19.10.2010

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Ford präsentiert das neue Pick-up-Modell Ranger

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Von Grund auf neu entwickelt feiert der neue Ford Ranger seine Weltpremiere auf der Australian International Motor Show in Sydney. Das Fahrzeug basiert auf der neuen globalen Plattform für Pick-ups (von Ford und Mazda) und soll künftig weltweit in 180 Ländern verkauft werden. Die Markteinführung in Europa ist für Ende des Jahres 2011, Anfang des Jahres 2012 geplant. Die neue Generation wartet unter anderem mit drei für das Modell neuen Motoren auf. Darunter sind zwei Duratorq-TDCi-Dieselantriebe mit bis zu 470 Newtonmeter Drehmoment, sowie eine neue Sechsstufen-Automatik und ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Zudem ist noch ein Ottomotor im Programm, der allerdings in Deutschland nicht angeboten werden wird, heißt es aus Köln. Zudem wurde für den Pritschenwagen das Sicherheitsniveau verbessert: beispielsweise mit einer Rückfahrkamera, einer Sprachsteuerung, einer in das ESP integrierten Anhänger-Stabilisierungsfunktion oder auch einer adaptiven Zuladungskontrolle.

Der amerikanische Hersteller bietet das neue Pick-up-Modell grundsätzlich mit drei neuen Motoren an. Es gibt einen Duratorq-TDCi-Vierzylinder mit 2,2 Liter Hubraum, der in den Leistungsstufen 96 Kilowatt, das maximale Drehmoment wird laut Unternehmen voraussichtlich bei rund 320 Newtonmeter liegen, und mit 110 Kilowatt an. Bei dieser Motorvariante beträgt das maximale Drehmoment laut Angaben 375 Newtonmeter. Zudem steht ein 3,2-l-Ford Duratorq-TDCi-Fünfzylinder mit 147 Kilowatt und 470 Newtonmeter Drehmoment zur Wahl. In ausgewählten Märkten, und nicht in Deutschland, wird darüber hinaus ein neuer Ottomotor mit 2,5 Liter Hubraum angeboten. Diese für den Ranger neue Motorengeneration zeichnet sich laut Unternehmen durch hohes Leistungspotenzial und kraftvollen Durchzug aus. Auch wenn die abschließenden Tests zur Ermittlung der Verbrauchs- und Emissionswerte noch ausstehen würden, wie das Unternehmen mitteilt, zeichneten sich gegenüber dem Vorgängermodell deutliche Verbesserungen ab. Die neuen Motoren lassen sich prinzipiell mit einer Sechsstufen-Automatik oder mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombinieren, die jeweils auf ein niedriges Drehzahlniveau hin ausgelegt sind - und damit auf Verbrauchssenkung, reduzierten Verschleiß und verbesserten Geräuschkomfort.

Alle in Deutschland angebotenen neuen Ranger-Varianten werden, wie bisher, serienmäßig über einen manuell zuschaltbaren Allradantrieb verfügen. Im konventionellen Einsatz, also auf festen Straßen, treibt der Ford Ranger ausschließlich die Hinterräder an. Dies reduziert im Vergleich zum permanenten Allradantrieb Kraftstoffverbrauch und Verschleiß. Mit einem zweiten Schaltknauf kann das Motormoment jederzeit, auch während der Fahrt, zusätzlich auf die Vorderachse übertragen, so dass alle vier Räder gleichzeitig angetrieben werden ("All Wheel Drive"). Darüber hinaus lässt sich die Geländegängigkeit durch eine manuell aktivierbare Getriebe-Untersetzung optimieren, beispielsweise für anspruchsvolle Offroad-Passagen mit steilen Anstiegen.

