26.10.2010

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Von Null auf 100 in 3,9 Sekunden: Der Brabus SV12 R Biturbo 800

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588 Kilowatt Leistung gepaart mit einem maximalen Drehmoment von 1420 Newtonmeter und einer Höchstgeschwindigkeit von elektronisch begrenzten 350 Kilometer pro Stunde: Mit diesen Kennzahlen stellt Brabus nun den SV12 R Biturbo 800 vor und hat damit den Mercedes S 600 zu einer noch stärkeren Limousine gemacht.

Der Hubraum des V12-Motors, der normalerweise die aktuellen Mercedes 600 Modelle antreibe, sei von serienmäßigen 5,5 Liter Hubraum auf 6,3 Liter Hubraum erweitert worden, erklärt das Unternehmen aus Bottrop. Dazu dienen eine Spezialkurbelwelle mit längerem Hub, feingewuchtete Pleuel und Kolben mit größerem Durchmesser sowie größere Zylinderbohrungen. Zusätzlich wird das Innenleben des Motors mit Sportnockenwellen und strömungsoptimierten Zylinderköpfen modifiziert.

Umgestaltung im Motorraum: Eine Neuentwicklung für die Platzverhältnisse im Motorraum der S-Klasse ist die neue Luftansaugung, die über ein spezielles System aus Kohlefaser mit Frischluft versorgt wird. Ebenfalls neu konzipiert wurde das Biturbo-System mit zwei Spezialkrümmern mit integrierten Turbinengehäusen und Hochleistungsladern sowie vier wassergekühlten Ladeluftkühlern. Eine neu kalibrierte Motorelektronik mit präzise programmierten Kennfeldern für Einspritzung und Zündung sorgt nicht nur für die Leistungsentfaltung, sondern auch für die Einhaltung der Euro-5-Abgasnorm.

Das SV12 R Biturbo 800-Triebwerk produziert 588 Kilowatt bei 5500 1/min und ein maximales Drehmoment von 1420 Newtonmeter, das bereits ab 2100 1/min verfügbar ist. Im Auto wird dieser Wert elektronisch auf 1100 Newtonmeter limitiert. Die Kraftübertragung erfolgt über ein verstärktes Fünfgang-Automatikgetriebe. Auf Wunsch gibt es zusätzlich ein Hochleistungsdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung. Der Wagen beschleunigt in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 Kilometer pro Stunde, die 200 Kilometer pro Stunde-Marke hat er laut Hersteller nach 10,3 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 350 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Für diese Fahrleistungen hat das Unternehmen zudem bei Fahrwerk, Bremsen und Aerodynamik aufgerüstet, heißt es. Um die Fahrdynamik weiter steigern zu können, entwickelte der Hersteller ein Elektronik-Modul für das Active-Body-Control-Fahrwerk, das die Karosserie um rund 15 Millimeter tieferlegt. Da maximale Verzögerung im Grunde noch wichtiger ist als eine gute Beschleunigung gehört die Hochleistungsbremsanlage mit Zwölf-Kolben-Aluminium-Festsätteln und 380 mal 36 Millimeter großen, innenbelüfteten und gelochten Scheiben vorne sowie 355 mal 28 Millimeter Scheiben und Sechs-Kolben-Aluminium-Festsätteln an der Hinterachse zum High-Tech-Paket des Fahrzeugs. Hohe Fahrstabilität will das Unternehmen mit einem "sportlich-eleganten Designeranzug" gewährleisten, der im Windkanal entwickelt wurde. Die neue Frontschürze reduziert durch ihre Formgebung auch den Auftrieb an der Vorderachse. Der große zentrale Lufteinlass optimiert die Kühlung von Motor und vorderen Bremsen. Integrierte Zusatzscheinwerfer und LED-Tagfahrleuchten erhöhen die aktive Sicherheit. Eine zusätzliche aerodynamische Optimierung stellt die Frontspoilerlippe aus Sicht-Carbon dar, die an der Unterseite der Frontschürze fixiert wird.

Der Innenraum des Wagens lässt sich mit Edelhölzern und Ledervarianten ausstatten zudem mit neusten Multimediasystemen bis hin zum "iBusiness"-Konzept des Unternehmens. Bei diesem Konzept binden die Techniker laut Unternehmensangaben erstmalig Komponenten US-amerikanischen Apple-Konzerns in die Fahrzeugelektronik der S-Klasse einbinden.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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