28.10.2010

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Schwarzer Tiefenglanz: Polycarbonat-Blende für Panoramadach

Die Glasfläche des elektrischen Panorama-Ausstell-/Schiebedachs von Webasto ist mehr als doppelt so groß wie die eines herkömmlichen Schiebedaches. Das Besondere an dem Dach ist, dass die Glasfläche von einer einteiligen Blende in U-Form eingefasst wird. Die Blende hat einen schwarzen Tiefenglanz und eine glasartige, kratzfeste Oberfläche. Gefertigt wird die Blende aus einer optimierten Variante des Polycarbonats Makrolon 2605 von Bayer Material Science. Die Blende verdeckt die Karosseriestruktur, lässt die Glasfläche in ihrer Wirkung größer erscheinen und dient als Abstandshalter zum Seitenteil. Volkswagen und Audi bieten das Dach als Sonderausstattung für verschiedene Modellvarianten des Polo und des A1 an.

Das Panorama-Ausstell-/Schiebedach ist ein Dachsystem, das sich für Fahrzeuge mit kurzer Dachhaut eignet. Beim Öffnen schiebt es über die Dachhaut nach hinten. Durch die U-Blende erhält das Dach eine Vollglasoptik. Mit 22 Kilogramm ist das Dachsystem zudem leicht. Verantwortlich für das geringe Gewicht ist - neben dem Polycarbonatbauteil - der Hybridrahmen aus Kunststoff und tragenden Stahlblechteilen. Das Panoramadach kann bis zu einer theoretischen Geschwindigkeit von 250 Kilometer pro Stunde geöffnet und geschlossen werden.

Die Blende ist mit einem neuen Polysiloxan-Nasslacksystem beschichtet. Das erstmals in Serie eingesetzte Wetcoat-System ergibt eine Hochglanzoberfläche. Es zeigt gegenüber bisherigen Systemen eine verbesserte Witterungsstabilität insbesondere bei dunklen und schwarzen Polycarbonat-Teilen, erklären Webasto und Bayer Material Science. Außerdem sei es sehr abriebbeständig und kratzfest, so dass auch nach jahrelangen und regelmäßigen Besuchen in der Waschstraße keine sichtbare Trübung auf der Blendenoberfläche zu erkennen sei.

Die Frontseite der Blende ist 1140 Millimeter lang, ihre beiden Schenkel messen je 980 Millimeter. Da die Blende für ein Spritzgussteil groß ist, wird sie durch Spritzprägen gefertigt. Das Spritzprägen ist auch das Verfahren der Wahl, um mit Polycarbonat großflächige 3D-Automobilverscheibungsteile für Panoramadächer herzustellen. Vorteil des Spritzprägens ist, dass es spannungsarm von Einfallstellen freie Bauteile mit exzellenten optischen Eigenschaften ergibt, die gut lackiert werden können.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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