13.10.2010

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Reines Elektroauto: Seat präsentiert das Konzeptfahrzeug Ibe

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Mit dem Konzeptfahrzeug Seat "IBE" stellt Seat auf dem Autosalon 2010 in Paris die konkrete Vision eines kompakten Sport-Coupés vor. Das Konzeptfahrzeug, das in seiner ersten Version bereits in Genf präsentiert wurde (ATZonline berichtete), erfuhr Weiterentwicklungen in Design, Technik und Interieur. Das Konzeptfahrzeug ist 3,83 Meter lang, der Antrieb ist elektrisch und leistet 75 Kilowatt.

Bei dem Konzept handelt es sich um ein reines Elektrofahrzeug. Der Motor und die Leistungselektronik sitzen vorn, ihre kompakten Abmessungen ermöglichen die extrem flache und dynamische Kontur der Fronthaube. Die Lithium-Ionen-Antriebsbatterie ist im Heck untergebracht. Mithilfe einer besonders kompakten Einzelradaufhängung hat der Stromspeicher seinen Platz komplett unter dem Laderaumboden. Der Motor bietet eine Leistung von maximal 75 Kilowatt und ein Drehmoment von 200 Newtonmeter ab dem Start.

Den Spurt von Null auf 50 Kilometer pro Stunde absolviert das Konzept in 3,6 Sekunden, binnen 6,6 Sekunden hat es auf Tempo 80 beschleunigt, nach 9,7 Sekunden ist 100 Kilometer pro Stunde Marke erreicht. Laut Hersteller resultiert das Fahrgefühl aus der anfahrstarken Charakteristik des Elektromotors, aber auch aus dem niedrigen Gewicht des Fahrzeugs von 1100 Kilogramm. Leichtbau sei die Devise: Im Materialmix des Konzeptfahrzeugs wird an vielen Stellen Stahl-Aluminium Mischtechnik eingesetzt.

Die Dauerleistung des Elektromotors wird auf 50 Kilowatt begrenzt, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 Kilometer pro Stunde limitiert. Die Batteriekapazität wird mit 18 Kilowattstunden angegeben und ist für eine Reichweite von rund 130 Kilometer ausgelegt.

Eine Lösung für die Anforderungen der mobilen Generation nach Konnektivität und Infotainment hat der Hersteller ebenfalls integriert. Basis ist das individuelle Smartphone des Besitzers. Diese Geräte sind laut Automobilhersteller heute mehr als nur Kommunikationszentrale für Telefon und E-Mail, sie speichern die Kontakte ihrer Besitzer ebenso wie deren Musik, sie können navigieren, Verkehrsmeldungen aus dem Internet empfangen und vieles mehr. Die Zahl der Funktionen ist schon heute nahezu unerschöpflich.

Im Elektro-Konzept kann der Fahrer sein Telefon drahtlos mit dem Fahrzeug vernetzen. Auf diese Weise kann er online die wichtigsten Daten des Wagens überprüfen wie zum Beispiel den Zustand der Batterie, Daten des Bordcomputers oder ähnliches. Ebenso kann er über ein einfaches "drag to car" auf seinem Smartphone das Album oder Lied auswählen, das er hören möchte. In diesem Fall spielt das Audiosystem des Fahrzeugs die Musik ab, die in dem Smartphone gespeichert ist. Der Bildschirm im Cockpit sowie die Hebel am Lenkrad erleichtern die Navigation durch die verschiedenen Infotainment-Menüs des Fahrzeugs.

Die Vorteile benennt der Automobilhersteller folgendermaßen: Die Daten auf dem persönlichen Smartphone sind stets aktuell und vollständig, die Bedienung ist bekannt. Über spezielle "Apps" lassen sich verschiedenste Assistenzfunktionen nutzen, wie Navigation oder Download von Multimedia-Inhalten, die im Telefon gespeichert und aktiviert werden. Das System bedeutet hohe Individualisierung bei geringen Kosten. So lässt sich das persönliche Smartphone kostengünstig updaten oder durch ein Nachfolgemodell ersetzen, im Fahrzeug selbst entstehen keine Kosten für fest eingebaute und vergleichsweise aufwändig zu aktualisierende Systeme.

Der Ibe ist ein 2+2-sitziges Sport-Coupé. Mit 3,83 Meter Länge unterbietet er das Modell Ibiza des spanischen Herstellers um rund 20 Zentimeter. Mit einer Breite von 1,77 Meter und einer Höhe von 1,23 Meter besitzt er dennoch die klassischen Proportionen eines Sportwagens. Das Platzangebot beschreibt der Automobilhersteller für zwei Personen als großzügig, die Fondsitze bieten die Option für eine Tour zu viert. Der Gepäckraum ist ausreichend für beispielsweise eine Shopping-Tour, die umklappbaren Rücksitzlehnen schaffen zusätzlichen Platz. Dabei sind die beiden Lehnen einzeln klappbar, ihre Rückseite bildet mit dem Gepäckraumboden eine ebene Fläche. So lässt sich das Konzeptfahrzeug auch als Dreisitzer nutzen, mit immer noch reichlich Platz fürs Gepäck.

Als einen der nächsten Schritte, so teilt der Hersteller übrigens mit, ist der Leon Twin Drive Ecomotive geplant. Sein Antrieb funktioniert im Zusammenspiel aus Verbrennungs- und Elektromotor. Doch er soll mehr als ein gewöhnlicher Hybrid sein. Vielmehr ist er ein Plug-In-Fahrzeug. Seine Lithium-Ionen-Batterie lässt sich an der Steckdose aufladen, die Reichweite beträgt anschließend rund 50 Kilometer. Für längere Touren tritt der Verbrennungsmotor in Aktion. Die ersten Serienfahrzeuge des Leon Twin Drive Ecomotive sind für 2014 geplant.

Das Ziel des "Centro Técnicos" ist die Entwicklung eines vollelektrischen Automobils, auf das der Seat Ibe als Konzeptfahrzeug einen Vorgeschmack liefern soll. Zugleich setzte er das Signal für den Start eines konzentrierten Projekts zur Förderung und Entwicklung der Elektromobilität in Spanien, heißt es vom Automobilhersteller.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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