09.12.2010

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Daimler initiiert Forschungsprojekt zu Elektromobilität und Beschäftigung

Eine neue wissenschaftliche Studie wird sich von nun an mit den Auswirkungen der Elektrifizierung des Antriebs auf Beschäftigung und Standortumgebung in der Automobilindustrie auseinandersetzen. Das teilte die Daimler AG mit. Initiiert wurde das Projekt vom Gesamtbetriebsrat der Daimler AG, getragen und finanziert wird es vom Unternehmen, der IG Metall Baden-Württemberg und der Hans-Böckler-Stiftung. Mit der Durchführung und der Bearbeitung der Studie wurden das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), das IMU-Institut und das Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beauftragt.

Geführt wird das Forschungsprojekt unter dem Titel "Auswirkungen der Elektrifizierung des Antriebsstrangs auf die Beschäftigung und Standortumgebung in der Automobilindustrie (kurz Elab)". Drei Forschungsinstitute werden sich in den kommenden zirka 20 Monaten im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie mit diesem Thema beschäftigen. Ziel ist es, anhand von verschiedenen Szenarien mögliche Handlungsfelder für betriebliche Akteure bei Herstellern und Zulieferern und für regionale Akteure aus den Bereichen Regionalpolitik, Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik sowie Mitbestimmungsträger aufzuzeigen.

Bisherige Studien rund um die Elektromobilität stellen vor allem Technologie und infrastrukturellen Rahmenbedingungen in den Vordergrund, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Für die Wissenschaftler stelle die Erweiterung der wissenschaftlichen Betrachtung speziell auf die betrieblichen und gesellschaftlichen Akteure eine wichtige Funktion des Forschungsprojektes dar. Prof. Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, erläutert: "Die Auswirkungen der Elektrifizierung des Antriebstrangs auf ein automobiles Aggregatewerk transparent zu machen, ist ein entscheidender Schritt hin zu einem aktiven Management des Wandels." Wilfried Porth, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Daimler AG führt aus: "Für unsere Personalstrategie ist es entscheidend, wie sich neue Antriebskonzepte auf die Beschäftigung, die Arbeitsinhalte und Qualifizierung unserer Mitarbeiter auswirken. Wir erwarten vom Projekt wichtige Hinweise auf die zukünftigen Herausforderungen der Beschäftigungs- und Arbeitspolitik." Jörg Hofmann, IG Metall-Bezirksleiter Baden-Württemberg, betont: "Es gilt, den komplexen Prozess des Wechsels zu neuen Antriebstechniken und damit verbundener Mobilitätskonzepte zu gestalten. Für uns als Gewerkschaft ist es deshalb wichtig, zu erforschen, wie sich dieser Wandel auf Beschäftigung und Qualifizierung entlang der Wertschöpfungskette auswirkt."
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Autor(en): Katrin Pudenz
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