Zudem basiert diese jüngste Generation auf einem neu entwickelten Chassis, das präzisere Lenkeigenschaften und verbessertes Fahrverhalten ermöglicht. Auch die Fahreigenschaften im Gelände profitieren von der erhöhten Steifigkeit des Aufbaus und der Bodenfreiheit von bis zu 232 Millimeter - der Vorgänger verfügte über 205 Millimeter. Darüber hinaus wurden alle relevanten Antriebskomponenten so platziert, dass sie gegen Beschädigungen optimal geschützt sind. Neben dem auf 3220 Millimeter verlängerten Radstand (Vorgänger: 3000 Millimeter) erhielt der neue Pick-up auch breitere Spurmaße. Sie erreichen an der Vorder- und Hinterachse 1560 Millimeter für die Allrad-Varianten. Das rundum überarbeitete Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen an der Vorder- und Blattfedern an der Hinterachse ermöglichte den Entwicklern Freiheiten bei der Abstimmung. Dämpfer mit speziellen Ventilsystemen und angepasste Federraten werden den spezifischen Herausforderungen eines Pick-up-Fahrwerks - schwere Nutzlast, hoher Schwerpunkt, bulliges Drehmoment, variable Kraftübertragung - gerecht. Die maximale Nutzlast des neuen Modells beträgt 1500 Kilogramm. Die neue Hinterachse bietet Spurtreue bei schnellen Fahrten über unbefestigte Straßen. Das Heck bleibt auch bei solchen Einsätzen spurstabil.

Überdies erhält das Modell serienmäßig ein elektronisches Sicherheits- und Stabilitätsprogramm (ESP), das zusätzlich über eine Allrad-Traktionskontrolle und eine integrierte Anti-Überroll-Funktion verfügt. Zu den elektronischen Assistenzsystemen gehören auch die integrierte Anhänger-Stabilisierung und die adaptive Beladungskontrolle. Die Anhänger-Stabilisierung sorgt dafür, dass wenn der Trailer in gefährliche Aufschaukelbewegungen gerät, die Elektronik gezielt eines oder mehrere Räder abbremst, bis Fahrzeug und Hänger wieder ruhig geradeaus laufen. Über die adaptive Beladungskontrolle stellt der Pritschenwagen zudem sicher, dass jeder elektronische Fahrwerkseingriff den jeweiligen Beladungszustand berücksichtigt. Auf diese Weise wartet der Pick-up bis hin zur maximal zulässigen Beladung mit einem sicheren und spurstabilen Eigenlenkverhalten auf.

Die jüngste Generation des Ford Ranger basiert auf der neuen Pick-up-Architektur, die im Rahmen der so genannten "One Ford"-Produktstrategie und in Zusammenarbeit mit Mazda für den globalen Einsatz entwickelt wurde. Die neue Plattform ersetzt die beiden bislang von Ford und Mazda verwendeten Pick-up-Architekturen. Die neue Ranger-Modellfamilie umfasst je nach Region bis zu vier verschiedene Karosserieversionen, Heck- und Allradantrieb, Varianten mit erhöhter Bodenfreiheit und insgesamt vier Ausstattungsniveaus (XL, XLT, XLT Limited, Wildtrak).

Die Produktion des neuen Ranger wird ab Sommer 2011 in mehreren Stufen hochgefahren. Den Auftakt macht das Werk im thailändischen Rayong, wo das Modell für die Asien-Pazifik-Region gebaut werden. Die Ranger für die afrikanischen und europäischen Märkte kommen künftig aus einer Ford-Fabrik in der Republik Südafrika, die südamerikanischen Märkte werden von einer Ford-Produktionsstätte in Argentinien bedient werden. Die neue Produktionsstrategie für die globale Kompakt-Pick-up-Plattform ermöglicht in all diesen Werken einheitliche Fertigungsprozesse und die gleich hohen Qualitätsstandards. Der neue Ford Ranger wird in rund 180 Ländern der Welt an den Start gehen. Er gehört damit, laut Automobilhersteller, in Zukunft zu den am weitesten verbreiteten Modellen von Ford, auch wenn die USA und Kanada derzeit nicht als Absatzmärkte vorgesehen sind.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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