05.10.2010

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Chevrolet zeigt Rennwagen-Technologie in Paris

Chevrolet präsentiert auf dem Autosalon in Paris sowohl die Straßen- als auch die Rennversionen des Cruze und der Corvette ZR1. Obwohl sich der Automobilhersteller bereits seit Mitte der 1950er Jahre mit Fahrzeugen aus der Serienproduktion an "Endurance-Rennen" beteiligt, fand ein echter Transfer zwischen Serien- und Rennwagen-Technologie erst mit Beginn des Corvette-Rennprogramms 1999 statt. Mit der jüngsten Version der Corvette ZR1 und der Rennwagenversion C6.R soll diese gemeinsame DNA nun eine neue Dimension erreichen, so das Unternehmen.

Die derzeit bei GT-Rennen geltenden Regeln verlangen laut Hersteller den Einsatz von Komponenten aus der Serienproduktion. Man könnte daher sagen, dass es ohne das Rennprogramm heute keine Corvette ZR1 gäbe. Die diesjährige C6.R, die in der GT2-Klasse am 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie an der Le Mans-Serie in Amerika teilnahm, wurde auf Basis der Corvette ZR1 zugelassen. Ein Blick auf die Karosserie der ZR1 zeigt Übereinstimmungen. Der Frontsplitter zur Verbesserung des Abtriebs bei hohen Geschwindigkeiten und der offene Kühlergrill, der Luft in den Motor drückt, sind erste übereinstimmende Merkmale. Das aerodynamische Design der Scheinwerfer stammt direkt aus dem Rennsport; die vorderen Kotflügel wurden aus Carbonfaser gefertigt, um das Gewicht gering zu halten. Die vorderen und hinteren Luftkanäle in der Karosserie kühlen die Bremsen - ein wichtiges Merkmal, da die Straßen-Version des ZR1 Carbon-Keramik-Bremsschreiben besitzt, die durch Sechs-Kolben-Bremssättel vorn und Vier-Kolben-Bremssättel hinten unterstützt werden. Um zusätzlich Gewicht zu reduzieren, wurde auch bei der Konstruktion des Dachs Carbonfaser verwendet. Und am Heck der ZR1 kommen dieselben Diffusoren und Spoiler zum Einsatz wie bei der Rennversion C6.R.

Unter der Motorhaube der ZR1 befindet sich laut Angaben des Unternehmens der bisher leistungsfähigste Motor, der von Chevrolet je für ein Serienmodell hergestellt wurde. Weitere technische Angaben wurden allerdings nicht gemacht. Auf Grund der GT-Rennvorschriften unterscheiden sich Hubraum und Leistung der beiden Motoren aus Renn- und Serienversion leicht. Viele Prozesse und Materialien, die bei den handgefertigten Motoren der ZR1 zum Einsatz kommen, gehen direkt zurück auf Chevrolets Rennsport-Engagement - beispielsweise das Trockensumpfschmiersystem oder die Titan-Ventile.

Die Rennversion des Cruze profitiert von einigen Designmerkmalen des Serienmodells. Zu nennen wären beispielsweise eine breitere Spurweite, das tiefer gelegte Fahrwerk und die Karosserie mit hoher Verwindungssteifigkeit. Zudem verfügt der Cruze über effektive Aerodynamik. Viele Karosserie-Komponenten der Rennversion, wie beispielsweise Türen, Motorhaube, Heckscheibe, Scheinwerfer und Rückleuchten, wurden direkt von der Serienversion übernommen. Der vordere Hilfsrahmen, das Chassis und das Lenksystem sind ebenfalls identisch.

Der speziell für den Rennsport entwickelte 2,0-l-Vierzylinder-Motor leistet 206 Kilowatt und basiert auf dem Triebwerk des Serienmodells. Er ist exakt an der gleichen Stelle eingebaut und verwendet das gleiche Nassschrumpfschmiersystem.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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