anleihen bei der Luft- und Raumfahrt weiter entwickelt zu einem extrudierten und geklebten Aluminium-Chassis samt einer Karosserie aus dem gleichen Material. Ein wesentlicher Vorteil dieser Bauweise ist die für ein Auto mit einem solch extremen Leistungsprofil wichtige Gewichtsersparnis.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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